In den ersten beiden Teilen unseres Thun-Spezials nahmen wir den Verein und die Spielweise des Schweizer Superligisten unter die Lupe. Nun widmen wir uns... Das ist der FC Thun (3): Mannschaft ohne Stars, aber mit zahlreichen guten Spielern!

Schweiz FlaggeIn den ersten beiden Teilen unseres Thun-Spezials nahmen wir den Verein und die Spielweise des Schweizer Superligisten unter die Lupe. Nun widmen wir uns unserer „Königsdisziplin“ und beschrieben jeden Spieler des Thun-Kaders.

Der Torhüter

Der Schweizer Guillaume Faivre (26) ist für Schweizer Verhältnisse ein durchschnittlicher Torhüter. Er ist gut auf der Linie, bei Flanken und beim allgemeinen Herauskommen aber zögerlich und nicht immer Herr seines Strafraums. Andererseits ist er immer wieder für einen gehaltenen Elfmeter gut und denkt nach parierten Bällen sehr schnell offensiv, wodurch er immer wieder Gegenangriffe seiner Mannschaft einleitet.

Die Alternativen sind mit David Moser (24) und Francesco Ruberto (20) zwei Keeper, die derzeit keine Chancen auf einen Platz im Team haben, obwohl Moser zu Beginn der Saison fünf Pflichtspielen im Kasten stand.

Die verletzten Innenverteidiger

Zwei Innenverteidiger fallen noch längere Zeit aus. Einer von ihnen heißt Nicolas Schindelholz. Der 25-Jährige pendelte in den letzten vier Saisonen beim FC Thun immer wieder zwischen Platz und Bank und laboriert aktuell an einem Muskelbündelriss, der ihn wohl noch bis Ende Oktober zum Zusehen zwingt. Allgemein ist Schindelholz ein verletzungsanfälliger Spieler, was sicher auch mit seinem knallharten Spielstil zu tun hat. Der Abwehrspieler gilt als Eisenfuß, der keinen Zweikampf scheut, aber wohl auch nie ein Edeltechniker wird. Schindelholz wäre – sofern fit – mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gesetzt gewesen.

Den zweiten Ausfall musste Thun in der Anfangsphase des Spiels gegen den BK Häcken in der Europa League Qualifikation hinnehmen. Lukas Schenkel kam vor der Saison von Bellinzona und sollte zum Chef in der Thuner Abwehr werden. Der 29-Jährige, der zuvor unter anderem in St.Gallen und bei den Young Boys Bern spielte, kickte als Nachwuchsspieler bereits für Thun und leidet aktuell an einem Außenbandriss. Auch Schenkel ist damit erst fürs Rückspiel in Wien ein Kandidat.

Die gesunden Innenverteidiger

Der Abwehrchef ist aufgrund der Ausfälle aktuell Fulvio Sulmoni. Der 27-jährige Schweizer kam vor der Saison leihweise von Bellinzona und ist momentan als Innenverteidiger gesetzt. Noch kann man einige Abstimmungsprobleme zwischen ihm und seinem Kollegen in der Innenverteidigung beobachten, aber insgesamt spielt Sulmoni diszipliniert und ruhig im Zweikampf. Allerdings hat er bei einer Körpergröße von nur 181cm phasenweise Probleme mit körperlich überlegenen Gegenspielern.

Sulmonis angesprochener Kollege ist Michael Siegfried. Der 188cm große Defensivmann ist eigentlich defensiver Mittelfeldspieler und rutscht nur wegen der Verletzungssorgen von Trainer Urs Fischer in die Abwehr. Siegfried kommt aus dem Nachwuchs von Thun, ist aber mittlerweile 25 Jahre alt und war noch nie Stammspieler beim Schweizer Superligisten. In der Liga absolvierte Siegfried in über vier Jahren nur 22 Spiele. Dies hängt aber auch damit zusammen, dass er in jüngeren Jahren schon zwei Kreuzbandrisse erlitt. Siegfried ist der bessere Techniker bzw. Aufbauspieler als Sulmoni, dafür aber weniger agil, anfälliger auf Stellungsfehler und nicht so kampfstark. Siegfried merkt man an, dass die Innenverteidigung nicht sein Naturell ist.

