Am zweiten Spieltag der Champions League stehen einige Mannschaften bereits unter Druck. Abseits.at wirft einen Blick auf vier spannende Partien. Juventus Turin – Shakthar... Vorschau zum zweiten Champions-League-Spieltag – Teil 1

Am zweiten Spieltag der Champions League stehen einige Mannschaften bereits unter Druck. Abseits.at wirft einen Blick auf vier spannende Partien.

Juventus Turin – Shakthar Donezk

Letztes direktes Duell: 3:0 und 0:1 (Achtelfinale UEFA Cup 1976/77)

Die unfassbare Serie von Juventus dauert an, die Norditaliener kassierten – abgesehen vom Cupfinale – ihre letzte Pflichtspielniederlage am 15. Mai 2011, auch wenn man bei der Champions-League-Rückkehr bei Chelsea lange Zeit wie der Verlierer aussah. Der Zwei-Tore-Rückstand konnte jedoch noch ausgeglichen werden und am Ende einer packenden Partie Juventus sogar näher an den drei Punkten dran.

Juventus hält in der Serie A nach sechs Runden bei fünf Siegen und einem Remis; noch besser sieht es jedoch bei für Shakhtar Donezk aus, das in der Ukraine nach zehn Spieltagen noch immer ohne Punktverlust ist. Auch der Auftakt ins internationale Geschäft lief für die Truppe von Mircea Lucescu nach Maß, der dänische Meister Nordsjaelland wurde mit 2:0 nach Hause geschickt. Damit legte man anders als im Vorjahr keinen Fehlstart hin, als bereits das erste Gruppenspiel gegen APOEL Nikosia verloren ging und man schlussendlich nicht über den letzten Tabellenrang hinauskam.

BATE Borisow – Bayern München

Bisher keine direkten Duelle

Bis zur seiner dritten Champions-League-Teilnahme musste Weißrusslands Serienmeister warten, um den ersten Sieg feiern zu können. Am ersten Spieltag war es dann jedoch endlich soweit und drei Punkte wurden aus Lille entführt. Damit befindet man sich vorerst in keiner schlechten Ausgangsposition, um auch im kommenden Jahr noch international vertreten zu sein – zumindest in der Europa League.

Der deutsche Rekordmeister trifft zum ersten Mal überhaupt auf einen Vertreter aus Weißrussland, auch zu Zeiten der Sowjetunion war man hier nie zu Gast. Nachdem sowohl nationaler als auch internationaler Saisonauftakt mehr als nur nach Wunsch verliefen, kann sich die Mannschaft von Jupp Heynckes bei der in Minsk stattfindenden Partie bereits eine äußerst angenehme Ausgangsposition in Blickrichtung Gruppensieg schaffen.

Valencia – Lille

Letztes direktes Duell: 1:1 und 3:1 (Europa-League-Gruppenphase 2009/10)

In dieser Partie treffen die beiden Enttäuschungen des ersten Spieltags aufeinander. Valencia blieb in München gänzlich harmlos und es war lediglich der Nachlässigkeit der Gastgeber geschuldet, dass man nur mit 1:2 verlor, eine reelle Chance auf Punkte bestand für die Spanier jedoch nie. Auch in der Primera Division verlief der Saisonstart äußerst schleppend, sodass das Aufeinandertreffen mit Lille vielleicht schon ein Schicksalsspiel für Trainer Mauricio Pellegrino werden könnte.

Blankes Entsetzen herrschte im brandneuen Grand Stade Lille Métropole, als die Franzosen mit einem 0:3 gegen BATE Borisow in die Kabine schlichen. Schlussendlich gelang ihnen zwar noch ein Treffer, was die Lage jedoch nicht mehr verbesserte. Der schwache Auftakt kam jedoch nicht von ungefähr, denn auch in der Ligue 1 erwischte Lille einen äußerst bescheidenen Start und muss nun in Valencia darum kämpfen, dass die internationalen Ziele nicht bereits nach zwei Spieltagen in weite Ferne rücken.

Benfica – Barcelona

Letztes direktes Duell: 0:0 und 0:2 (Champions-League-Viertelfinale 2005/06)

Benfica startete mit einem torlosen Remis bei Celtic in die Champions League, was sich in der Endabrechnung womöglich als zu wenig erweisen könnte. Sollte man nach der Partie gegen Barcelona mit mehr als einem Punkt in der Tabelle dastehen, wäre das sicherlich als Erfolg zu verbuchen, denn nach den Abgängen von Axel Witsel und Javi Garcia muss sich die Mannschaft erst wieder finden.

Barcelona hatte mit Spartak Moskau mehr Mühe, als es Neo-Trainer Tito Vilanova lieb war, denn zwischenzeitlich lag man sogar mit 1:2 im Rückstand, konnte die Partie in der Schlussphase jedoch noch drehen. Angesichts des perfekten Starts in der Primera Division und dem schwächelnden Real Madrid scheint es so, als könnte Barcelona seinen Fokus voll auf das internationale Geschäft richten, denn der Meistertitel könnte ein Selbstläufer werden.

OoK_PS, abseits.at