Die Europa League öffnet wieder ihre Pforten. 76 Vereine stellen sich der ersten von vier Qualifikationsrunden, nach denen die heiß ersehnte Gruppenphase wartet. abseits.at... Vorschau zur 1. Runde der Europa-League-Qualifikation

Europa LeagueDie Europa League öffnet wieder ihre Pforten. 76 Vereine stellen sich der ersten von vier Qualifikationsrunden, nach denen die heiß ersehnte Gruppenphase wartet. abseits.at stellt vier brisante Paarungen vor.

 

Lewski Sofia – Irtysh Pavlodar

Bisher keine direkten Duelle

Der bulgarische Fußball erlebte schon deutlich bessere Zeiten. In der Vorsaison mussten sämtliche im Europacup vertretene Vereine bereits im Juli die Segel streichen, weshalb in der Fünfjahreswertung der Absturz auf Rang 28 erfolgte. Auch Lewski bekleckerte sich nicht mit Ruhm und flog gegen den FK Sarajevo aus der Europa-League-Qualifikation. Trotz der Vizemeisterschaft muss der Renommee-Club daher bereits in der ersten Runde einsteigen und somit viele Strapazen auf sich nehmen. Über 5.000 Kilometer trennen Sofia vom ostkasachischen Pavlodar, das bisher für Gäste ein recht schwieriger Boden war.

Irtysh Pavlodar, ebenfalls Vizemeister, hat fünf kasachische Meisterschaften auf dem Briefkopf stehen, die letzte liegt jedoch bereits zehn Jahre zurück. Der Verein aus der 300.000 Einwohner zählenden Stadt tritt zum vierten Mal im Europacup an. Bei der Europacup-Premiere vor vier Jahren traf man auf Haladás Szombathely und schied nur aufgrund der Auswärtstorregel aus, während es im Folgejahr besser lief und Jagiellonia Białystok aus Polen eliminiert wurde, ehe gegen Metalurgi Rustavi (Georgien) das Aus kam.

 

Crusaders – Rosenborg Trondheim

Letztes Duell: 0:3 und 0:1 (1. Europa-League-Qualifikationsrunde 2012/13)

Sechs Jahre ist es mittlerweile her, dass letztmalig im Lerkendal-Stadion die Champions-League-Hymne erklang. Rosenborg, einstiger Stammgast in der Königsklasse, hat jedoch nicht nur auf internationaler Ebene viel an Glanz eingebüßt, sondern auch national muss der einstige Serienmeister mittlerweile anderen den Vortritt lassen. Die letzten beiden Titel gingen an Molde, derzeit duellieren sich die Schwarz-Weißen von Per Joar Hansen mit Emporkömmling Strømsgodset um die Tabellenführung. Schlussendlich könnte die Titelentscheidung auch davon abhängen, welcher der beiden Clubs früher in Europa ausscheidet und damit mehr Kräfte für die Tippeligaen übrig hat.

Die Crusaders können von solchen Triumphen, wie sie einst Rosenborg feierte, freilich nur träumen, denn den Nordiren gelang es überhaupt noch nie, im Europacup einen Kontrahenten zu eliminieren. Bei der Neuauflage des Vorjahresduells sollte es für die Truppe aus Belfast abermals wenig zu bestellen geben, sodass die internationale Saison nach zwei Spielen einmal mehr ihr Ende finden dürfte. Für den Europacup qualifizierten sich die Crusaders als Vizemeister, auf Champion Cliftonville fehlten schlussendlich acht Punkte.

 

Domzale – Astra Giurgiu

Bisher keine direkten Duelle

Seit mittlerweile zehn Jahren darf sich Domzale über die Zugehörigkeit zum slowenischen Oberhaus freuen und feierte in dieser Zeit zwei Meistertitel sowie einen Cupsieg. Das vielleicht legendärste Match der Vereinsgeschichte trug sich jedoch in der ersten Runde des UEFA Cups 2005/06 zu. Im strömenden Regen rangen die wackeren Slowenen den von Giovanni Trapattoni trainierten VfB Stuttgart mit 1:0 nieder, was nach der 0:2-Hinspielniederlage jedoch nicht zum Aufstieg in die Gruppenphase reichte. Seither kam mit Dinamo Zagreb in der Champions-League-Qualifikation noch zwei Mal ein ähnlich populärer Verein in das beschauliche Örtchen nahe Ljubljana – zu bestellen gab es für die Gastgeber aber auch gegen die Kroaten nichts.

78 Jahre lang war Astra in Ploieşti beheimatet, doch im September 2012 kam es zum großen Paukenschlag und Besitzer Ioan Niculae ordnete die Umsiedelung in seine Heimatstadt Giurgiu an. Auf die sportlichen Leistungen hatte der Standortwechsel jedoch keine negativen Auswirkungen – ganz im Gegenteil -, denn als Vierter erzielte Astra das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte und qualifizierte sich erstmalig für den Europacup. Da das eigene Stadion allerdings nicht den UEFA-Ansprüchen genügt, wird Astra in die National Arena zu Bukarest ausweichen müssen.

 

Chikhura Sachkhere – Vaduz

Bisher keine direkten Duelle

Obwohl schon 1936 gegründet, spielte der georgische Verein Chikhura Sachkhere noch nie im Europacup. 2006/07 gelang erstmalig der Sprung in die höchste Spielklasse, die jedoch als Absteiger prompt wieder verlassen werden musste. In der Vorsaison glückte endlich die Rückkehr ins Oberhaus und am Saisonende stand der gute vierte Platz zu Buche. Getoppt wurde dieser vom Abschneiden im Cup, wo Chikhura bis ins Finale vordrang, dort allerdings Dinamo Tiflis unterlag. Da die Hauptstädter jedoch Meister wurden, genügte die Endspielteilnahme bereits, um erstmalig zu internationalen Ehren zu kommen.

Zum 41. Mal gewann der FC Vaduz in der abgelaufenen Saison den Liechtensteiner Cup und qualifizierte sich damit nach einem Jahr Pause wieder für Europa. In der Meisterschaft stottert der Motor hingegen schon seit einigen Jahren, denn der angestrebte Wiederaufstieg in die höchste schweizerische Spielklasse missglückte mehrfach deutlich, weshalb unter anderem auch der in Österreich bekannte Trainer Eric Orie seinen Posten räumen musste. Vor zwei Jahren, noch unter Regie von Orie, gelang es Vaduz sensationell, den serbischen Vertreter Vojvodina Novi Sad auszuschalten und auch gegen Hapoel Tel-Aviv machte man beim 1:0-Heimsieg eine gute Figur. Gelingt der Aufstieg, kommt der FC Thun in den Rheinpark und versprüht zumindest kurzfristig Erstligaflair.

 

OoK_PS, abseits.at

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