Im Dezember stehen einige spannende Partien an! Wir sehen uns die interessantesten Begegnungen der großen Fußballbühnen für euch genauer an! Manchester United vs. Manchester... Das sind die heißesten Duelle im Dezember 2017!

Im Dezember stehen einige spannende Partien an! Wir sehen uns die interessantesten Begegnungen der großen Fußballbühnen für euch genauer an!

Manchester United vs. Manchester City (10.12. Premier League)

Zu so einem solch relativ frühen Zeitpunkt in der Saison sollte man mit solchen Prognosen ja vorsichtig sein – aber falls Manchester City das Stadtduell gegen United für sich entscheiden sollte, könnte sich wohl auch die letzte Hoffnung auf etwas Spannung im diesjährigen Titelrennen in Luft auflösen. Denn derzeit führt City die Tabelle souverän mit einem Vorsprung von acht Punkten auf United an. Bei einem Sieg wären es nach Adam Riese bereits elf Punkte – bei der derzeitigen Form des Teams von Pep Guardiola ein wohl nicht mehr einzuholender Vorsprung.

City hat aktuell einen echten Lauf: Die letzten 13 Partien konnten die Skyblues allesamt für sich entscheiden. Eine Niederlage gab es in den vergangenen 15 Spielen überhaupt noch nicht. Zudem hat City bereits 46 Tore erzielt – eine beeindruckende Zahl. Dabei spielt City nicht nur erfolgreiche, sondern auch höchst attraktiven Fußball. Vielleicht momentan den besten europaweit. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sie in der Offensive auch engstem Raum gegen meist sehr tiefstehende Gegner fast immer eine Lösung finden. Natürlich hilft es, wenn man Spieler wie Kevin de Bruyne, David Silva oder Raheem Sterling, der aktuell vielleicht die beste Saison seiner Karriere spielt, in seinen Reihen weiß. Aber City hat sich im zweiten Jahr unter Guardiola auch im Gesamtverbund nochmals gesteigert.

United hingegen spielt sicherlich nicht immer den schönsten Fußball, ist aber brutal effektiv. Bei der Bewertung der Red Devils wird dabei aber manchmal vergessen, dass sie bereits 35 Tore erzielten konnten. Mit erst neun Gegentreffern stellen sie zudem die beste Abwehr der Premier League. Kein Wunder, holt der alte Pragmatiker Jose Mourinho gegen Spitzenteams doch gerne einmal die Bus-vor-dem-eigenen-Tor-parken-Taktik hervor. Das ist nicht immer schön anzusehen – aber bislang erfolgreich.

Auch gegen City wird er wohl erst einmal darauf bedacht sein, defensiv kompakt zu stehen. Etwas, was seine Mannschaften meist aus dem Effeff beherrschen. Schwer wiegt dabei aber der Ausfall von Paul Pogba, der sich im letzten Spiel gegen Arsenal – das vielleicht beste der bisherigen Saison der Premier League – eine Rote Karte abholte. Damit fehlt United der Antreiber im Mittelfeld und beste Verbindungsspieler.

Arsenal vs. FC Liverpool (22.12. Premier League)

Diese Partie wird richtungsweisend sein für den Kampf um die Champions League – Plätze. Arsenal belegt nach der letzten 1:3-Heimpleite gegen Manchester United den fünften Rang; eben hinter Liverpool. Beide Teams sind während der Saison bereits durch eine Schwächephase gegangen. Sowohl Arsene Wenger als auch Jürgen Klopp standen dabei in der Kritik. Momentan hat die Formkurve der beiden Teams wieder den Weg nach oben genommen.

Vor allem Liverpool ist aktuell in blendender Verfassung. In der Offensive sind sie dank Mohamed Salah, Sadio Mane und Philippe Coutinho das vielleicht fähigste Team neben Manchester City. Das große Manko jedoch weiterhin: die Defensive. Wobei die Abwehr sich in den letzten Spielen doch deutlich stabilisiert hat, was auch u.a. daran liegt, dass weniger individuelle Aussetzer zu verzeichnen sind. Generell verhält sich die gesamte Mannschaft taktisch etwas griffiger und steht als Team kompakter. Dennoch: Torwart Simon Mignolet schwankt weiterhin zwischen Welt-und Kreisklasse und ist einfach kein konstanter Rückhalt. Auch im defensiven Mittelfeld und in der Innenverteidigung wäre es sicherlich nicht verkehrt, in der kommenden Transferperiode nachzulegen.

Genau wie Liverpool hat auch Arsenal bereits 19 Gegentreffer hinnehmen müssen. Die Grundlage für die Niederlage gegen United bildeten zwei gravierende individuelle Aussetzer in der Anfangsphase, womit Arsenal ähnliche Probleme plagen, wie die Reds. Dafür kann der Angriff der Gunners an guten Tagen jedem Gegner gefährlich werden. Alexis Sanchez und Mesut Özil sind mitunter Weltklasse, wobei letzterer aufgrund seiner oft phlegmatisch wirkenden Art bei den Fans des Öfteren für Unmut sorgt. Aber auch in dieser Saison hat der Deutsche wieder fünf Treffer vorbereitet. Zudem gibt er im Schnitt 3,6 Vorlagen zu Torschüssen der Kollegen.

