Alabas Leistung gegen die Bremer war eher unauffällig, im Spielaufbau hatte man jedoch einige Probleme. Dies lag jedoch weniger an ihm als an seinen... David Alabas Leistung beim 2:0-Sieg gegen den SV Werder Bremen

David Alaba - Bayern München_abseits.atAlabas Leistung gegen die Bremer war eher unauffällig, im Spielaufbau hatte man jedoch einige Probleme. Dies lag jedoch weniger an ihm als an seinen Mitspielern. Woran genau dies lag, und wie Alaba sonst spielte, in der Analyse.

Die erste Halbzeit

Alaba begann als linker Innenverteidiger neben Martinez, im Aufbau spielte man überraschend “normal“, das heißt beide Innenverteidiger fächerten auf, wenn es nötig war kippte Alonso ab. Dies war jedoch nur selten vonnöten, wenngleich der Spanier sich trotzdem gerne immer wieder gerne zurückfallen ließ. Konnten die Bayern sich weiter nach vorne spielen, war Alaba wie meistens sehr auf den Halbraum konzentriert und versuchte auch immer wieder den Pressingwall der Norddeutschen anzudribbeln, um Räume zu öffnen. Dies gelang jedoch in den ersten 20 Minuten nur bedingt, denn die Gäste ließen sich kaum rauslocken. Die Bremer waren sehr konterfokussiert, in den ersten 15 Minuten hatte auch Alaba durchaus mit dem Tempo, mit dem vor allem Junuzovic immer hinter die Bayern-Abwehr vorstieß, zu kämpfen.

Die Gäste wechselten immer wieder zwischem tiefem Abwehrpressing und situativem Angriffspressing, weshalb hier in Drucksituationen Alabas spielerisches Können gefragt war. Diese engen Situationen löste er jedoch immer sehr souverän, mit Neuer hatte er hier auch eine große Hilfe – im Gegensatz zu Alonso. Seine auf die Mitspieler aufgezwungene Dominanz und das konstante, sehr frühe Anbieten wird normalerweise gut aufgefangen durch seine Teamkollegen, die ihm dann ausweichen beziehungsweise seine Bewegungen balancieren. Dies passierte jedoch gegen die Bremer nicht immer, weshalb Junuzovic und Pizarro einige Male Querpässe aufgrund dieser zu engen Aufbaustaffelungen abfingen.

Die zweite Halbzeit

Alaba erzielte in Minute 61 ein Eigentor im Duell mit Bartels, diese Aktion wurde jedoch mit Foul abgepfiffen. Zwar war hatte Bartels durchaus etwas gezogen, Alaba kam hier jedoch mit einem blauen Auge davon. Eine Sekunde davor hatte er das Kopfballduell verloren und musste diese schwierige Situation im Fallen klären. Wenige Sekunden später hielt er Junuzovic im Strafraum ähnlich an der Schulter zurück, wie Bartels ihn zuvor. Die Pfeife blieb stumm, auch hier hatte Alaba Glück. Nach Benatias Einwechslung wechselte Alaba auf die linke Seite, auf der man ihn in letzter Zeit eher selten sah. Hier brachte er im Zusammenspiel mit Ribéry seine Dynamik wieder mehr in Spiel, öffnete durch Läufe viele Räume für den Franzosen, mit dem er sich auch abseits des Platzes sehr gut versteht. Jedoch konnte Alaba in dieser kurzen Zeit keine besonderen Impulse mehr bringen, sodass er auch auf der Linksverteidigerposition eher unauffällig blieb.

Fazit

Alaba war in Halbzeit eins sicher auffälliger als es ihm lieb war. Der Spielaufbau gestaltete sich aufgrund von Staffelungsproblemen schwierig, er konnte eigentlich weder nach vorne dribbeln, noch penetrierende Pässe spielen, weshalb er meist den Ball nur zu Bernat oder Alonso schob. Defensiv hatte er durchaus mit Pizarros Freilaufbewegungen und Junuzovics Dynamik in die Tiefe zu kämpfen, sodass die Leistung Alabas in diesem Spiel eher als mäßig zu bewerten war, wenngleich vor allem offensiv den österreichischen Legionär kaum eine Schuld trifft.

David Goigitzer, abseits.at

David Goigitzer

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