Bei Real Madrid wird in der kommenden Saison kaum ein Stein auf dem anderen bleiben. Nachdem die Königlichen in den letzten Jahren für ihre... Teure Einkäufe und bis zu 16 Abgänge: Der Transfer-Wahnsinn bei Real Madrid

Bei Real Madrid wird in der kommenden Saison kaum ein Stein auf dem anderen bleiben. Nachdem die Königlichen in den letzten Jahren für ihre Verhältnisse am Transfermarkt relativ zurückhaltend agierten, wird diesen Sommer tief in die Klubkasse gegriffen, da man in sportlicher Hinsicht zuletzt unter den hohen Erwartungen blieb. In den vergangenen beiden Jahren schloss man die heimische Meisterschaft jeweils nur an dritter Stelle ab und musste dabei nicht nur dem FC Barcelona, sondern auch Lokalrivalen Atletico den Vorrang lassen. Damit dies nicht noch einmal passiert will man Trainer Zidane sämtliche Wünsche erfüllen.

Wer bisher verpflichtet wurde

Eden Hazard kam für rund 100 Millionen vom Chelsea FC und die Frankfurter Eintracht erhielt ein großzügiges Schmerzensgeld in Höhe von 60 Millionen Euro für Stürmer Luka Jovic. Nebenbei wurden außerdem Lyon-Linksverteidiger Ferland Mendy und Porto-Innenverteidiger Éder Militão für jeweils rund 50 Millionen Euro verpflichtet. Santos-Talent Rodrygo war ein wenig günstiger, denn der 18-jährige Linksaußen ist mit einer Ablöse von 45 Millionen Euro bisher das „günstigste Schnäppchen“.

Zidanes großer Wunsch

Coach Zidane hat aber noch weitere Wünsche an die Geschäftsführung, die nicht einfach zu erfüllen sein werden. Der absolute Wunschspieler des 46-jährigen Trainers ist Paul Pogba, der allerdings noch bis Sommer 2021 bei Manchester United unter Vertrag steht. In Madrid will man dem Coach Christian Eriksen als Alternative schmackhaft machen, doch Zidane will unbedingt den United-Mittelfeldspieler in seinen Reihen sehen. Paul Pogba gelang es in den vergangenen Monaten nur selten sein volles Potential auszuspielen und er ist sicher niemand, der eine am Boden liegende Mannschaft mitreißen kann. Der 26-Jährige hat aber nach wie vor ein irres Potential und Zidanes Hoffnung ist, dass er in einer funktionierenden Mannschaft eine Leistungsexplosion haben wird. Bei Hazards Vorstellung waren zudem von den Rängen Sprechchöre zu hören, die Kylian Mbappé als Verpflichtung forderten. Paris Saint-Germain hat aber allen Anschein nach nicht vor sich für etwaige Verhandlungen zusammenzusetzen.

Ein Haufen Leihspieler

Neben den oben erwähnten Neuzugängen kommen allerdings zahlreiche weitere Spieler hinzu, bei denen der Leihvertrag ausläuft. Insgesamt acht Akteure stehen auf diese Weise wieder bei Real unter Vertrag, wobei man davon ausgehen kann, dass die wenigsten einen Platz in der Kampfmannschaft bekommen werden. Neben unbekannteren Kickern wie Mittelfeldspieler Lucas Silva, Tormann Andrii Lunin und einigen anderen Akteuren, finden sich auch prominente Namen unter den Rückkehrern. Mateo Kovcacic kommt vom Chelsea FC zurück und ist nun bei Inter Mailand im Gespräch. James Rodríguez kehrt aus München zurück, darf sich aber ebenfalls keine Hoffnungen machen unter Zidane eine Rolle zu spielen. Er wäre sich mit Napoli einig, doch dem Serie-A-Klub ist die geforderte Ablöse von 42 Millionen Euro etwas zu hoch. Martin Ödegaard wird ebenfalls nicht das Real-Trikot tragen und könnte zu Bayer Leverkusen transferiert werden.

Bis zu 16 Abgänge

Laut dem Journalisten Sergio Valentín, der hauptsächlich über Real Madrid berichtet, stehen insgesamt gleich 16 Spieler zum Verkauf. Dies ist allerdings nur wenig überraschend, denn der Kader ist inklusive der Neuzugänge und Heimkehrer insgesamt auf 39 Spieler aufgebläht und muss unbedingt verkleinert werden. Folgende Kicker dürfen sich einen neuen Verein suchen: Bale, Isco,  James Rodriguez, Kovacic, Vallejo, Keylor Navas, Lucas Vasquez, Ceballos, Llorente, Nacho, Mariano, Theo, Mayoral, Raul De Tomas, Luca Zidane und Lucas Silva. Zudem darf auch Marcelo wechseln, sollte er eine Luftveränderung anstreben.

Stefan Karger, abseits.at

Stefan Karger