Am Ostersonntag startet Schweden ins neue Fußballjahr. Abseits.at wirft einen Blick auf die 16 Vereine der Allsvenskan und verrät, wer sich Hoffnungen auf den... Vorschau auf die Allsvenskan-Saison 2013

Fußball in SchwedenAm Ostersonntag startet Schweden ins neue Fußballjahr. Abseits.at wirft einen Blick auf die 16 Vereine der Allsvenskan und verrät, wer sich Hoffnungen auf den Titel machen darf und wer sich eher nach unten orientieren muss.

Die Entscheidung um den schwedischen Pokal fällt erst nach dem Saisonbeginn. Noch vor dem Start der Allsvenskan wurde eine Gruppenphase absolviert, aus der folgende Viertelfinalpaarungen hervorgingen: Helsingborg – Göteborg, Falkenberg – Örgryte, Norrköpping – Djurgården und Östers – Sirius. Das Finale findet am 26. Mai in Stockholm statt und spätestens dann wird der vierte Europacupstarter feststehen.

Elfsborg

Der Verein aus  Borås sicherte sich in der vergangenen Saison die sechste Meisterschaft. Während Erfolgstrainer Jörgen Lennartsson der Mannschaft erhalten blieb, verlor sie mit Oscar Hiljemark einen hochtalentierten Mittelfeldspieler an die PSV Eindhoven, wurde aber mit 2,2 Millionen Euro entschädigt. Im Gegenzug lieh man  Mohamed Bangura von Celtic aus, den die Schotten einst von AIK verpflichtet hatten, der sich auf der Insel jedoch nicht durchsetzen konnte. Elfsborg tritt in der Champions-League-Qualifikation an und strebt den ersten Einzug in eine europäische Gruppenphase an.

Häcken

Mit dem Vizemeistertitel sicherte sich der Club aus Göteborg die beste Platzierung in der Vereinsgeschichte und stellte mit 67 erzielten Treffern auch die beste Offensive der Liga. 23 Treffer steuerte der Ghanaer Waris Majeed bei, der unmittelbar nach dem Saisonende an Spartak Moskau verkauft wurde. Abgesehen davon konnte die Erfolgsmannschaft zusammengehalten und durch die Verpflichtung des routinierten Innenverteidigers Fredrik Björck von Tromsø verstärkt werden. Die weiteren namhaften Verpflichtungen sind der Marokkaner Moestafa El Kabir sowie der finnische Nationalspieler  Mika Ojala.

Malmö

Mit  nur drei Punkten Rückstand verpasste Malmö die Meisterschaft knapp, darf sich nach einem Jahr Auszeit aber immerhin wieder über Europacupfußball freuen. Mit Wílton Figueiredo und Daniel Larsson verließen die Südschweden zwar zwei Stammspieler in Richtung Türkei beziehungsweise Spanien, doch da weitere Schlüsselkräfte wie Jiloan Hamad, Pontus Jansson und Ivo Pekalski gehalten werden konnten, gab es nur geringen Bedarf an Neuzugängen. Einer dieser ist Magnus Eriksson, der nach seinem Belgien-Gastspiel bei Genk wieder in die Heimat zurückkehrte.

AIK

Die Hauptstädter zogen zum ersten Mal in diesem Jahrtausend in eine europäische Gruppenphase ein, wo man sich gegen Napoli, PSV Eindhoven und Djneprpetrowsk beachtlich aus der Affäre zog, jedoch gleichzeitig den erneuten Sprung ins internationale Geschäft versäumte. Während sich AIK auf dem winterlichen Transfermarkt ruhig verhielt, bricht mit dem Einzug in die Friends Arena eine neue Ära an, von der man sich vor allem wirtschaftliche Höhenflüge erwartet. Das Råsundastadion, die traditionelle Heimstätte der schwedischen Nationalmannschaft, wurde hingegen im November abgerissen.

Norrköpping

Mit dem fünften Platz erreichte Norrköpping die beste Platzierung seit 13 Jahren, weshalb die Presse Trainer Janne Andersson zum Coach der Saison wählte. Zu verdanken war dies unter anderem der Explosion des isländischen Stürmers Gunnar Heidar Thorvaldsson, der 17 Tore beisteuerte. Da der ehemalige Hannoveraner ebenso wie die meisten seiner Kollegen gehalten werden konnte, geht Norrköpping nahezu unverändert in die neue Saison. Als prominentester Neuzugang wurde  Rawez Lawan vom dänischen Meister Nordsjælland präsentiert, der sich dort jedoch nicht durchsetzen konnte.

Helsingborg

Wie AIK wurde auch Helsingborg die Doppelbelastung zum Verhängnis und so reichte es statt zur Titelverteidigung nur zum sechsten Platz. Nachdem mit Alfred Finnbogason schon der beste Torschütze in der Sommertransferzeit an Heerenveen abgegeben worden war, verlor man nach der Saison nun auch Nikola Djurdjic an Greuther Fürth. Auf prominente Verstärkungen musste Neo-Trainer Roar Hansen verzichten, sodass man abgesehen von Torhüter Pär Hansson und Mittelfeldmotor May Mahlangu namhafte Spieler vergeblich sucht. Vor allem der Angriff könnte sich als Sorgenkind entpuppen.

IFK Göteborg

Einmal mehr konnte Göteborg nicht den hohen Erwartungen gerecht werden und geriet zwischenzeitlich sogar in Abstiegsgefahr. Trotzdem blieb der erst 37-jährige Mikael Stahre Amt – er hat bereits einen Meistertitel mit AIK auf der Visitenkarte stehen hat. Auf große Transferaktivitäten verzichtete man im Winter dennoch, neben einigen Nachwuchsspielern wurde lediglich Adam Johansson von den Seattle Sounders aus den USA zurückgeholt. Mit Akteuren wie dem vielfachen schwedischen Internationalen Tobias Hysén verfügt Göteborg aber durchaus über Spieler, die in der neuen Saison eine bessere Platzierung erlauben sollten.