Möglicherweise kann Urs Fischer dafür wieder auf Thomas Reinmann zurückgreifen. Der 30-jährige erlitt Anfang August einen Muskelfaserriss, nachdem er zuvor in allen Partien von Beginn an dabei war. Der Glatzkopf spielt seit 2009 bei Thun, war nur in der Vorsaison fester Stammspieler. Reinmann gilt als sehr fehleranfällig und wird immer wieder von wendigen Offensivspielern schwindelig gespielt. Trotz seiner geringen Größe von 175cm gilt er dafür als guter Kopfballspieler, der mit allen Mätzchen arbeitet. Ob er bereits im Hinspiel gegen Rapid mitmischen kann, dürfte spontan entschieden werden. Seit dem 8. August stand er nicht mehr auf dem Platz.

Die rechte Verteidigung

Rechts ist der Eigenbauspieler Benjamin Lüthi gesetzt. Der 24-jährige entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem heimlichen Star im Team und überzeugt vor allem durch seinen ausgeprägten Offensivdrang, dynamische Spielweise und gute Flanken. In den bisherigen 14 Pflichtspielen der laufenden Saison erzielte er einen Treffer und bereitete vier vor. Lüthi schießt außerdem gute Freistöße und flankt sowohl von der Grundlinie, als auch aus dem Halbfeld. Seine Fehler findet man im Defensivspiel, wo er speziell das Konzept des passiven Flügels manchmal falsch interpretiert und Gegenspieler hinter sich „vergisst“, wenn der Gegner das Spiel auf die rechte Offensivseite verlagert.

Die linke Verteidigung

Auch der linke Verteidiger ist kein Schlechter: Der Italiener Enrico Schrinzi weist heuer ähnliche Statistiken auf wie Lüthi: Ein Tor und drei Assists in zwölf Partien. Der 28-Jährige spielt etwas länger als drei Jahre in Thun und ist defensiv stärker als Lüthi. Außerdem ist Schrinzi ein gefährlicher Distanzschütze, der auch mal gerne ein paar Meter nach innen zieht und auch aus großer Distanz den Abschluss mit seinem starken linken Fuß sucht. Probleme hat Schrinzi aber mit der Schnittstelle zu seinem Innenverteidiger, wenn der Gegner über seine Seite angreift. Schnell vorgetragene Angriffe mit einem Pass zwischen Schrinzi und den nächsten Verteidiger hebeln Thun immer wieder aus.

Junge Alternativen für die Außenverteidigung

David Frey (22) spielte schon im Nachwuchs für den FC Thun, danach zwischendurch für die B-Elf der Young Boys Bern und mittlerweile wieder seit einem Jahr in Thun. Er ist Rechtsverteidiger und hat größere Chancen auf einen Einsatz als Kevin Bigler (20), der ebenfalls mit Vorliebe auf der rechten Seite spielt. Große Chancen auf Einsätze haben die beiden aber nicht.

Der Sechser

Im defensiven Mittelfeld ist der Muskelmann gesetzt: Dennis Hediger ist der aktuelle Kapitän des FC Thun und ein körperlich unglaublich starker Spieler. Er wird auch als „Mann mit den drei Lungen“ bezeichnet und beackert die defensive Zentrale. Liest man Interviews mit dem 26-jährigen Schweizer, erfährt man, dass er ein leidenschaftlicher Trainierer ist und sein Programm fast schon in Richtung Bodybuilding geht. Alkohol ist tabu und nicht nur auf dem Platz ist Hediger einer, der vorneweg geht. Auch wenn er kein herausragender Techniker ist, spielt er seinen Part auf der Sechserposition solide und nimmt eine Vorbildrolle ein. Das Spiel des Kapitäns lebt von seiner Laufstärke, Kampfkraft und Schnelligkeit auf den ersten Metern.

