Testspiele soll man ja bekanntlich nicht überbewerten. Das Testspiel das gestern im Strömsgodset-Trainingslager in Spanien stattfand, sollte man lieber gar nicht bewerten. Der norwegische... 0:15 – das gnadenlose Testspiel, das der norwegische Meister Strömsgodset niemals vergessen wird…

BeachsoccerTestspiele soll man ja bekanntlich nicht überbewerten. Das Testspiel das gestern im Strömsgodset-Trainingslager in Spanien stattfand, sollte man lieber gar nicht bewerten. Der norwegische Meister hatte mit schweren Personalsorgen zu kämpfen und verlor ein bizarres Testmatch gegen den russischen Klub Lokomotiv Moskau mit 0:15…

Der norwegische Meister hat noch ein wenig Zeit, bevor die heimische Meisterschaft wieder losgeht. Erst am 30.März startet Strömsgodset gegen Start Kristansand in die neue Saison. Nicht nur, dass der Überraschungsmeister noch nicht großartig im Saft steht: Ein Virus geht im Team um und es meldeten sich nur sechs fitte Spieler für das Testspiel gegen Lokomotiv Moskau bereit. Doch die Russen wollten das Spiel nicht verschieben…

Zwei Kampfmannschaftsspieler, vier Junge

Also musste Strömsgodset in den sauren Apfel beißen und das Testspiel bestreiten. Im Tor begann der 19-jährige Anders Gundersen, der als Profi nur eine Cuppartie in den Beinen hat. Rechtsverteidiger Mounir Hamoud ist ein Ergänzungsspieler und der 36-jährige ungarische Stürmer Peter Kovács ist zwar torgefährlich, aber auch keiner, der 90 Minuten antizipiert. Ein paar Nachwuchskicker, wie etwa Gjerström, Moldjord und Lehne kratzte Strömsgodset noch für die Startelf zusammen. Der Rest der Mannschaft war krank oder verletzt.

Keine Gnade aus Moskau

Sechs von elf Spielern aus der Startelf waren aber schlichtweg spanische Amateurkicker aus dem Umland, die man spontan zum Spiel einlud. Diese waren mit den Stars von Lokomotiv Moskau natürlich heillos überfordert und verliehen dem Testspiel einen charmanten Unterliga-Charakter. Nach 83 Minuten beendete der Schiedsrichter die kuriose Partie und Lokomotiv Moskau ging als 15:0-Sieger gegen den stark ersatzgeschwächten norwegischen Meister vom Platz. Roman Pavlyuchenko und Maxim Grigoriev erzielten je drei Tore, der senegalesische Angreifer Dame N’Doye gar fünf.

Spanier, Spanier, Spanier…

Die norwegische Tageszeitung Dagbladet beschreibt die Startaufstellung des Meisters wie folgt: Gundersen – Hamoud, Spanier, Spanier, Spanier – Spanier, Gjerström – Moldjord, Lehne, Spanier – Kovacs.

Zur Pause sah das Trainerteam aber genug von seinen unfreiwilligen spanischen Testspielern: Co-Trainer David Nilsen wechselte sich selbst ein und stand bis zum Schluss auf dem Platz. Eine Viertelstunde vor dem Ende kam auch noch Cheftrainer Ronny Deila ins Spiel. Co-Trainer Nilsen scherzte: „Als Ron das Spielfeld betrat, bekam ich nochmal einen Motivationsschub!“ Die größte Klatsche in der Vereinsgeschichte von Strömsgodset konnten aber auch die Übungsleiter nicht verhindern. Einerseits war’s zum Glück nur ein Freundschaftsspiel, andererseits wohl die Bestätigung, dass es nicht notwendig ist, das Scouting auf das Umland von Marbella auszuweiten.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

  • Teiwaz

    24.Februar.2014 #1 Author

    Äußerst „fair“ von Lok Moskau… Da hofft man dann einerseits, dass es die selbst mal so trifft und andererseits, dass sie so bald niemanden mehr finden der ein Testspiel gegen sie machen will…

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  • Jacky-Franky SanDiegoManhatten

    25.Februar.2014 #2 Author

    ach naja, negativ sollte man das nicht bewerten. Fussball ist eben auch nur ein Kick auf grünen Rasen

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