Während weite Teile Fußballeuropas im Winterschlaf liegen und bald die Vorbereitungen auf die Rückrunde beginnen, ist in einigen Ländern die Saison bereits beendet und...

Während weite Teile Fußballeuropas im Winterschlaf liegen und bald die Vorbereitungen auf die Rückrunde beginnen, ist in einigen Ländern die Saison bereits beendet und alle Entscheidungen über Titel und Abstieg sind gefallen. abseits.at blickt in jene Ligen, die dem Prinzip der Kalendermeisterschaft folgen.

Irland – Premier LeagueIrland Flagge

Zum ersten Mal seit 19 Jahren gelang es Dundalk den irischen Meistertitel zu gewinnen. Zwei Punkte hinter dem nunmehrigen zehnfachen Champion beendete Cork City die Saison und wird 2015 ebenso wie St. Patrick’s Athletic in der Europa-League-Qualifikation antreten.

Selbiges gilt für die Shamrock Rovers, denen der vierte Platz für die Teilnahme am internationalen Geschäft genügte, da St. Patrick’s den Cup gewann.

Auf direktem Wege verabschiedete sich Athlone Town aus dem irischen Oberhaus, während UC Dublin in der Relegation gegen Galway den Kürzeren zog und 2015 in der First Division antreten muss. Aus ebendieser schaffte Longford Town als Meister den Aufstieg in die Premier League.

Meister: Dundalk

Europa-League-Qualifikation: Cork City, Shamrock Rovers

Cupsieger: St. Patrick’s Athletic

Absteiger: Athlone Town, UC Dublin

Aufsteiger: Longford Town, Galway

Torschützenkönig: Christy Fagan (20 Tore/ St Patrick’s Athletic/Irland)

Litauen – A Lygalitauen

Žalgiris Vilnius gelang in überlegener Manier die Titelverteidigung. Die Hauptstädter hatten nach 36 Runden den stattlichen Vorsprung von 18 Punkten auf Kruoja Pakruojis, das die Saison wiederum einen Zähler vor Atlantas Klaipėda beendete.

Wer den vierten internationalen Platz belegt, entscheidet sich im Frühjahr im Cup. Im Semifinale stehen neben Žalgiris und Atlantas die Zweitligisten Spyris Kaunas und Šilas Kazlų Rūda. Gewinnt einer der beiden Oberhausvertreter den Titel, würde der FK Trakai als Tabellenvierter in den erstmaligen Genuss von Europacupspielen kommen, sofern die UEFA die dafür notwendige Lizenz erteilt.

Mit lediglich neun Punkten auf dem Konto verabschiedete sich Dainava als einziger Absteiger sang- und klanglos aus der A Lyga und wird in der nächsten Saison durch den erst 2010 gegründeten Verein FC Stumbras ersetzt.

Meister: Žalgiris Vilnius

Europa-League-Qualifikation: Kruoja Pakruojis, Atlantas Klaipėda

Cupsieger: Semifinale im März

Absteiger: Dainava

Aufsteiger: FC Stumbras

Torschützenkönig: Niko Tokić (19 Tore/Šiauliai/Kroatien)

Lettland – Virslīga

Ventspils sicherte sich erneut den lettischen Titel und hält nun bei sechs Meisterschaften. Trotz eines Abzugs von fünf Punkten belegte Skonto Riga Platz zwei, gefolgt von Jelgava.

Kurios: Aufgrund des Ausschlusses von Skonto und Daugava Daugavpils hätte die Liga eigentlich nur aus acht Mannschaften bestehen sollen, doch die beiden Clubs hatten mit ihren Einsprüchen gegen die Lizenzverweigerungen Erfolg, sodass doch zehn Vereine an der Meisterschaft teilnahmen.

Der lettische Cup wird im Frühjahr mit dem Viertelfinale fortgesetzt. In der Runde der letzten Acht stehen Daugava Riga, Liepāja, FC Daugavpils, Skonto Riga, Daugava Daugavpils, Jelgava, Spartaks Jūrmala sowie Ventspils.

Jūrmala verabschiedete sich als direkter Absteiger aus der Virslīga, während es FS METTA/LU in der Relegation gelang, die Klasse zu halten. Den Wiederaufstieg schaffte FB Gulbene.

Meister: Ventspils

Europa-League-Qualifikation: Skonto Riga, Jelgava

Cupsieger: Viertelfinale im März

Absteiger: Jūrmala

Aufsteiger: FB Gulbene

Torschützenkönig: Vladislavs Gutkovskis (28 Tore/Skonto Riga/Lettland)

Estland – Meistriliigaestland

Wie in der Vorsaison krönte sich auch 2014 Levadia Tallinn zum estnischen Meister. Insgesamt war es der neunte Titel für den Hauptstadtverein. Sillamäe Kalev und Flora Tallinn belegten mit je 79 Punkten die Ränge zwei und drei, was sie zur Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation berechtigt.

