In vier Gruppen treten die 16 Teilnehmer des Africa Cup of Nations zwischen 21. Jänner und 12. Februar 2012 an. Wie bereits berichtet, sind... Senegal, Äquatorialguinea, Sambia, Libyen – das ist Gruppe A beim Africa Cup of Nations!

In vier Gruppen treten die 16 Teilnehmer des Africa Cup of Nations zwischen 21. Jänner und 12. Februar 2012 an. Wie bereits berichtet, sind einige Favoriten wie etwa Ägypten nicht dabei. Dafür schicken sich andere Teams an, den Cup zu holen. Hier ein Blick auf die Stars, die Kader und taktische Grundlagen der Teams der Gruppe A.

Gruppe A – Senegal, Äquatorialguinea, Sambia, Libyen

Senegal

Der große Favorit in Gruppe A ist der Senegal. 2002 stießen die „Löwen“ bis in das Finale vor, dort besaß Kamerun aber die größeren Nerven, setzte sich nach einem 0:0 in 120 Minuten mit 3:2 im Elfmeterschießen durch. Die heutige Mannschaft der Löwen sieht aber ganz anders aus. Im Sturm spielen die Neo-Teamkollegen Papiss Demba Cissé und Demba Ba von Newcastle United. Auch Moussa Sow (OSC Lille) und Dame N’Doye (FC Kopenhagen) sind starke Alternativen. Der Finalist des ACN von 2002, wo Kamerun dann eine Nummer zu groß war, setzt voll auf Legionäre aus hauptsächlich Frankreich und England. Lediglich die Goalies Khadim Ndiaye (ASC Linguere) und Pape Latyr Ndiaye (Ouakam) spielen in der Heimat.

Tor:

Khadim Ndiaye (ASC Linguere)
Bouna Coundoul (New York Red Bulls, USA)
Pape Latyr Ndiaye (Ouakam)

Abwehr:

Kader Mangane (Rennes, Frankreich)
Souleymane Diawara (Marseille, Frankreich)
Lamine Sané (Bordeaux, Frankreich)
Jacques Faty (Sivasspor, Türkei)
Moustapha Bayal Sall (St Etienne, Frankreich)
Pape Malickou Diakhaté (Granada, Spanien)
Cheikh Mbengue (Toulouse, Frankreich)
Armand Traoré (QPR, England)
Omar Daf (Brest, Frankreich)

Mittelfeld:

Rémi Gomis (Valenciennes, Frankreich)
Mouhamed Diamé (Wigan, England)
Guirane N’Daw (Birmingham City, England)
Ndiaye Dème Ndiaye (Arles-Avignon, Frankreich)

Angriff:

Issiar Dia (Fenerbahce, Türkei)
Moussa Sow (Lille, Frankreich)
Papiss Demba Cissé (Newcastle United, England)
Souleymane Camara (Montpellier, Frankreich)
Mamadou Niang (Al Sadd, Katar)
Demba Ba (Newcastle United, England)
Dame N’Doye (FC Kopenhagen, Dänemark)

Im letzten Test gegen Kenia ließ Coach Amara Traoré ein 4-4-2 spielen, welches im Angriffsfall ein 4-2-4 bilden sollte. Gomis und N’Daw bildeten die spielerische Zentrale, die Außenpositionen wurden durch Stürmer gebildet. Es ist davon auszugehen, dass sich zumindest in der Vorrunde relativ wenig an dieser offensiven Spielweise ändern wird. Bei der überraschenden 1:2-Niederlage gegen Sambia agierte das senegalesische Team jedoch in einem ungewohnten 4-3-3.

Äquatorialguinea

Der Gastgeber ist das erste Mal beim Afrika-Cup dabei. Der Spieler mit dem bekanntesten Verein als Arbeitsgeber ist Stürmer  Rodolfo Bodipo, der bei Deportivo La Coruna spielt. Der Rest der Legionäre kickt ebenfalls hauptsächlich in Spanien, aber auch ein paar noch exotischere Destinationen sind dabei. So spielen Abwehrspieler Lawrence Sokota Doe und Mittelfeldspieler Fousseiny Kamissoko etwa im Oman oder Rolan de la Cruz Biyogo in Kolumbien.

