Von Eindhoven bis in die Türkei spielen diese Kicker. Allesamt sind noch recht jung und konnten in dem einen oder anderen Spiel schon andeuten,... ÖFB-Legionäre, die sich durchbeißen müssen

Von Eindhoven bis in die Türkei spielen diese Kicker. Allesamt sind noch recht jung und konnten in dem einen oder anderen Spiel schon andeuten, dass Potential vorhanden ist. Aus verschiedenen Gründen sind sie nicht für das Team interessant.

Tanju Kayhan – Besiktas

Der neue Trainer Saymet Aybaba setzt nicht mehr auf den 23-jährigen Außenverteidiger. Eine Leihe kam im August nicht zu Stande, weswegen sich Kayhan nun beim Zweitteam der Istanbuler verdingen muss. Es wird sich im Winter weisen, wohin die Reise geht, immerhin blätterte Besiktas vor einem Jahr auch eine nette Ablösesumme für den Mann, der rechts und

links hinten spielen kann, hin.

Daniel Royer – 1. FC Köln

Der von Hannover 96 in die Domstadt verliehene offensive Außenbahnspieler ist derzeit so etwas wie die Nummer 15 im Kader. In acht von neun Saisonspielen wirkte Royer mit, kam vier Mal von der Bank und wurde vier Mal ausgewechselt. Allerdings liegen die Kölner auf dem enttäuschenden 13. Rang der zweiten Bundesliga und mit Toren oder Assists kann der Schladminger noch nicht aufwarten. Bis Juni kann er sich noch für seinen Stammklub, wo er einen Vertrag bis 2015 besitzt, beweisen, es muss aber mehr von ihm kommen.

Atdhe Nuhiu – Eskisehirspor

Der baumlange Stürmer beißt sich rein. In der Europa-League-Qualifikation traf er sogar beim 1:1 gegen Olympique Marseille. In den bisherigen sieben Süperlig-Spielen seines Vereins nahm er zwei Mal auf der Bank Platz, begann die anderen fünf Spiele. Wie bei so vielen Stürmern muss er mit Zählbarem überzeugen. Das Pflaster in Eskisehirspor ist dabei sicherlich auch ein Gutes, der Verein liegt im Tabellenmittelfeld, konnte am Wochenende auswärts Galatasaray sogar einen Punkt abluchsen.

Marcel Ritzmaier – PSV Eindhoven

Mittlerweile schafft es der 19-Jährige regelmäßig in den Kader des niederländischen Traditionsklubs, vier Mal durfte er mitwirken. Beim 9:0 in der Europa-League-Qualifikation gegen FK Zeta Golubovac leistete er darüber hinaus sogar eine Torvorlage zum 8:0. Etwas ärgerlich ist möglicherweise, dass er in der ersten Mannschaft nicht als Mittelfeldspieler zum Zug kommt, sondern als linker Verteidiger. Und das hauptsächlich, da sich die Konkurrenz verletzt hat. Dennoch baut man in Eindhoven auf den jungen Österreicher und er wird es verschmerzen, nicht auf seiner Lieblingsposition eingesetzt zu werden. Schließlich zählen für junge Kicker nur Spiele, Spiele und nochmals Spiele.

Kevin Wimmer – 1. FC Köln

Wer hätte das gedacht? Der erst 19-jährige Welser spielte gleich die ersten vier Ligaspiele für die Kölner von Beginn an. Da es aus diesen Spielen aber nur ein mageres Pünktchen gab, landete er auf der Bank. Köln kommt langsam wieder in die Spur, nach dem ersten Saisonsieg gegen den FSV Frankfurt spielte das Innenverteidigertalent gegen Paderborn und Dynamo Dresden wieder durch. Eine positive Anfangsphase beim Auslandsabenteuer. Geht es so weiter, wird Wimmer bald zum Stamminventar der Domstädter gehören. Und ganz normal ist es auch nicht, dass ein so junger Spieler bei einem so bekannten Klub viel spielt. Dass er Qualität hat, bewies er letztes Jahr schon beim LASK.

Kevin Stöger – VfB Stuttgart

Einmal schaffte es der offensive Mittelfeldspieler in den Bundesligakader, bei der 0:3-Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim am fünften Spieltag. Ansonsten heißt der Alltag noch dritte Liga, so weit wie sein gleichaltriger Kollege Raphael Holzhauser ist Stöger noch nicht. Doch die Fans lechzen nach Eigengewächsen, weswegen er in dieser Saison wohl zu ein paar Auftritten in der Bundesliga kommen wird.

Manuel Sutter – FC St. Gallen

Er tastet sich in der Ostschweiz immer näher an die erste Mannschaft ran, kam zu Beginn der Saison zumeist in der Schlussphase von der Bank. Zwischendurch kam Sutter auch in der zweiten Mannschaft des Super-League-Aufsteigers zum Zug. Im Cup traf er in der ersten Runde sogar gegen den FC Altstetten beim 7:0 einmal. Einfach ist es nicht, beim Klub des Sportdirektors Heinz Peischl, aber mit 21 Jahren ist es bei einem Aufsteiger nur dann leicht, wenn man Topleistungen bringt. Diese ist Sutter bis jetzt noch schuldig geblieben.

Wer jung im Profikader steht, muss noch lange keine ausgedehnte Karriere hinlegen. Das Beispiel von Tanju Kayhan beweist das. Wichtig ist, dass die Kicker auf ihre Einsatzminuten kommen und dann dran bleiben.

Georg Sander, abseits.at

Georg Sander

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