Ein möglicher Ersatzmann für Hediger wäre der 34-jährige Roland Bättig. Abgesehen davon, dass der Routinier den Kapitän nie und nimmer aus der Mannschaft spielen würde, fällt Bättig aber auch noch mit einem Kreuzbandriss bis zum Ende des Jahres aus.

Das zentrale und offensive Mittelfeld

Bisher waren die Positionen in der Elf des FC Thun klar vergeben. Nun wird es etwas kniffliger. Ziemlich ungefährdet ist der Einsatz des Ivorers Sekou Sanogo auf der Achterposition. Der 24-Jährige ist ein kräftiger Spieler, der Box-to-Box spielen kann und sein Spiel sehr direkt anlegt, sich immer nach vorne orientiert. Theoretisch könnte Sanogo aber auch als klassischer Sechser eingesetzt werden. Er ist athletisch, gut im Passspiel und auch bei Standards durch Kopfbälle gefährlich. Im Umschaltspiel von Offensive auf Defensive macht Sanogo aber immer wieder Fehler. Allgemein begeht der Afrikaner etwas zu viele Fouls und gilt zudem als richtiger Heißsporn, der sich auch schon mal zu einer Tätlichkeit oder unüberlegten Aktionen hinreißen lässt.

Höchstwahrscheinlich wird auf der etatmäßigen Zehnerposition Luca Zuffi auflaufen. Der 23-jährige Schweizer ist eher ein filigraner Spieler, der aber den Vorteil hat, intelligent nach hinten zu arbeiten, wodurch er eher wie ein weiterer Achter anmutet. Zuffi war in den letzten Monaten der Senkrechtstarter und fühlt sich unter Trainer Urs Fischer sehr wohl. Auch der ehemalige Juniorenteamspieler der Schweiz hatte in jungen Jahren großes Verletzungspech, riss sich zum Beispiel mit 19 Jahren das Kreuzband. Das Kicken hat der Sohn eines Kickers und Bruder zweier weiterer Kicker aber im Blut. Der schnelle Mittelfeldspieler schießt bei Thun zahlreiche Freistöße und Ecken, wobei er sich aber mit Lüthi und Salamand – auf den wir später noch zu sprechen kommen – abwechselt. Im Europacup erzielte Zuffi heuer schon drei Tore: Beide beim 2:1-Sieg in Häcken und einen beim 3:0 über Partizan.

Der 26-jährige Serbe Milos Krstic könnte ebenfalls im offensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen, sieht aktuell unter Urs Fischer aber kein Land. Nach einer Innenbandverletzung, die ihn bis Anfang September außer Gefecht setzte, ist er aktuell noch rekonvaleszent. Im Matchkader sollte er im Hinspiel zwar schon stehen, aber ein Einsatz ist noch fraglich. In seinen 15 Monaten bei Thun war Krstic nie dauerhaft Stammspieler.

Ähnlich verhält es sich mit dem Franzosen Mathieu Salamand, der auch nie über längere Zeit Fuß fassen konnte, aber noch eher ein Zünglein an der Waage sein könnte als Krstic. Der 22-Jährige ist seit Sommer 2010 in der Schweiz, spielte zuvor im Nachwuchs von Olympique Lyon. Salamand kann als offensiver Mittelfeldspieler oder als Linksaußen eingesetzt werden, tut sich aber schwer ins Team zu finden, auch weil Thun die Außenpositionen zuletzt verstärkte. Wenn er gebracht wird, strahlt er aber durchaus Gefahr aus. Er ist kein besonders dynamischer Spieler, dafür aber mit guter Technik ausgestattet.

Der wirklich Interessante

Vor der Saison kam der 20-jährige Venezolaner Josef Martínez leihweise von den Young Boys Bern nach Thun. In 1 ½ Jahren davor kam der junge Südamerikaner bei „YB“ nur zu wenigen Einsätzen. Im venezolanischen Nationalteam bekam er aber schon seine ersten Chancen und traf in elf Spielen zweimal. Martínez kann als Stürmer, offensiver Mittelfeldspieler oder Linksaußen eingesetzt werden. Bei Thun spielte er auf letzteren beiden Positionen. Wenn er als Zehner gebracht wird, wirkt er eher wie eine Halbspitze.