Da in dieser Begegnung zwei offensiv starke Teams mit Tendenz zu Problemen bei der Verteidigung aufeinandertreffen, können vor allem neutrale Zuschauer sich auf ein Fest vor den Festtagen freuen. Zum Beleg: in den letzten vier Partien zwischen diesen beiden fielen 21 Tore!

Juventus Turin vs. AS Roma (23.12.2017 Serie A)

Nachdem die italienische Serie A in den vorherigen Jahren in Sachen Attraktivität und internationalen Erfolg hinter die großen Ligen aus Spanien und England zurückfiel, lässt sich nun wieder ein positiver Trend erkennen. Was vor allem auch daran liegt, dass in dieser Saison ein spannender Kampf um die Meisterschaft, den Scudetto ausgebrochen ist.

Während die letzten sechs Meisterschaften allesamt – und meist sehr souverän –an Rekordmeister gingen, bewerben sich aktuell gleich vier Teams um den Titel. Tabellenführer momentan ist Internationale, aber Juve hat auf Platz drei nur zwei Punkte, die Roma als Vierter fünf Punkte Rückstand. Das Team von dem neuen Trainer Eusebio di Francesco hat aber noch ein Spiel in der Hinterhand.

Etwas überraschend hat die Juve von allen Teams der Top vier die meisten Tore kassiert (14) – aber dafür mit 41 auch die meisten erzielt. In der Offensive läuft dabei fast alles über das argentinische Duo Gonzalo Higuain und Paulo Dybala: gemeinsam waren sie an 27 der 41 Tore beteiligt. Etwas unter geht dabei oft die Rolle von Spielern wie Miralem Pjanic oder Mario Mandzukic, die ebenfalls enorm wichtig für die Mannschaft von Max Allegri sind. Der setzt weiterhin vor allem auf eine stabile Defensive, was nicht immer schön anzusehen ist: Im Spitzenspiel gegen Napoli  bspw. zog sich Juve nach dem frühen 1:0 in die eigene Hälfte zurück, und tat nichts mehr in der Offensive.

Die Roma wählte eigentlich in den letzten Jahren einen etwas offensiveren Ansatz, in dieser Saison haben sie im Vergleich mit den anderen Topteams bislang die wenigsten Tore erzielt (27), aber auch nur 10 gefangen – mit Inter und Napoli Topwert. Dabei geben die Giallorossi die zweitmeisten Schüsse pro Spiel ab. Offensiv fehlt also noch die Durchschlagskraft. Alleinunterhalter im Angriff ist wiedermal Edin Dzeko, der mit acht Treffern doppelt so viele Tore erzielte, wie der intern folgende Stephan El Shaarawy. Es mangelt also an einer zweiten Option im gegnerischen Strafraum.

 

Real Madrid vs. FC Barcelona (23.12.2017 La Liga)

Viel schreiben muss man über den Classico nicht mehr. Alle Narrative dieses Duells der in Spanien, aber auch in Europa, dominanten Teams des letzten Jahrzehnts wurden in der Vergangenheit zur Genüge behandelt. Was vor allem auch daran liegt, dass gefühlt keine Mannschaften in den letzten Jahren auf diesem Niveai so häufig aufeinander trafen.

Gastgeber Real Madrid gewann in den letzten vier Jahren bekanntermaßen gleich dreimal die Champions League. In dieser Saison läuft es bislang aber noch nicht wirklich rund. In der Liga verlor das Team von Zinedine Zidane bereits zwei Spiele und liegt daher schon acht Punkte hinter Spitzenreiter Barca. Real ist also praktisch zum Siegen verdammt, will man sich noch weiter Chancen auf eine etwaige erfolgreiche Titelverteidigung ausrechnen. Eine der Ursachen für den Durchhänger des spanischen Rekordmeisters ist die mangelnde Effektivität im Angriff: Real gibt die mit Abstand meisten Schüsse pro Spiel ab – 19, Barca folgt mit 15 – und hat trotzdem elf Treffer weniger erzielt als die Katalanen. Die Anzahl der Expected Goals liegt daher um über zehn Treffer höher, als die bislang erzielten 25. Exemplarisch dafür steht Superstar Cristiano Ronaldo. Der Portugiese schießt von allen Spielern in Spaniens Eliteliga am häufigsten aufs Tor; dabei kamen jedoch erst zwei Treffer herum.

Barca hingegen ist momentan ein Musterbeispiel an Effizienz – die Anzahl der Expected Goals deckt sich fast Eins-zu-Eins mit den tatsächlichen erzielten Treffern: mit 36 Toren stellt die Mannschaft von Ernesto Valverde den besten Angriff in Spanien. Der neue Trainer hat in Barcelona einen sanften Paradigmenwechsel eingeführt, ist die Grundlage des bisherigen Erfolgs doch die stabile Defensive: Barca hat erst sieben Treffer kassiert. Im Mittefeld ist die Zeit der filigranen Zauberer erst einmal vorbei; dort regieren nun Spieler wie Paulinho oder Ivan Rakitic. Die Spielzeit von Andres Iniesta wird dabei an dessen fortschreitendes Alter angepasst. Eines blieb aber beim Alten: Der Erfolg der Mannschaft steht und fällt mit der Form Lionel Messis.