Åtvidaberg

Der Aufsteiger startete stark in die Saison und wurde infolgedessen nie von Abstiegssorgen geplagt. Dennoch trennte man sich überraschend von Erfolgstrainer Andreas Thomsson, der nun den Übungsleiter bei Östers gibt, und installierte an seiner Stelle Peter Swärdh. Mit Viktor Prodell (15 Treffer) konnte der beste Torschütze der Vorsaison gehalten werden. Für mehr Stabilität im Mittelfeld soll der finnische Nationalspieler Daniel Sjölund sorgen, er kam von Djurgården.

Djurgården

Wie AIK zieht auch der zweite Stockholmer Oberhausverein in ein neues Stadion. Bis zum Juli finden die Heimspiele noch im Olympiastadion statt, ehe der Umzug in die topmoderne Tele2-Arena erfolgt, die man sich mit dem Zweitligisten Hammarby teilt. Auf dem Spielersektor wurde ebenfalls ordentlich umgerührt, denn so verließ rund ein Dutzend Akteure den Verein, darunter auch die Leistungsträger Joona Toivio (Molde) und Kasper Hämäläinen (Lech Posen). Im Gegenzug wurde neben einigen jungen Hoffnungsträgern unter anderem auch der erfahrene ehemalige Nationalspieler Andreas Johansson von Aalborg aus Dänemark verpflichtet.

Kalmar

Mit dem zehnten Platz war Kalmar so schwach wie seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2003 nicht. Mit Nanne Bergstrand ist seit nun fast zehn Jahren derselbe Trainer in Amt und Würden, er zeigt mittlerweile jedoch gewisse Abnützungserscheinungen. Ob es in dieser Saison wieder aufwärts geht, ist nach der Transferpolitik im Winter zumindest fraglich. Während in erster Linie Nachwuchsspieler in den Kader aufrückten, verlor man mit Abiola Dauda (14 Treffer) den besten Torschützen ablösefrei an Roter Stern Belgrad. Bereits im vergangenen Winter hatte man mit Mattias Johansson (Alkmaar) und Daniel Sobralense (Göteborg) zwei Stützen ziehen lassen müssen.

Gefle

Nach einem schwachen Saisonstart erfing sich Gefle nach der Sommerpause und sicherte sich den Klassenerhalt. Neben Coach Per Olsson – er schwingt das Trainerzepter bereits seit 2005 – ist auch Top-Torschütze Jakob Orlov (9 Treffer) weiterhin mit von der Partie. Generell herrschte am Transfermarkt nahezu Stillstand, sodass Gefle mit dem bewährten Spielermaterial in die neue Saison startet.

Mjällby

Dank Torjäger Pär Ericsson geriet Mjällby nicht in Abstiegsgefahr, aktuell laboriert der Stürmer jedoch an einer Fußverletzung, die ihn vermutlich bis Juni außer Gefecht setzen wird. Als Nachfolger von Trainer Peter Swärdh, der zu Åtvidaberg ging, wurde Anders Torstensson verpflichtet.

Syrianska

Das Team aus Södertälje schaffte den Klassenerhalt recht souverän, konnte einige seiner Leistungsträger aber nicht halten. Mit Yussuf Saleh (Tobol Kostanai), Admir Aganovic (Assyriska), Johan Arneng (Sirius) und George Mourad (China) kehrten vier Stammspieler Syrianska den Rücken. Im Gegenzug wurde unter anderem Sebastian Rajalakso von Djurgården ausgeliehen sowie Razak Omotoyossi, Nationalspieler von Benin, aus Ägypten verpflichtet.

Östers

Die Elf aus Väjxö schaffte nach sieben Jahren der Abstinenz gerade rechtzeitig zur Eröffnung der Myresjöhus Arena den Sprung zurück in die Allsvenskan und krönte sich zum Meister der Superettan. Vom Zweitligakader wurden im Winter aber gerade einmal vier Spieler abgegeben, während mit ebenso vielen über 30-jährigen Akteuren viel Erfahrung verpflichtet wurde, darunter auch Pablo Pinones-Arce, der für Brommapojkarna in der zweiten Liga 18 Treffer erzielte.

Brommapojkarna

Dank des Vizemeistertitels in der Superettan schaffte Brommapojkarna zum dritten Mal den Sprung in das schwedische Oberhaus. Neben Topstürmer Pablo Pinones-Arce verlor man auch Nabil Bahoui (15 Treffer) an AIK. Darüber hinaus wanderte der erst 18-jährige Ludwig Augustinsson, der trotz seiner Jugend bereits absoluter Stammspieler war, nach Göteborg ab. Der Aderlass an vorderster Front soll durch die Zuzüge des U21-Nationalspieler Niklas Bärkroth (Göteborg) und Andreas Yacoub-Haddad (Örebro) abgefedert werden.

Halmstad

Halmstad schaffte die sofortige Wiederkehr in die Allsvenskan und setzte sich als Tabellendritter der zweiten Liga in der Relegation gegen GIF Sundsvall durch. Abgesehen von Karl-Johan Johnsson, Ryan Miller und Johnny Lundberg, die in die Niederlande, USA respektive Norwegen gingen, konnte der Kader gehalten werden. Erfahrung soll der ehemalige Nationalspieler Stefan Selakovic beisteuern.

OoK_PS, www.abseits.at

Keine Kommentare bisher.

Sei der/die Erste mit einem Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.