Der Karriereverlauf des mittlerweile 29-jährigen Robert Almer klingt eigentlich vielversprechend. Nach einigen Zwischenstationen und Leihgeschäften, schaffte er 2008 den Sprung in die Kampfmannschaft von... Robert Almer bei Fortuna Düsseldorf auf dem Abstellgleis

Robert Almer (Fortuna Düsseldorf)Der Karriereverlauf des mittlerweile 29-jährigen Robert Almer klingt eigentlich vielversprechend. Nach einigen Zwischenstationen und Leihgeschäften, schaffte er 2008 den Sprung in die Kampfmannschaft von Austria Wien und absolvierte dort in 3 Jahren 21 Spiele. Er kam immer wieder zu sporadischen Einsätzen, der wirkliche Durchbruch blieb ihm aber verwehrt und so wechselte er schließlich 2011 in die 2. deutsche Bundesliga zu Fortuna Düsseldorf, um eine neue Herausforderung zu suchen.

Dort mauserte er sich relativ schnell zum Einsergoalie, machte kaum Fehler und brachte es auch auf 13 Einsätze. Im November 2011 gab er auch sein Debüt für das österreichische Nationalteam und spielte gegen die Ukraine über die volle Distanz. Bereits nach wenigen Spielen wurde Robert Almer – der von Beginn an gute Leistungen zeigte – vom Publikum mit „Robert Almer“ Sprechchören gefeiert.

Verpflichtung von Fabian Giefer als Sargnagel

Es lief also alles nach Plan – viel Spielpraxis und beim Publikum beliebt – und man dachte es kam noch besser für ihn. Düsseldorf schaffte letzte Saison nach zwei enorm spannenden Relegationsspielen gegen Hertha BSC Berlin den viel umjubelten Aufstieg in die Bundesliga. Jeder dachte, dass Almer nun Einsergoalie in der deutschen Bundesliga, der zurzeit wahrscheinlich besten Liga Europas, sein würde. Doch es kam alles anders – Fortuna verpflichtete im Sommer Fabian Giefer von Bayer Leverkusen, ein Riesentalent des deutschen Fußballs, der sofort zur Nummer eins wurde und Almer auf die Ersatzbank verdrängte.

Nummer 1 im Nationalteam ohne Spielpraxis

In der aktuellen Spielzeit schaffte Almer nur einen Kurzeinsatz von elf Minuten, dafür machte ihn der neue Teamchef Marcel Koller zur Nummer Eins im Team und hielt bislang an ihm fest. Almer ließ sich im Team nichts zu Schulden kommen und ist zurzeit vom Leistungsprinzip her auch verdiente Nummer Eins im Team. Teamchef Koller hält ihm die Stange, die Frage ist ob ein Almer ohne Spielpraxis auch dauerhaft Einsergoalie sein kann oder ob er nicht auch dort bald nur ins zweite Glied rücken wird. Im Länderspieldoppel gegen die Faröer und die Iren fehlte er verletzungsbedingt und sein Ersatz Heinz Lindner machte seine Aufgabe gut.

Zukunft von Almer offen

Sein Vertrag bei der Fortuna läuft im Sommer  aus, ein Verbleib über die Saison hinaus ist, aufgrund der geringen Wahrscheinlichkeit bald wieder regelmäßig spielen zu können, eher unwahrscheinlich. Erste Gerüchte, dass Rapid Wien und ein belgischer Verein an ihm dran sind, sind bereits aufgetaucht, wurden aber weder bestätigt noch dementiert.

Almer ist ein starker Goalie, das hat er schon oft unter Beweis gestellt, jetzt kommt eine wichtige Entscheidung auf ihn zu, er ist im besten Tormannalter und braucht Spielpraxis. Denn nur so kann er auch dauerhaft zur Nummer Eins im Team werden…

Martin Sein, abseits.at

Martin Sein

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