Red Bull Salzburg ist durch, Rapid trachtet nach der letzten Chance auf ein Endspiel in Kiev und die Austria möchte endlich ihr erstes Tor... Wechselhaft bis schwach: Die letzten Wochen der nächsten Europacup-Gegner der Österreicher

FC PortoRed Bull Salzburg ist durch, Rapid trachtet nach der letzten Chance auf ein Endspiel in Kiev und die Austria möchte endlich ihr erstes Tor in der UEFA Champions League erzielen. Aber wie sind die Gegner der österreichischen Mannschaften drauf und wie verliefen die letzten Wochen von Porto, Thun und Elfsborg? abseits.at wirft einen Blick in die Ligen der dieswöchigen Österreich-Gegner.

Porto auf nationaler Ebene unbesiegt, international unter Zugzwang

Im Hinspiel in Wien „passte“ sich der FC Porto zu einem minimalistischen 1:0-Erfolg. Da die Portugiesen derzeit aber nur Dritter in der Champions League Gruppe G sind, muss die Elf zu Hause dringend überzeugen. Niederlagen gab es in der laufenden Saison nur in der Champions League: 0:1 gegen Zenit St.Petersburg, 1:2 gegen Atlético Madrid. In der Liga steht Porto nach zehn Spielen ungeschlagen an der Spitze. Sporting Lissabon und Benfica liegen je einen Punkt hinter den Blau-Weißen.

Doch so richtig sattelfest präsentierte sich Porto nach der Länderspielpause nicht. Gegen den Tabellensechsten Nacional Funchal kam man zu Hause über ein 1:1 nicht hinaus. Den Treffer erzielte Jackson Martínez, der in der Liga bereits achtmal traf. Vielleicht macht aber gerade dieser Mini-Ausrutscher Porto noch bissiger. Trainer Paulo Fonseca machte bereits deutlich: „Eines ist klar: Wenn wir aufsteigen wollen, dann müssen wir gewinnen. Das muss unser einziger Gedanke sein.

Elfsborg kurz vor dem Winterschlaf

Die Situation für Red Bull Salzburg ist sehr angenehm – nicht nur, weil man bereits in der nächsten Runde steht und es für IF Elfsborg um nichts mehr geht: Die Schweden haben außerdem bereits am 3.November die Meisterschaft abgeschlossen. Seitdem spielten die Gelb-Schwarzen nur zwei weitere Pflichtspiele. In der Europa League gab es eine 0:1-Niederlage bei Esbjerg und in der zweiten Runde des schwedischen Cups siegte Elfsborg beim Drittligisten Kristianstad mit 4:0. Die Tore erzielten Marcus Rohdén (2), Simon Hedlund und Jon Jönsson. Das ist aber schon über zwei Wochen her.

Beim Klub aus Boras konzentriert man sich aktuell eher weniger aufs Fußballspielen – eher bereitet man sich beim Sechsten der schwedischen Meisterschaft auf die neue Saison vor. Verteidiger Joackim Jörgensen wechselt etwa mit 1.Jänner 2014 zu Viking Stavanger nach Norwegen. Im Cup wurden vorwiegend junge Spieler eingesetzt. Die Sichtung nach Neuzugängen für die Saison 2014 ist in vollem Gange. Der Nachteil einer Kalenderjahrmeisterschaft…

Thun und das Toreschießen

Rapids Gegner FC Thun bekam es am Samstag mit dem Schweizer Meister zu tun. Zwar gelang Verteidiger Fulvio Sulmoni der 1:0-Führungstreffer für den Thun im St.Jakobs-Park, am Ende hieß es aber 4:1 für Basel. Seit Thun den SK Rapid zu Hause mit 1:0 besiegte, bestritten die Schweizer zwölf Pflichtspiele, von denen nur drei gewonnen wurden (davon eines in der Verlängerung im Schweizer Cup). Somit verlor Thun in der Tabelle ein wenig den Anschluss: Aktuell liegt das Team auf dem sechsten Platz, auf Platz fünf fehlen fünf Punkte. Auf den Relegationsplatz hat man mittlerweile nur noch drei Punkte Vorsprung.

Das Hauptproblem: Thun schießt zu wenige Tore. In den letzten 13 Pflichtspielen erzielten die Rot-Weißen nur zehn  Treffer. Nur beim 2:1-Sieg über den FC Zürich Anfang November erzielte Thun zwei Tore in einem Spiel – ansonsten blieb man minimalistisch. Seit dem ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams ist Berat Sadik der beste Torschütze Thuns. Der bullige Finne mit mazedonischen Wurzeln erzielte drei Tore. Von der Herrlichkeit des zu Saisonbeginn hochgelobten Venezolaners Josef Martínez ist aktuell wenig zu sehen. Der 20-Jährige war in den letzten Wochen zumeist nur Ersatz.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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