Tor:

Danilo Emanuel (America, Brasilien)
Felipe Ovono (Sony de Ela Nguema)
Achil Pensi Muokembe (The Panthers)

Abwehr:

Lawrence Sokota Doe (Al Shabab, Oman)
Jose Bokung (Deportivo de Mongomo)
Rui Fernando da Gracia Gomes (Logrones, Spanien)
David Álvarez (Langreo, Spanien)
Armando Sipoto Buale (Badajoz, Spanien)
Raúl Ivan Fabiani Bosio (C. D. Alcoyano, Spanien)

Mittelfeld:

Ben Esono Konate (The Panthers)
Daniel Vazquez Evuy (Villaviciosa, Spanien)
Rolan de la Cruz Biyogo (Fortaleza, Kolumbien)
Juvenal Edjogo Owono (Sabadell, Spanien)
Narcisse Ekanga Amia (TP Mazembe, DR Kongo)
Raúl Juan Máximo Eyama (Deportivo de Mongomo)
Jose Javier Balboa Osa (SC Beira-Mar, Portugal)
Fousseiny Kamissoko (Al Shabab, Oman)

Angriff:

Ellong Douwala Viera (Sony de Ela Nguema)
Rodolfo Bodipo (Deportivo de A Coruna, Spanien)
Ivan Bolado Palacios (Cartagena, Spanien)
Iban ‘Randy’ Iyanga (Union Deportiva Las Palmas, Spanien)
Thierry Fidjeu Tazemeta (Konyaspor, Türkei)
Daniel-Bladimir Ekedo (San Roque de Lepe, Spanien)

Trainer Gilson Paulo ist sich der Außenseiterrolle seiner Mannschaft durchaus bewusst und experimentierte im Herbst mit einem extrem defensiven System. Fünf Verteidiger, eine Viererkette davor und ein Stürmer sollen für Überraschungen sorgen. Immerhin konnte im letzten Test der Bafana Bafana aus Südafrika ein 0:0 abgetrotzt werden. Nur so viel sei gesagt: Eine Tormaschine ist Nationalmannschaft von Äquatorialguinea nicht. Dennoch reichte dank eines späten Tores es zu einem 1:0-Auftakterfolg gegen Libyen!

Sambia

Sambia stand immerhin 1974 und 1994 im Finale des Afrikacups, überstand vor zwei Jahren die Gruppenphase. Herausragende Exporte nach Europa gibt es nicht, Stürmer Emmanuel Mayuka stürmt aber sehr erfolgreich für die Young Boys Bern. Ein Großteil der Spieler spielt in Südafrika, ein paar in China. Die „Gewehrkugeln“ sind definitiv ein Kandidat auf Platz zwei in der Gruppe.

Tor:

Joshua Titima (Dynamos)
Kalililo Kakonje (ohne Verein)
Kennedy Mweene (Free State Stars, Südafrika)

Abwehr:

Davies Nkausu (SuperSport United, Südafrika)
Joseph Musonda (Golden Arrows, Südafrika)
Nyambe Mulenga (Zesco United)
Stophilla Sunzu (TP Mazembe, DR Kongo)
Hichani Himoonde (TP Mazembe, DR Kongo)
Francis Kasonde (TP Mazembe, DR Kongo)
Kampamba Chintu (BidVest Wits, Südafrika)

Mittelfeld:

Felix Katongo (Green Buffaloes)
Nathan Sinkala (Green Buffaloes)
Isaac Chansa (Orlando Pirates, Südafrika)
Noah Chivuta (Free State Stars, Südafrika)
Rainford Kalaba (TP Mazembe, DR Kongo)
Chisamba Lungu (Ural Sverdlovsk Oblast, Russland)
Clifford Mulenga (Bloemfontein Celtic, Südafrika)
Christopher Katongo (Henan Jianye, China)
Jonas Sakuwaha (El Merreikh, Sudan)

Angriff:

