Nur noch ein Spiel trennt die Mannschaften vor dem Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Wer darf sich bis Weihnachten über internationalen Fußball... Vorschau zum Europa-League-Playoff 2014/15 – Die Rückspiele

UEFA Europa LeagueNur noch ein Spiel trennt die Mannschaften vor dem Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Wer darf sich bis Weihnachten über internationalen Fußball freuen und wer muss die Segel streichen? abseits.at stellt drei spannende Rückspiele vor.

Omonia Nikosia – Dynamo Moskau

Hinspiel 2:2

Dass es Dynamo Moskau gerne auf die leichte Tour mag, kann man nun wirklich nicht behaupten. Bereits in der dritten Qualifikationsrunde mussten sich die Russen zuhause gegen Hapoel Kiryat Shmona mit einem 1:1 begnügen, ehe sie im Rückspiel in Israel sogar in Rückstand gerieten, die Partie dann aber doch noch gewannen und aufstiegen. Gegen Omonia Nikosia geriet man zuhause sogar zwei Mal in Rückstand und musste den Ausschluss von Aleksandr Kokorin hinnehmen, schlussendlich reichte es noch zu einem Remis. Dabei ist Dynamos Kader mehr als nur hochklassig besetzt, so stürmt etwa Kevin Kuranyi und für das Mittelfeld wurde gerade erst der französische Nationalspieler Mathieu Valbuena verpflichtet.

Noch nie stand Omonia Nikosia in der Gruppenphase eines UEFA-Bewerbs. Zwei Mal scheiterte man auf dem Weg dorthin an Salzburg, nun soll der historische große Wurf aber gelingen. Das wie alle zypriotischen Mannschaften mit Legionären aus aller Herren Länder gespickte Team will sich nicht zuletzt die große Hitze, die in Verbindung mit der hohen Luftfeuchte eine äußerst unangenehme Schwüle ergibt, zunutze machen. Schafft Omonia den Einzug in die Europa League, wird Nikosia jedenfalls zu einer europäischen Fußballhochburg – am Dienstag fixierte Lokalrivale APOEL die Teilnahme an der Champions League.

Astra Giurgiu – Olympique Lyon

Hinspiel 2:1

Bis zur 72. Minute sah es im Hinspiel ganz danach aus, würde sich der große Favorit Lyon durchsetzen. Steed Malbranque hatte die Franzosen in Führung gebracht, doch Astra Giurgiu gelang in der Schlussphase durch Kehinde Fatai und Constantin Budescu ein Doppelschlag, sodass die krassen Underdogs aus Rumänien sensationell gewannen. Gelingt Astra, das erst seit wenigen Jahren in der Stadt Giurgiu beheimatet ist, nachdem sich der Vereinssitz zuvor in Ploiești befand, tatsächlich der Einzug in die Gruppenphase, wäre es naturgemäß der größte internationale Erfolg der Clubgeschichte.

Für Olympique Lyon käme ein Scheitern im Playoff hingegen einer Katastrophe gleich, würde aber den Negativtrend der letzten Jahre prolongieren. Die Gones zählen schon seit geraumer Zeit nicht mehr zur ersten Garde der Ligue 1 und kennen die Champions League, in der sie einst unumstrittener Stammgast waren, nur mehr aus Erzählungen. Mit zwei Niederlagen aus drei Spielen ging zudem der Meisterschaftsstart völlig daneben und erschwerend kommt hinzu, dass das Team von Trainer Hubert Fournier derzeit eine schlimme Verletztenmisere plagt. So fallen unter anderem die absoluten Leistungsträger Maxime Gonalons und Clément Grenier für das Rückspiel aus.

St. Etienne – Karabükspor

Hinspiel 0:1

Mit St. Etienne schickt sich ein weiterer französischer Verein an, bereits in den Playoffs die Segel streichen zu müssen. Die Franzosen unterlagen im Hinspiel bei Karabükspor mit 0:1 und drohen nun wie im Vorjahr die Gruppenphase zu verpassen. Damals scheiterten die Franzosen an Esbjerg, das danach bekanntlich in eine Gruppe mit Salzburg gelost wurde. Immerhin gelang der Saisonstart den Mannen aus dem Stade Geoffroy-Guichard deutlich besser als Lyon, denn es stehen bereits sieben Punkte zu Buche. Zum letzten Mal stand St. Etienne 2008/09 in der Gruppenphase des damaligen UEFA Cups und scheiterte erst im Achtelfinale an Werder Bremen.

Karabükspor nimmt zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte am Europacup teil und darf am internationalen Parkett nur antreten, weil mehrere in der Tabelle besser platzierte Mannschaften wegen Wettmanipulation ausgeschlossen wurden. Die Türken werden von einem alten Bekannten trainiert: der frühere Pasching-Spieler Tolunay Kafkas steht seit 2013 an der Seitenlinie und wird in St. Etienne sicherlich wieder jenes Defensivspiel aufziehen, für das er in der Türkei berühmt ist. Mit Tanju Kayhan und Turgay Bahadir finden sich zudem zwei Spieler mit Österreich-Bezug im Kader.

OoK_PS, abseits.at

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