In der sechsten Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile möchte der Meister den Anschluss an die Spitze zurückgewinnen, Salzburg die Tabellenspitze verteidigen, die... tipp3 Bundesliga, 6.Runde: Rapids Hoffnung auf Rehabilitation und Kühbauers Emotionsduell mit der Austria

In der sechsten Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile möchte der Meister den Anschluss an die Spitze zurückgewinnen, Salzburg die Tabellenspitze verteidigen, die Austria hingegen die Red-Bull-Elf überholen – und Rapid möchte sich für die peinliche Derby-Niederlage rehabilitieren. Für Spannung ist auch wegen der dieswöchigen Doppelbelastung von vier Klubs gesorgt.

SV MATTERSBURG – FC WACKER INNSBRUCK
Pappelstadion | Samstag, 18:30 Uhr | SR Schüttengruber

Mattersburg muss, weiterhin ohne Naumoski, gegen Remiskönig Wacker Innsbruck endlich den ersten Saisonsieg einfahren. Die Mattersburger gaben zuletzt im Heimspiel gegen Ried in der Nachspielzeit einen Punkt aus der Hand und sind als einziges siegloses Team weiterhin Letzter. Dabei auffällig: Alle drei Niederlagen der Mattersburger fielen nur mit einem Tor Differenz aus. Wacker Innsbruck hingegen möchte nach drei Unentschieden in Folge endlich wieder einen vollen Erfolg und blieb bei den bisherigen beiden Saisonauswärtsspielen ungeschlagen: Bei Wiener Neustadt gab’s ein 0:0, in Kapfenberg einen 3:2-Sieg. Auch wenn Koglers Elf gegen die Admira ihren Torriecher wieder fand, sind die fünf erzielten Treffer – einer weniger als Mattersburg – aus den ersten fünf Spielen zu wenig. Innsbruck wird sich in Mattersburg nicht verstecken und versuchen die Defensive der Burgenländer zu beschäftigen. In der Vorsaison gewann Wacker drei seiner vier Duelle gegen den SVM.

Der abseits.at-Tipp: Es riecht nach Unentschieden, fast genauso sehr, wie es nach einer beinharten Partie riecht. Unser Tippvorschlag daher 2:2 und diverse ruppige Szenen!

SK STURM GRAZ – SC WIENER NEUSTADT
UPC-Arena | Samstag, 18:30 Uhr | SR Ouschan

In der vergangenen Saison konnte der SK Sturm gegen den SC Wiener Neustadt, damals personell noch stärker als heuer, das Punktemaximum holen, alle vier Spiele gewinnen. Haas, Muratovic und Kienast erzielten dabei jeweils zwei Treffer gegen die Niederösterreicher. Für die kann im heutigen Duell mit Peter Stögers junger Elf aus diesem Trio nur Samir Muratovic sorgen. Mario Haas ist rotgesperrt, Roman Kienast mit einem Mittelfußbruch außer Gefecht. Die Hoffnungen der Grazer beruhen daher auf Routinier Muratovic, aber auch auf Darko Bodul, von dem man langsam Treffer erwartet. Wiener Neustadt wird sich erneut laufstark und taktisch diszipliniert präsentieren, wie man es bereits vergangene Woche in Kapfenberg sah. Stöger muss die verletzten Friesenbichler, Tvrdy, Ramsebner und Lindner vorgeben.

Der abseits.at-Tipp: Sturm ist noch nicht 100%ig in Fahrt und wird sich daher auch zu Beginn gegen Wiener Neustadt schwer tun. Dann aber setzt sich die Klasse durch und Sturm gewinnt mit 2:0.

RED BULL SALZBURG – SK RAPID WIEN
Red Bull Arena | Sonntag, 16:00 Uhr | SR Eisner