Es ist wahrscheinlicher, dass Martínez Andreas Wittwer als Linksaußen verdrängen wird. Die 170cm kleine Leihgabe zeigte in der laufenden Saison bereits kräftig auf: In der Liga spielte er nur fünfmal von Beginn an, wurde zweimal eingewechselt, traf aber trotzdem schon sechsmal ins Schwarze. Martínez hat einen tiefen Schwerpunkt, wirkt ein bisschen bullig, ist aber in Eins-gegen-Eins-Duellen mit Gegenspielern sehr stark und kommt an seinen Gegenspielern immer wieder mit eleganten Dribblings vorbei. Er ist als Linksaußen zu erwarten und dürfte daher gegen Trimmel spielen. Die Kombination aus dem defensiv nicht sattelfesten Martínez und dem ausgewogenen Außenverteidiger Schrinzi könnte ein Trumpf im Spiel der Thuner sein.

Der linke Flügel

Andreas Wittwer ist Eigenbauspieler, seit 2008 in der Thuner Kampfmannschaft und nun offenbar ein Opfer des Martínez-Leihgeschäfts. Da Zuffi stärker wird und Martínez wie am Fließband trifft, läuft Wittwer nun Gefahr seinen Platz im Team zu verlieren. Was für den 22-Jährigen spricht ist seine Flexibilität: Er kann auch als linker Verteidiger eingesetzt werden und ist somit das Backup für Enrico Schrinzi. Auch als rechter Mittelfeldspieler kann Wittwer eingesetzt werden. Dass er im vergangenen Cupspiel gegen Locarno (3:0) durchspielte, während Martínez nach zwei Länderspieleinsätzen für Venezuela über 90 Minuten geschont wurde, spricht eher dafür, dass er gegen Rapid nicht spielen wird – auch wenn er in Locarno zum 1:0 traf.

Der rechte Flügel

Erst kurz vor Ende der Transferzeit wechselte der 25-jährige Christian Schneuwly von den Young Boys Bern zum FC Thun. Der Bruder von Marco Schneuwly (mehr zu ihm später) hatte in den letzten Monaten und Jahren immer wieder mit Verletzungen in Knie und Knöchel zu kämpfen, gilt aber als talentierter Fußballer, der auch am linken Flügel und im zentralen offensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann. Schneuwly ist ein dynamischer Spieler, der in jedem Zweikampf Gas gibt und Zug zum Tor beweist. Noch befindet sich der Offensivspieler in einer Eingewöhnungsphase und spielte noch in keinem der sechs Pflichtspiele durch. Seine dynamische und zugleich flexible Spielweise eröffnet Thun jedoch neue Möglichkeiten – auch weil Christian perfekt mit seinem Bruder Marco zusammenspielt, der ihm immer wieder aus der Spitze entgegenkommt. Die Passsicherheit zwischen den beiden Schneuwly-Brüdern wurde speziell nach der Partizan-Heimpartie hochgelobt. Christian Schneuwly dürfte noch kein Kandidat für 90 Minuten sein, wird sich aber auspumpen so gut es geht und dann vom Platz genommen werden.

Keine Chance auf 90 Minuten hat der Brasilianer Cássio Horta, der im Sommer 2012 aus Bosnien ins Berner Oberland wechselte. Schon letztes Jahr spielte er nur eine untergeordnete Rolle, heuer ist der 23-Jährige näher an der ersten Elf, wirkt aber weiterhin nicht austrainiert. Der Südamerikaner ist 172cm groß, kann als Rechtsaußen und Stürmer eingesetzt werden und gilt als verspielt. Ebenso wie einige seiner Kollegen vergibt Cássio noch zu viele Chancen. Er ist wohl der Ersatzmann für Schneuwly, wobei auch eine umgekehrte Variante mit Schneuwly als Ersatzmann für Cássio denkbar ist, was für Rapid „angenehmer“ wäre. Auch weil Cássio defensiv klar schwächer ist als der Schweizer. Cássio ist einer der Spieler, die Pässe hinter der Abwehr empfangen könnten – ebenso wie Martínez, Marco Schneuwly und Zuffi.

