Wir analysieren heute in zwei Teilen den heutigen Gegner von Red Bull Salzburg, den schwedischen Meister IF Elfsborg. Wer sind die Schweden? Wer sind... Das ist IF Elfsborg (1): In Schweden seit einigen Jahren prägend, in Europa eine kleine Nummer

Schweden FlaggeWir analysieren heute in zwei Teilen den heutigen Gegner von Red Bull Salzburg, den schwedischen Meister IF Elfsborg. Wer sind die Schweden? Wer sind die gefährlichen Spieler? Wo liegen ihre Schwächen? Zuerst werfen wir aber einen Blick auf den Verein Elfsborg selbst.

 

Name: IF Elfsborg
Voller Name: Idrottsföreningen Elfsborg
Stadt: Boras
Gründungsdatum: 26.Juni 1904
Alter: 109 Jahre
Vereinsfarben: Gelb-Schwarz
Präsident: Bosse Johansson
Trainer: Jörgen Lennartsson
Stadion: Boras Arena
Kapazität: 17.800 Plätze

Erfolge

  • 6 x schwedischer Meister
  • 6 x schwedischer Vizemeister
  • 2 x schwedischer Cupsieger
  • 3 x schwedisches Cupfinale
  • 2 x Sieger im UI-Cup

 

Standing in Schweden

Vor allem in den letzten zehn Jahren prägte Elfsborg das Bild des schwedischen Fußballs durchaus mit. In der Saison 2012 (Schweden spielt nach dem Kalenderjahr) holte die Mannschaft den ersten Titel seit 2006. Dazwischen wurden „Di Gule“, zu Deutsch „die Gelben“, einmal Vizemeister. In der ewigen Bestenliste der schwedischen Allsvenskan liegt das Team auf Platz 6. Rekordmeister ist, mit Respektabstand vor dem IFK Göteborg, Malmö FF.

Aktuell steht das Team von Trainer Jörgen Lennartsson sieben Runden vor Schluss auf dem fünften Platz. Auf den Tabellenführer Malmö FF fehlen aktuell acht Punkte, wonach eine erfolgreiche Titelverteidigung eher unwahrscheinlich ist. Die Heim- und Auswärtsbilanzen zeigen in der laufenden Saison eine ausgeglichene Bilanz. Von zwölf Heimspielen konnte Elfsborg nur die Hälfte gewinnen (6-4-2), auswärts ist man nach elf Spielen völlig ausgeglichen (4-3-4). Das letzte Meisterschaftsspiel gewann Elfsborg gegen den Tabellenneunten Norrköping mit 4:1.

Auffällig ist jedoch, dass Elfsborg auch heuer wieder sehr torgefährlich ist. Derzeit hält man bei 41 erzielten Treffern und weist damit nach Malmö FF (43) und Helsingborg (51) die zweitbeste Offensive auf. In den letzten sieben Jahren belegte Elfsborg immer einen Platz unter den besten vier Teams und erzielte in den 30 Spielen der Allsvenskan maximal 55 Tore (2010). Das ist ein Wert, der mit starken sieben Partien zum Saisonschluss noch gebrochen werden könnte.

Standing in Europa

Für die Gruppenphase der Europa League qualifizierte sich der schwedische Meister in dieser Saison recht souverän. Elfsborg stieg in der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League in den Europacup ein und machte dort mit dem litauischen Meister Daugava kurzen Prozess. Zu Hause gab es einen 7:1-Sieg, auswärts ein glattes 4:0. Endstation war aber schon eine Runde später gegen den schottischen Meister Celtic: Nach einem 0:1 im Celtic-Park, trennte sich Elfsborg zu Hause torlos von den Glasgowern. Somit rutschten die Skandinavier ins Europa League Playoff, wo mit dem FC Nordsjaelland ein Gegner besiegt wurde (1:1 h, 1:0 a), der in der vergangenen Saison in der Königsklasse spielte und immerhin einen Punkt gegen Juventus Turin holen konnte.

In den Jahren davor waren die Elfsborg-Erfolge in Europa überschaubar. 2012/13 setzte man sich in der Europa League Qualifikation gegen Floriana aus Malta (8:0 h, 4:0 a) und Dacia Chisinau aus Moldawien (0:1 a, 2:0 h) durch, verlor aber in der dritten Runde gegen den dänischen Vertreter Horsens (1:1 a, 2:3 h). Ein Jahr davor dasselbe Prozedere: Recht lockeres Weiterkommen gegen Fola aus Luxemburg (4:0 h, 1:1 a) und Suduva Marijampole aus Litauen (1:1 a, 3:0 h), danach das etwas blamable Ausscheiden gegen den norwegischen Klub Aalesund (0:4 a, 1:1 h).

Den letzten großen Achtungserfolg erreichte Elfsborg in der Europacupsaison 2009/10, als man Sporting Braga souverän aus der Europa League Qualifikation warf (2:1 a, 2:0 h). Seitdem schied das Team zweimal gegen italienische Topvereine, Lazio und Napoli, aus.

Die letzte Gruppenphase erreichte Elfsborg in der Saison 2007/08. In der Champions League Qualifikation scheiterte man zwar klar am FC Valencia, im Playoff wurde aber etwas überraschend Dinamo Bukarest dank der Auswärtstorregel besiegt. Die Gruppenphase hatte für Elfsborg aber einen Nachteil, der ihnen auch heuer blüht: Wenn’s so richtig losgeht, ist in Schweden bereits die Meisterschaft vorbei. Das erste Spiel zu Hause gegen AEK Athen (1:1) erlebte man noch im heimischen Meisterschaftsbetrieb. Als die Ligasaison aber vorbei war, setzte es empfindliche Niederlagen in Florenz (1:6), Villarreal (0:2) und zu Hause gegen Mlada Boleslav aus Tschechien (1:3).

Transfererlöse

Immer wieder konnte Elfsborg Talente ins Ausland verkaufen und kassierte dafür respektable Ablösesummen. Dies sind die interessantesten Exporte der letzten zehn Jahre:

  • 2010: Emir Bajrami zum FC Twente Enschede um 3.500.000 Euro
  • 2012: Oscar Hiljemark zu PSV Eindhoven um 2.200.000 Euro
  • 2010: Denni Avdic zu Werder Bremen um 2.200.000 Euro
  • 2007: Jon Jönsson zum FC Toulouse um 1.600.000 Euro
  • 2007: Samuel Holmén zu Bröndby IF um 1.500.000 Euro
  • 2008: Johan Wiland zum FC Kopenhagen um 1.000.000 Euro

 

Hier geht’s zum zweiten Teil unserer Analyse über IF Elfsborg – wir analysieren Taktik, Spielweise und Spieler!

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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