Wie in Lettland steht auch in Estland im Frühjahr das Cupviertelfinale auf dem Programm. Die Teilnehmer lauten Flora Tallinn (sowohl mit erster als auch zweiter Mannschaft), Sillamäe Kalev, Paide Linnameeskond, Lokomotiv Jõhvi, Nõmme Kalju, der Viertligist Ülikool Tallinn sowie die zweite Mannschaft von Infonet Tallinn.

Mit Kalev Tallinn und Lokomotiv Jõhvi mussten zwei Vereine das estnische Oberhaus verlassen. Ersetzt werden sie durch Pärnu Linnameeskond und Tulevik Viljandi, die in der zweitklassigen Esiliiga zwar nur die Ränge drei und fünf belegten, aber im Gegensatz zu denen vor ihnen platzierten Zweitvertretungen von Flora Tallinn, Levadia Tallinn und Nõmme Kalju aufstiegsberechtigt sind.

Meister: Levadia Tallinn

Europa-League-Qualifikation: Flora Tallinn, Sillamäe Kalev

Cupsieger: Viertelfinale im März

Absteiger: Kalev Tallinn, Lokomotiv Jõhvi

Aufsteiger: Pärnu Linnameeskond, Tulevik Viljandi

Torschützenkönig: Yevgeni Kabaev (36 Tore/Sillamäe Kalev/Russland)

Kasachstan – Premier Leaguekasachstan

Premiere in Kasachstan: Nach zwei Vizemeisterschaften sicherte sich der FC Astana zum ersten Mal den Titel. Hinter dem Hauptstadtverein klassierten sich Aktobe und Kairat Almaty. Da Kairat auch den Cup gewann, darf mit Ordabasy der Tabellenvierte ebenfalls an der Qualifikation zur Europa League teilnehmen.

Shakhtyor Karagandy, Kasachstans bislang einziger Vertreter in einer UEFA-Gruppenphase, verpasste als Sechster hingegen den Sprung ins internationale Geschäft – trotz zehn Toren des ehemaligen WAC-Spielers Mihret Topcagic.

Als Absteiger musste Spartak Semey die oberste Spielklasse verlassen, wohingegen Taraz in der Relegation im Elfmeterschießen die Oberhand behielt. Den direkten Aufstieg schaffte Okzhetpes.

Meister: FC Astana

Europa-League-Qualifikation: Aktobe, Ordabasy

Cupsieger: Kairat Almaty

Absteiger: Spartak Semey

Aufsteiger: Okzhetpes

Torschützenkönig: Foxi Kéthévoama (15 Tore/Astana/Zentralafrikanische Republik)

Island – Úrvalsdeildisland

Was für ein Jahr für Stjarnan! Im Sommer nahm der Club zum ersten Mal am Europacup teil, schaltete unter anderem Lech Posen aus und scheiterte erst im Europa-League-Playoff an Inter Mailand. Gekrönt wurde das beste Jahr der Vereinsgeschichte durch den ersten Meistertitel, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt.

Einen Punkt hinter Stjarnan, das ohne Niederlage blieb, beendete Hafnarfjördur die Saison, wohingegen sich Titelverteidiger KR Reykjavik mit Rang drei begnügen musste. Da sich KR den Cup sicherte, darf auch Vikingur Reykjavik am Europacup teilnehmen – zum ersten Mal seit 1992.

Den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit muss der 18-fache Meister Fram Reykjavik ebenso wie Þór Akureyri antreten. Den erstmaligen Aufstieg schaffte Leiknir Reykjavik, während mit Akranes ein weiterer 18-facher Champion nach einjähriger Abstinenz ein Comeback im Oberhaus feiert.

Meister: Stjarnan

Europa-League-Qualifikation: Hafnarfjördur, Vikingur Reykjavik

Cupsieger: KR Reykjavik

Absteiger: Fram Reykjavik, Þór Akureyri

Aufsteiger: Leiknir Reykjavík, Akraness

Torschützenkönig: Gary John Martin (13 Tore/KR Reykjavik/England)

Färöer – Effodeildin

Der Kampf um die färingische Meisterschaft glich einem Derby zwischen B36 Torshavn und HB Torshavn. Letztlich hatte B36 um einen Punkt die Nase vorne und sicherte sich zum zehnten Mal den Titel. Der dritte Tabellenplatz ging an Víkingur Gøta, das im Cupfinale gegen HB die Oberhand behielt, wodurch auch der Tabellenvierte NSÍ Runavík in den Genuss internationaler Spiele kommt.

B68 Toftir verabschiedete sich ebenso wie Skála ÍF aus der Effodeildin, die Aufsteiger heißen TB Tvøroyri und FC Suðuroy.

Meister: B36 Torshavn

Europa-League-Qualifikation: Víkingur Gøta, NSÍ Runavík

Cupsieger: HB Torshavn

Absteiger: B68 Toftir, Skála ÍF

Aufsteiger: TB Tvøroyri, FC Suðuroy

Torschützenkönig: Klæmint Olsen (22 Tore/NSÍ Runavík/Island)

OoK_PS, abseits.at

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