Der ägyptische Anwalt Mortada Mansour hat wenig Geduld, wenn es um Trainer geht. 2017 war ein Jahr, welches die Trainergilde aufatmen ließ. Denn der... Trainerfresser: Mortada Mansour entlässt den 23. Coach seit 2014

Der ägyptische Anwalt Mortada Mansour hat wenig Geduld, wenn es um Trainer geht.

2017 war ein Jahr, welches die Trainergilde aufatmen ließ. Denn der als „Trainerfresser“ bekannte Präsident des damaligen italienischen Erstligisten US Palermo, Mauro Zamparini, nahm nach 14 Jahren an der Spitze des Vereins seinen Hut. In den Jahren an der Spitze der Sizilianer entließ Zamparini geschätzte 40 Trainer – ein Rekord für die Ewigkeit möchte man meinen.

Doch in Ägypten schickt sich an jemand an, die „Leistung“ des Italieners noch zu übertreffen. Sein Name: Mortada Mansour. Sein Verein: der ägyptische Erstligist Zamalek SC. Dort regiert der 65-Jährige seit 2014 mit eiserner Hand. Und die ist mit ihren Fingern schnell am imaginieren Abzug; 23 Trainer hat er in dieser Zeit bereits verschließen.

Das jüngste Opfer von Mansour, der 2014 für das Präsidentenamt Ägyptens kandidieren wollte und die Revolution von 2011 angeblich für „den schlimmsten Tag in der ägyptischen Geschichte“ hält, war zuletzt Eheb Galal. Dieser ersetzte erst Jänner den Montenegriner Nebojsa „Nebo“ Jovovic. Nach drei verlorenen Spielen in der Liga und dem Aus im Confederation Cup gegen das äthiopische Team Welayta Dicha war die Zeit von Galal jedoch bereits wieder abgelaufen.

Für Galal übernimmt zunächst dessen Namensvetter Khaled Galal. Der ist jedoch nur ein Platzhalter – Mansour sucht schon nach einem Nachfolger aus dem Ausland.

Ral, abseits.at

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