Spanien ist auch im europäischen Nachwuchsfußball das Maß aller Dinge! Die U19-Auswahl der Iberer holte sich mit einem 1:0-Erfolg über Griechenland den Europameistertitel –... Gerard Deulofeu und Jese Rodriguez machen’s möglich – Spanien ist U19-Europameister!

Spanien ist auch im europäischen Nachwuchsfußball das Maß aller Dinge! Die U19-Auswahl der Iberer holte sich mit einem 1:0-Erfolg über Griechenland den Europameistertitel – und das völlig zu Recht. Mit Ausnahme des packenden 3:3 gegen Portugal, bei dem Joao Mario in der Schlussminute per Elfmeter den Ausgleich für die Portugiesen erzielte, gewann Spanien bei der EM all seine Spiele – auch wenn im Halbfinale gegen Frankreich das Elfmeterschießen herhalten musste.

Im Endspiel gegen Griechenland, das Spanien bereits im Eröffnungsspiel mit 2:1 besiegen konnte, waren die Fronten bereits nach wenigen Minuten klar verteilt. Griechenland versuchte kompakt zu stehen, Spanien machte das Spiel. Die Hoffnung der Griechen waren zweifelsohne schnelle Konter: Spielmacher Katidis gilt als technisch versierter Spieler, der den Ball gut auf die Flügel verteilen kann. Von den schnellen Flügeln Gianniotas und Mavrias erhoffte man sich zielgerichtete Vorstöße, auch weil die spanischen Außenverteidiger Grimaldo und Joni einen so hohen Schwerpunkt haben, dass sich hinter ihnen Räume bilden müssten.

Hohes Pressing der spanischen Verteidiger

Aber Spanien erstickte die Hoffnungen der Griechen im Keim und spielte sehr hohes, nahezu perfektes Pressing. Die Mittelfeldspieler und die Innenverteidiger Ramalho und Osede setzten die Griechen – so diese ansatzweise zum Kontern kamen – bereits an der Mittellinie unter Druck. Solospitze Diamantakos konnte sich nie entscheidend hinter die spanischen Abwehrreihen bewegen und so eroberte die spanische Hintermannschaft Ball um Ball, hatte keine Schwierigkeiten Konter in sofortige Gegenkonter zu verwandeln.

Auch Griechenland defensiv solide

Trotzdem dauerte es knapp 80 Minuten bis Spanien das goldene Tor zum EM-Titel erzielte, denn auch Griechenland spielte defensiv eine gute Partie. Angeführt vom bärenstarken Außenverteidiger Stafylidis, an dem Manchester City interessiert sein soll, spielte die Viererkette der Griechen eine rustikale, aber blitzsaubere Partie. Wenn es in der Zentrale gefährlich wurde, war stets das Bein von Kourmpelis oder Bougaidis, der als „kämpfender Innenverteidiger“ hölzern wirkt, aber so gut wie keine Fehler macht, dazwischen.

Teilweise schlampige spanische Flügel

Im defensiven Mittelfeld der Griechen wirkten Ballas und der diesmal stärker zurückgezogene Fourlanos etwas überfordert und ließen sich vor allem vom bärenstarken Oliver Torres immer wieder austanzen. Auch Suso und Campaña, die „defensiveren“ Mittelfeldspieler der Spanier, spielten präzise und gute Partien und so konnten es sich die spanischen Flügel immer wieder leisten, zu verspielt zu Werke zu gehen. Der Star des Turniers, Barca-Youngster Gerard Deulofeu, lief sich nicht selten fest oder wählte seinen Aktionsabschluss zu kompliziert, auch Jese Rodriguez auf der anderen Seite spielte zum Teil zu unpräzise.

Die beiden Besten sorgen für das 1:0

Dennoch war es eine Koproduktion des besten Spielers des Turniers mit dem besten Torschützen des Turniers, der Spanien den Titel brachte. Deulofeu suchte einmal nicht den Weg zur Grundlinie, sondern zog diagonal zur Mitte und überraschte damit die gestaffelte griechische Viererkette. Jese Rodriguez läuft gegendiagonal perfekt hinter die Abwehr, erhält einen genauen Lochpass von Deulofeu und netzt mit seinem fünften Turniertor zum 1:0 ein. Ein verhinderbares Tor kurz vor Spielschluss – denn vier von fünf Toren des Real-Madrid-Offensivmannes fielen nach demselben Muster, wurden sogar ins selbe Eck abgeschlossen…

Rosige Zukunft in Rot-Gelb

Spanien holt sich damit auf U19-Ebene den sechsten EM-Titel und darf sich schon jetzt auf die Zukunft von Spielern wie Deulofeu, Jese Rodriguez, Torres, Grimaldo oder Osede freuen. Die spanische Vorherrschaft im europäischen Fußball dürfte andauern!

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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