Das österreichische Nationalteam feierte gestern einen sensationellen Erfolg über Russland. Kurz und knackig präsentieren wir euch die abseits.at-Spielernoten. Die Note 1 zeugt von einer... Noten zum Russland-Spiel: Junuzovic überragend, Keeper und Innenverteidigung sehr stark

Zlatko Junuzovic (SV Werder Bremen)Das österreichische Nationalteam feierte gestern einen sensationellen Erfolg über Russland. Kurz und knackig präsentieren wir euch die abseits.at-Spielernoten. Die Note 1 zeugt von einer schwachen Partie, die Note 10 von Weltklasse.

Robert Almer … 9

Der neue Austria-Keeper ließ nichts anbrennen und war immer zur Stelle, wenn man ihn brauchte. Aber nicht nur die tollen Paraden des 31-Jährigen konnten sich sehen lassen: Almer wirkte wie ein Leader, kommunizierte viel mit seinen Vorderleuten und hatte auch in unübersichtlichen Situationen die Ruhe weg. Phasenweise wirkte er, als hätte er Nerven aus Stahl, auch wenn der Sturmlauf der Russen weitgehend ausblieb.

Florian Klein … 7

Der Stuttgart-Legionär zeigte Stärken im Antizipationsspiel, eroberte Bälle, traute sich auch immer wieder nach vorne. Einmal mehr eine reife Leistung des 28-Jährigen, auch wenn er in der Schlussphase immer wieder von seinen Vorderleuten im Stich gelassen wurde und Zhirkov zu häufig passieren ließ.

Aleksandar Dragovic … 9

Der Star in Österreichs Innenverteidigung spielte eine recht unauffällige Partie, was für einen Abwehrspieler nicht immer das schlechteste ist. Dragovic gewann seine Zweikämpfe, blieb stets ruhig und verteidigte auch gut von innen nach außen, wenn es notwendig war.

Martin Hinteregger … 9

Auch der Salzburger eroberte zahlreiche Bälle und ist im Eins-gegen-Eins eine Naturgewalt. Im Gegensatz zu Dragovic traute er sich im Aufbauspiel etwas mehr zu und spielte in Ballbesitz etwas höher. Dadurch machte er zwar gezwungenermaßen mehr Fehler als der Kiev-Legionär, allerdings gab es keinen, der er nicht wieder ausbesserte.

Christian Fuchs … 7

Der Teamkapitän spielte etwas unauffälliger als Klein, hielt dem starken Arnautovic aber gut den Rücken frei und hielt mit Oleg Shatov einen der beiden gefährlichsten Russen gut in Schach.

Julian Baumgartlinger … 8

Klar hatte der kampfstarke defensive Mittelfeldspieler einige Abspielfehler dabei und ließ den Sitzer zum 2:0 aus. Allerdings verhielt sich Baumgartlinger taktisch ausgezeichnet und war einer der Garanten für die Stabilität in Österreichs Spiel gegen den Ball in der Mittelfeldzentrale. Vollstrecken und schwere Entscheidungen in der Offensive sind nun mal nicht sein Ding.

Stefan Ilsanker … 8

Der Neo-Leipziger lief wie ein Uhrwerk, presste auch noch in der Schlussphase mit voller Energie. Trotz seiner spielerischen Defizite machte Ilsanker fast alles richtig, beschränkte sich auf das Wesentliche, spielte genau das, was er kann und nicht unnötig mehr. An seiner Zweikampfstärke biss sich die russische Zentrale die Zähne aus.

Martin Harnik … 7

Trotz seiner Rückenprobleme spielte Martin Harnik eine vor allem kämpferisch gute Partie. Spielerisch gelang ihm nicht immer alles, was er sich vornahm, allerdings fackelte er in manchen Situationen nicht lange, ging die richtigen Wege und suchte schnelle Abschlüsse.

Zlatko Junuzovic … 9

Der Kleinste war im Spiel der Österreicher der Größte. Werder-Legionär Zlatko Junuzovic ackerte wie ein Verrückter, war im Offensivspiel der Österreicher der Dreh- und Angelpunkt und half auch defensiv intensiv aus. Tolle Leistung unseres „Zehners“.

Marko Arnautovic … 8

Erneut zeigte der England-Legionär eine engagierte Leistung, in der sich vor allem seine außergewöhnliche Fähigkeit den Ball zu behaupten und zielgerichtet weiterzuverarbeiten als enorm wichtig erwies. Wirklich gefährlich wurde Arnautovic zwar nicht, aber man konnte förmlich spüren, welchen Respekt die Russen vor seiner Technik hatten. Einen solch besonderen Spieler hat das gestrige Gegenüber der Österreicher momentan nicht in den eigenen Reihen.

Marc Janko … 8

Ein paar Ballbehauptungen, nicht gerade ideale Einbindung ins Kombinationsspiel und gemäß seiner Spielweise oft nicht explosiv genug. Aber das ist alles egal: Marc Janko erzielte in Moskau das Goldtor und stieß damit die Tür zur Europameisterschaft 2016 weit auf.

Marcel Sabitzer … 6

Die Energie, die Marcel Sabitzer ins Spiel mitbrachte war sicher von Vorteil, allerdings vergab der Salzburg-Kicker seine Chancen und – was problematischer war – arbeitete phasenweise nur halbherzig nach hinten, weshalb Florian Klein auf seiner Seite immer wieder mehreren Russen gegenüberstand.

Rubin Okotie, Sebastian Prödl … 0

Zu kurz eingesetzt.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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