In den letzten Wochen gab es im internationalen Fußballgeschäft einige Trainerentlassungen und Neubesetzungen. abseits.at wirft einen Blick auf die letzten Änderungen auf den Trainerstühlen... Trainer-Transferupdate: Moyes in San Sebastián, Mancini wieder in Mailand, ein Schweizer für den „Club“

Inter Mailand - Wappen, LogoIn den letzten Wochen gab es im internationalen Fußballgeschäft einige Trainerentlassungen und Neubesetzungen. abseits.at wirft einen Blick auf die letzten Änderungen auf den Trainerstühlen internationaler Topklubs und auch kleinerer oder unbekannterer Vereine.

David Moyes – > Real Sociedad

Vor zwei Wochen übernahm David Moyes das Trainerzepter bei Real Sociedad. In San Sebastián möchte der 51-jährige Schotte die Schmach seines Manchester-United-Engagements ausmerzen. Der Champions-League-Teilnehmer der Saison 2013/14 stand vor seiner Amtseinführung auf einem Abstiegsplatz, nachdem Schlüsselspieler wie Claudio Bravo und Antoine Griezmann die Blau-Weißen vor der Saison verließen. Auf einige interessante Namen kann der langjährige Everton-Trainer weiterhin zurückgreifen. Vor der Saison stießen etwa Alfred Finnbogason und Esteban Granero zum Klub. Bei seinem Debüt gab’s auswärts gegen La Coruña ein 0:0 – das erste Heimspiel der Ära Moyes findet am Freitag gegen Elche statt.

Jimmy Floyd Hasselbaink – > Burton Albion

In der vergangenen Saison startete Jimmy Floyd Hasselbaink seine Trainerkarriere in Belgien und betreute dort Royal Antwerpen. Nun beerbt der Niederländer mit surinamischen Wurzeln Gary Rowett bei Burton Albion, der vor wenigen Wochen zu Birmingham City wechselte. Burton spielt in Englands vierter Leistungsklasse um den Aufstieg. Der 42-jährige Hasselbaink spielte einst in jungen Jahren bei der Vienna vor und wurde wieder heimgeschickt – später kickte er erfolgreich unter anderem bei Leeds United, Atlético Madrid und dem FC Chelsea. In der niederländischen Nationalmannschaft erzielte er neun Tore in 23 Spielen.

René Weiler – > 1.FC Nürnberg

Nach drei Jahren beim FC Aarau und dem Aufstieg in die höchste Schweizer Spielklasse, darf sich der 41-jährige Schweizer René Weiler in der zweiten deutschen Bundesliga versuchen. Der junge Coach beerbt Valerien Ismael beim 1.FC Nürnberg, der beurlaubt wurde, nachdem die Nürnberger nur noch auf dem 14.Tabellenplatz lagen. Und die Franken ließen auch gleich mal mit einem Paukenschlag aufhorchen: Der bisher ungeschlagene Tabellenführer aus Ingolstadt wurde bei Weilers Debüt mit 2:1 besiegt.

Fabio Cannavaro – > Guangzhou Evergrande

Bisher war der Weltfußballer von 2006, Fabio Cannavaro, nur Co-Trainer bei Al-Ahli, wo er auch als Spieler noch aktiv war. Nun übernahm der 41-jährige Italiener den chinesischen Topklub Guangzhou Evergrande als Chefcoach. Die Rot-Gelb-Weißen sind Chinas Serienmeister und holten sich zuletzt viermal in Folge den Titel. Die bekanntesten Namen im Team sind die Italiener Alessandro Diamanti und Alberto Gilardino. Cannavaro beerbt seinen ehemaligen Nationalteamtrainer Marcello Lippi, der mit Guangzhou dreimal im Folge Meister wurde.

Roberto Mancini – > Inter Mailand

Zwischen 2005 und 2008 wurde Roberto Mancini als Trainer von Inter Mailand dreimal italienischer Meister. Um wieder an diese glorreichen Zeiten anzuknüpfen, verpflichteten die Interisti den Coach, der heute seinen 50.Geburtstag feiert, erneut. Walter Mazzarri musste seinen Stuhl räumen, nachdem Inter im November beim Tabellenletzten Parma verlor und danach in der Europa League gegen Saint-Étienne und in der Liga gegen Hellas Verona remisierte. Sein Comeback gab der ehemalige Manchester-City-Trainer gleich im Mailänder Derby, in dem Inter ein 1:1 erkämpfen konnte.

Sven Göran Eriksson – > Shanghai Dongya

Der 66-jährige Schwede Sven Göran Eriksson bleibt in China, wechselt aber von Guangzhou R&F zu Shanghai Dongya, das in der abgelaufenen Saison nur Fünfter wurde. Dort trifft Eriksson auf zwei interessante schwedische Spieler: Den einstigen Göteborg-Torjäger Tobias Hysen, der in der Saison 2014 starke 19 Treffer erzielte und auf Stürmer Imad Khalili, dem zwar großes Potential, aber auch „ewiges Talent“ nachgesagt wird.

Jerzy Brzeczek – > Lechia Gdansk

Kevin Friesenbichler bekommt bei Lechia Gdansk einen Trainer mit Österreich-Bezug: Jerzy Brzeczek spielte für den FC Tirol, den LASK, Sturm Graz, den FC Kärnten und Wacker Innsbruck und absolvierte über 300 Pflichtspiele in Österreich. Der kriselnde Klub aus Danzig ist die erste Trainerstation für Brzeczek, der den erfolglosen portugiesischen Trainer Quim Machado beerbt, der sich nur fünf Monate auf dem Trainerstuhl halten konnte. Lechia Gdansk hat derzeit eine Kooperation mit Benfica Lissabon, weshalb auch der bei Benfica unter Vertrag stehende Friesenbichler an die Polen verliehen wurde. Aktuell spielen drei Benfica-Leihspieler bei Lechia – Stammspieler ist keiner von ihnen…

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

Keine Kommentare bisher.

Sei der/die Erste mit einem Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

cialis kaufen