Die Vorrunde ist für die ersten beiden Gruppen seit gestern Geschichte. Der Preis für die „sentimentalen Helden“ ging an diesem Abend vor allem das... Hero des Spieltages (12) – Ricardo Quaresma verhindert per Traumtor das vorzeitige K.O.

Die Vorrunde ist für die ersten beiden Gruppen seit gestern Geschichte. Der Preis für die „sentimentalen Helden“ ging an diesem Abend vor allem das Kollektiv aus Marokko und dem Iran, denn beide boten mit einer couragierten Mannschaftsleistung den Topfavoriten die Stirn. Ein schlussendlich entscheidender Treffer – der für den Europameister eine sportliche Katastrophe verhinderte – fiel in Saransk, kurz vor dem Pausenpfiff. Ricardo Quaresma brachte mit einem Traumtor den Favoriten in die nächste Runde und ist deshalb dieses Mal unser Held des Tages.

Der 34-Jährige Beşiktaş-Legionär lieferte an diesem Abend in Saransk bestimmt nicht seine beste Partie im Dress der „Seleção Portuguesa“ ab, doch bestimmt eine der Wichtigsten. Die nackten Zahlen spucken eine eher mittelmäßig positive Leistung aus. Unter anderem waren auch zwei Torschüsse dabei. Einer davon traf das Gehäuse nicht, doch der andere passte dafür umso perfekter ins Eck. Damit war die Gegenwehr der couragierten Iraner vorerst gebrochen und der Europameister dank Führung auf Achtelfinalkurs. Da seine Kollegen kein weiteres mehr nachlegen konnten und der Außenseiter in der Schlussphase sogar noch zum Ausgleich kam, war dieses Tor schließlich Gold wert. Statt einer peinlichen, vorzeitigen Heimreise bleibt der Europameister damit weiter im Turnier. Der herrliche Treffer des Routiniers machte schlussendlich den Unterschied aus und sicherte den wichtigen Punkt um Platz zwei abzusichern. Dazu ist er mit 34 Jahren und 272 Tagen der älteste WM-Torschütze seit über 200 Partien, 2006 netzte Yahya Golmohammadi für den Iran mit über 35 Lenzen am Buckel.

Im 79. Länderspiel traf der Rechtsaußen zum zehnten Mal. Nach seinen zwei Treffern bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren, durfte er gestern auch sein erstes WM-Tor bejubeln. Nach einem Kurzeinsatz am ersten Spieltag gegen Spanien und frustrierenden neunzig Minuten auf der Bank gegen den Iran, brachte Teamchef Fernando Santos den Türkei-Legionär im abschließenden Gruppenspiel von Anfang an. Der zahlte das entgegengebrachte Vertrauen mit dem Tor in die K.O.-Phase zurück. Mit elf Flanken beackerte Quaresma die rechte Offensivseite, 22 seiner 25 Pässe kamen auch beim Mitspieler an. Doch schlussendlich wird der eine Tempo-Antritt von der Seitenoutlinie in Minute 45 samt Doppelpass und dem anschließenden Außenrist-Schlenzer aus gut 18 Metern ins lange Eck in Erinnerung bleiben. Und vielleicht noch eine wichtige Erkenntnis für die Nation: Man ist nicht der FC Ronaldo. Selbst als es dem Schlüsselspieler der Mannschaft erstmals bei diesem Turnier nicht nach Wunsch lief, kann auch schon mal ein Mitspieler in die Bresche springen.

Nun wird man sehen, wie sich eine glanzlose, aber souveräne Uruguay-Elf gegen einen alles andere als souveränen Europameister schlägt. Setzt die „Celeste“ ihre Reise fort, winkt bei win2day der 1,8-fache Einsatz. Steigen Quaresma und Co. ins Viertelfinale gibt’s dieselbe Quote. Für einen Sieg in der regulären Spielzeit ist Uruguay für die Buchmacher hauchdünner Favorit.

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Werner Sonnleitner, abseits.at

Werner Sonnleitner