Collins Mbesuma (Golden Arrows, Südafrika)
Evans Kangwa (Nkana)
Emmanuel Mayuka (Young Boys Bern, Schweiz)
James Chamanga (Dalian Shide, China)

In den letzten fünf Partien vor dem Turnier gelang Sambia nicht ein einziges Tor. Vorne hapert es also an Treffsicherheit, hinten flog die Kugel acht Mal in den eigenen Kasten. Gegen Namibia und Libyen konnte aber immerhin remisiert werden. Herve Renard schickte seine Mannschaft im letzten Test beim 0:0 gegen Namibia in einem 4-3-3 auf das Feld. Nach der schwachen Vorbereitung meldete sich Sambia jedoch gleich mit einem Paukenschlag im Turnier an: Gegen den Senegal gab es einen 2:1-Sieg, bei dem Mayuka und Kalaba trafen – das 4-5-1, das im Mittelfeld eine offensive Grundausrichtung hat und schnell zu einem 4-3-3 umfunktioniert werden kann, fruchtete!

Libyen

Libyen qualifizierte sich hinter Sambia als einer der besten Gruppenzweiten für das Turnier. 1982 stand die Mannschaft im Finale des Afrikacups. Heutzutage gilt die Mannschaft als schwer einschätzbar. Bekannt dürfte nur der defensive Mittelfeldspieler Jamal Abdallah, der zum Stammpersonal bei Sporting Braga gehört, sein. Der junge Mittelfeldspieler Mohamed Mounir versucht derzeit sein Glück beim serbischen Mittelständler FK Jagodina. Die restlichen Spieler kicken in der Heimat oder in anderen Staaten des Maghreb.

Tor:

Samir Aboud (Al Ittihad)
Joumaa Gtit (Al Ahly)
Mohamed Nachnouch (Al Ittihad)

Abwehr:

Mohamed Al Moghrabi (Olympique Khourigba, Marokko)
Mohamed Mounir (FK Jagodina, Serbien)
Younes Al Chibani (Olympique Khourigba, Marokko)
Ali Salama (Olympique Beja, Tunesien)
Oussama Achtiba (Al Najma, Libanon)
Ahmed Al Alwani (Al Madina)
Rabii Al Lafi (Club Africain, Tunesien)
Abdelaziz Belrich (Al Ittihad)

Mittelfeld:

Jamal Abdallah (FC Braga, Portugal)
Mohamed Al Snani (US Monastir, Tunesien)
Marwan Al Mabrouk (Al Ittihad)
Aboubakr Al Abidi (Al Nasr)
Moataz Ben Amer (Al Ahly Benghazi)
Walid Al Khatrouchi (Al Ittihad)
Abdallah Al Cherif (Al Madina)
Oussama Abdelsalam (Al Akhdhar)
Faicel Al Badri (Al Hilal)

Angriff:

Ahmed Saad (Club Africain, Tunesien)
Ahmed Al Zwei (CA Bizertin, Tunesien)
Ihab Al Boussifi (Al Ittihad)

Der brasilianische Trainer Marcos Paqueta setzt oft auf bewährte Hausmannskost und lässt die Mannschaft in einem 3-4-3 spielen, welches in der Defensive eine Fünferkette bildet. Ähnlich wie Sambia sind auch die „Ritter vom Mittelmeer“ alles andere als eine Offensivmaschinerie. Immerhin stimmt die Defensive, gegen die Elfenbeinküste stand im letzten Test am Ende „nur“ ein 0:1 zu Buche. Auch das Auftaktspiel gegen den Gastgeber aus Äquatorialguinea ging knapp verloren.

Trotz der Niederlage gegen Sambia wird sich Senegal noch durchsetzen und ins Viertelfinale aufsteigen. Die besten Chancen auf den zweiten Platz haben Sambia und Äquatorialguinea, die mit ihren Siegen jeweils überraschen konnten. Libyen hat es nun gegen die voraussichtlich wütenden Senegalesen und eine physisch starke Elf aus Sambia sehr schwer wieder in die Spur zu finden!

Georg Sander, abseits.at

Georg Sander

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