Die Qualifikation ist vorüber, die Gruppenphase steht vor der Tür. Die Champions League startet mit zahlreichen Schlagerspielen in die neue Saison – Abseits.at stimmt... Vorschau zum ersten Champions-League-Spieltag – Teil 1

Die Qualifikation ist vorüber, die Gruppenphase steht vor der Tür. Die Champions League startet mit zahlreichen Schlagerspielen in die neue Saison – Abseits.at stimmt auf die Partien ein.

 

Borussia Dortmund – Ajax Amsterdam

Letztes direktes Duell: 0:2 und 0:1 (Champions-League-Viertelfinale 1995/96)

Nach zwei gescheiterten Versuchen will Deutschlands Meister endlich im Europacup überwintern, was bedeutet, dass zumindest der dritte Tabellenplatz erreicht werden muss. Angesichts der beiden anderen Konkurrenten in dieser Gruppe könnte es zwischen Borussia und Ajax zum Duell um den Europa-League-Platz kommen.

Geprägt wurde die Transferzeit in Dortmund von Shinji Kagawas Wechsel zu Manchester United – der Japaner soll durch Marco Reus ersetzt werden. Ansonsten blieb der erfolgreiche Kader der Vorsaison weitestgehend bestehen, zumal der nach China abgegebene Lucas Barrios nicht mehr an seine Glanzzeiten anknüpfen konnte. Ajax verlor im Sommer gleich drei wichtige Akteure: Gregory van der Wiel ging nach Paris, Vurnon Anita entschied sich für Newcastle und Jan Vertonghen kickt nun bei den Tottenham Hotspur. Ersetzt wurden die Abgänge wie zumeist durch eigene Jugendspieler, hinzu wurden unter anderem Niklas Moisander von Alkmaar sowie der vertragslose Ryan Babel geholt.

Real Madrid – Manchester City

Bisher keine direkten Duelle

Wie in jedem Jahr startet Real Madrid einen neuen Anlauf auf den Gewinn der Königsklasse – der letzte Triumph liegt ja mittlerweile schon einige Jahre zurück. Das Team von Jose Mourinho hielt sich am Transfermarkt nahezu ungewohnt zurück und leistete sich lediglich Luca Modric um moderate 30 Millionen Euro. Dazu wurde noch Michael Essien von Chelsea ausgeliehen, die restlichen Zugänge beschränkten sich auf Spieler aus der eigenen Jugend. Nach dem schwachen Saisonstart ziehen bereits dunkle Wolken über Madrid auf, sodass das Duell gegen City ein richtungsweisendes werden könnte.

Im Gegensatz zu den Madrilenen schlug Manchester City am Ende der Transferzeit noch einmal richtig zu und gönnte sich unter anderem Javi Garcia von Benfica sowie Inters Maicon. Es ist das zweite Antreten der Blues in der Champions League, nachdem es im Vorjahr lediglich zum dritten Gruppenplatz reichte, was in diesem Jahr definitiv anders werden soll.

Paris Saint Germain – Dynamo Kiew

Letztes direktes Duell: 0:0 und 0:3 (Europa-League-Viertelfinale 2008/09)

Europas Großeinkäufer der vergangenen Transferzeit schlechthin ist in Paris beheimatet und konnte dank Scheich-Millionen nahezu beliebig mit Geld um sich werfen. Trotz prominenter Neuzugänge wie Zlatan Ibrahimovic, Thiago Silva oder Ezequiel Lavezzi verlief der Start in der Ligue 1 äußert schleppend und Trainer Carlo Ancelotti muss wohl zumindest das Achtelfinale erreichen, um weiterhin an der Seine beschäftigt zu werden.

Aber nicht nur in Paris, auch in Kiew wurde fleißig investiert und so spielen nun hochkarätige Akteure wie Miguel Veloso, Niko Kranjcar und Raffael in der Ukraine. Dynamo möchte wieder an einstige Glanzzeiten anknüpfen, nachdem die letzten Heldentaten in der Königsklasse schon etwas zurückliegen. In der Qualifikation offenbarten sich gegen Mönchengladbach aber noch einige Schwächen, die auf höchstem Niveau eiskalt bestraft werden.

AC Milan – Anderlecht

Letztes direktes Duell: 1:0 und 4:1 (Champions-League-Gruppenphase 2006/07)

Der Großteil des Geldes, das in Paris ausgegeben wurde, landete auf Konten in Mailand. Die Mannschaft von Massimiliano Allegri trennte sich von zahlreichen arrivierten Spielern, was den Zorn der Fans heraufbeschwor – der Dauerkartenverkauf brach dramatisch ein. Für viel Trubel sorgte zudem der Transfer von Giampaolo Pazzini, der von Stadtrivale Inter zum AC wechselte und mit zwölf Millionen Euro der mit Abstand teuerste Neuzugang.

Anderlecht mühte sich gegen Limassol in die Königsklasse, wo man nicht die beste Bilanz aufzuweisen hat – Belgiens Rekordmeister blieb auch schon einmal gänzlich ohne Punkte. Die Leistungsträger betreffend blieb der Kader der Hauptstädter über den Sommer nahezu unverändert, auch weil Matias Suarez beim Medizincheck in Russland durchfiel. Der Argentinier wird zum Champions-League-Auftakt verletzungsbedingt auch nicht zur Verfügung stehen.

OoK_PS, abseits.at