Für einen Helden aus der Champions-League-Zeit dürfte heuer nicht mehr wirklich Platz sein: Der in der Schweiz geborene Portugiese Nelson Ferreira (31) hat unter Urs Fischer nur noch sporadisch ein Startleiberl und hatte zudem zuletzt mit Blessuren zu kämpfen. Aktuell ist Ferreira mit Rückenproblemen out und könnte demnach auch noch im ersten Spiel gegen Rapid fehlen. Doch selbst wenn er fit ist, dürfte er momentan nicht erste Wahl sein. Zwar spielte er im letzten Ligaspiel gegen Lausanne (4:1) am linken Flügel (!) durch, jedoch spielten damals Zuffi, Wittwer und auch beide Schneuwly-Brüder nicht von Beginn an. Ferreira verletzte sich zudem NACH dem Spiel gegen Lausanne am Rücken.

Der Angriff

Der Einserstürmer des FC Thun ist der ältere Bruder von Christian Schneuwly: Marco Schneuwly. Er ist 28 Jahre alt, 183cm groß und lebt von seiner körperlichen Präsenz. Schneuwly ist ein richtiger Bulle, ein hart arbeitender Motor und für einen Stürmer mit großem Aktionsradius ausgestattet. Neben seinen körperlichen Fähigkeiten sticht auch seine Schnelligkeit ohne Ball auf den ersten Metern ins Auge. In der laufenden Saison erzielte Schneuwly in 13 Spielen drei Tore und legte drei weitere auf. Er wirft sich stets mit allem was er hat in seine Zweikämpfe und orientiert sich in den Fünfmeterraum, wenn seine Mannschaft über die Flügel kommt. Gleichzeitig ist er aber auch ein harter Arbeiter in der Etappe und insgesamt sehr wertvoll für den FC Thun.

Sein Ersatzmann ist ein Finne mit mazedonischen Wurzeln: Berat Sadik ist 27 Jahre alt, mit 191cm der größte Spieler im Team und dennoch kein typischer Strafraumstürmer. Auch Sadik arbeitet gut in der zweiten Reihe, lässt sich immer wieder auf die Seiten fallen und hat trotzdem seine wahren Stärken im Strafraum. Sadik kam im Jänner zu Thun und konnte bisher noch nicht wirklich Fuß fassen. Von einem Stammplatz ist er noch ein wenig entfernt, auch weil Marco Schneuwly weiterhin konstant gut spielt. Der ehemalige HJK-Helsinki-Torjäger ist aber ein Spieler, den man ruhigen Gewissens in einer Schlussphase einwechseln kann, wenn man Kopfballstärke benötigt. Vor dem Tor ist Sadik etwas zu hektisch und vergibt viele Torchancen.

FC Thun - Mögliche Aufstellung

Fazit

Rapid bekommt es mit einem Gegner zu tun, der stärker ist, als er auf den ersten Blick aussieht. Gerade in Spielen mit größerer Kulisse läuft Thun immer wieder zur Hochform auf. Das Team ist homogen, verfügt über einige tolle Sportsmänner mit guter Einstellung und wird unter keinen Umständen aufgeben. Es ist gut möglich, dass Rapids Erfolg mit unmodernen Mitteln zu erreichen ist: Hohe Bälle, Forcieren von Standards, Kombinationen durch die Mitte, das Suchen und Finden von Schnittstellen auf zentralen Positionen. Da Thun sehr direkt spielt und sich immer wieder viele Torchancen herausspielt, ist aber auch eine gesunde Mischung aus Kontrolle im Mittelfeld und Konter womöglich ein erfolgreiches Mittel für den SK Rapid. Nichts desto trotz hat Rapid die besseren Einzelspieler und steht Thun auch als Mannschaft um nichts nach. Zumindest vier Punkte sollten gegen den aktuellen Sechsten der Schweizer Meisterschaft also drin sein!

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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