Nach dem mühsamen Aufstieg gegen Omonia Nikosia kann Red Bull Salzburg mit der Europa League Gruppenphase planen und stockte deshalb mit Ex-Rapidler Stefan Maierhofer, unter anderem zweifacher Torschütze beim legendären 7:0-Sieg Rapids über Red Bull Salzburg in der grün-weißen Meistersaison 2007/08, den Kader auf. Höchstwahrscheinlich ist Maierhofer gegen Rapid aber noch nicht von Beginn an dabei, da Ricardo Moniz bis auf die dauerverletzten Zárate, Mendes und Douglas seinen gesamten Kader einsetzen kann und sein bewehrtes 4-3-3 daher nicht ändern wird. Man wird offensiv wieder auf Dynamik, vor allem aber auf Leonardo und Alan setzen, die eine Rapid-Abwehr beschäftigen soll, die schon gegen die Austria nicht gut aussah. Rapid hat personell etwas mehr Probleme als in den letzten Wochen, Schöttel muss neben Burgstaller und Prager nun auch auf Kulovits, Prokopic und Patocka verzichten. Eine neuerliche Personalrochade ist schon alleine aufgrund des inferioren Auftritts im Derby notwendig, so wird etwa Routinier Markus Heikkinen wieder ins Team rücken, eventuell Drazan von Beginn an spielen. Schöttel könnte diesmal tatsächlich auf ein dynamisches 4-2-3-1 setzen, zumal er der Offensivpower der Salzburger, die defensive Defizite aufweist, eher mit Kontern zusetzen kann.

Der abseits.at-Tipp: Rapid muss sich anders präsentieren als im Derby und wird versuchen mit klassisch kämpferischen Rapid-Tugenden ins Spiel zu finden. Salzburg ist allerdings spielerisch derzeit um eine Klasse stärker und gewinnt daher gegen den SK Rapid mit 3:1.

SV RIED – KAPFENBERGER SV 1919
Keine-Sorgen-Arena | Sonntag, 16:00 Uhr | SR Dintar

Ried-Coach Paul Gludovatz stehen mittlerweile wieder 16 Feldspieler zur Verfügung, so auch Neuverpflichtung Lukas Rotpuller, der allerdings gegen den KSV 1919 noch nicht von Beginn an zum Einsatz kommen wird. Einzig Hammerer und Karner fallen verletzt aus. Ried bekam am Donnerstag in der Philips-Arena fünf Tore und damit eine Lehrstunde des europäischen Spitzenteams PSV Eindhoven. Gegen Kapfenberg, das sich zuletzt gegen Wiener Neustadt äußerst schwach und ideenlos präsentierte, sind die Vorzeichen freilich andere und Ried wird versuchen sein typisches Spiel aufzuziehen. Trotz der deftigen Niederlage in Holland hat Gludovatz keinen Grund etwas umzustellen – Ried gewann übrigens seine letzten sieben Heimspiele gegen den Kapfenberger SV, davon sogar noch drei in der zweithöchsten Spielklasse. Der letzte Kapfenberger Sieg in Ried datiert am 12.September 2003, als die Obersteirer sich mit 3:2 durchsetzen konnten. Torschütze für Ried war damals etwa der 17jährige Franz Schiemer. Nach zwei Niederlagen in Serie möchte Kapfenberg aber in Ried wieder an die Leistung gegen Sturm Graz anknüpfen. Zentrale Figuren sollen die Kreativen und Dynamischen im Kapfenberger Mittelfeld einnehmen, allen voran Felfernig, Elsneg und Kröpfl.

Der abseits.at-Tipp: Ried sah zu Hause gegen Kapfenberg immer gut aus und wird sich auch diesmal keine Blöße geben – die Innviertler gewinnen mit 1:0.

FK AUSTRIA WIEN – TRENKWALDER ADMIRA
Generali-Arena | Sonntag, 18:30 Uhr | SR Harkam

Die Wiener Austria muss im Heimspiel gegen Aufsteiger Admira, wo mit Didi Kühbauer eine besonders motivierte ehemalige Rapid-Leitfigur auf der Bank sitzt, auf Europacup-Torjäger Nacer Barazite verzichten, der mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel ausfällt. Dennoch läuft das violette Werkl, auch wenn das zähe Auswärtsspiel gegen Gaz Metan Medias etwas anderes sagt. Die Admira muss ebenfalls einen Torjäger vorgeben: Benjamin Sulimani fehlt mit einer Bauchmuskelzerrung, im ehemaligen Horr-Stadion ist aber ohnehin eher Issiaka Ouedraogo gefragt, da die Admira auf Konter spielen muss. Neunzig Minuten mit einer funktionierenden Austria mitzuspielen, wird Kühbauers Elf nicht bewerkstelligen können. Abwehrchef und Kapitän Dibon kehrt nach seiner Sperre wieder in die Mannschaft zurück.

Der abseits.at-Tipp: Die Austria wird das Spiel beherrschen und früher oder später treffen. Für die Admira wird es dann schwer werden zurück zu fighten und sobald die Südstädter hinten aufmachen, kommt die Austria zu weiteren Chancen und Toren. Die Austria gewinnt gegen die Admira mit 3:0.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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