Ein Teil der Fans des Chelsea FC lässt den Premier-League-Klub weiterhin nicht zur Ruhe kommen. Die UEFA untersucht einen Vorfall, der sich beim letzten... Rassismus und Antisemitismus: UEFA startet Untersuchungen gegen Chelsea-Fans

Ein Teil der Fans des Chelsea FC lässt den Premier-League-Klub weiterhin nicht zur Ruhe kommen. Die UEFA untersucht einen Vorfall, der sich beim letzten Europa-League-Auftritt der „Blues“ in Budapest bei FC MOL Vidi ereignet hat.

Die Hooligan-Gruppierung „Chelsea Headhunters“ präsentierte dabei vor einer Bar in der ungarischen Hauptstadt eine Flagge, die u.a. den SS-Totenkopf zeigt. Auch sollen während des Spiels antisemitische Gesänge zu hören gewesen sein.

Die Ergebnisse der Ermittlungen durch die UEFA sollen laut einem Artikel der Rheinischen Post im Jänner veröffentlicht werden. Sollten die Fans des FC Chelsea verurteilt werden, droht dem Klub ein teilweiser Ausschluss der Anhänger für ein kommendes Europa-League- Spiel der Londoner.

In einem deutlichen Statement seitens des Vereins, heißt es, dieser Teil der Anhängerschaft hätte „Schande“ über den Klub gebracht; zudem wird insgesamt an den kognitiven Fähigkeiten der Beschuldigten gezweifelt. Rassismus und Antisemitismus hätten keinen Platz beim FC Chelsea, so das Statement weiter.

Der Vorfall in Budapest ereignete sich nur wenige Tage nach dem Chelsea vier seiner Anhänger ein Stadionverbot erteilte. Sie sollen im Premier-League-Spiel gegen Manchester City (8.12.) den City-Spieler Raheem Sterling mit rassistischen Schmähungen bedacht haben.

Bereits 2015 fielen ein Teil der Chelsea-Fans in Europa durch ihre rassistische Geisteshaltung auf. Im Rahmen eines Auswärtsspiels in der Champions League gegen Paris St. Germain, gibt es eine Videoaufnahme in der Pariser Metro, wobei Chelsea-Supporter einem dunkelhäutigen Passagier den Zutritt zur U-Bahn verwehren. Dabei sangen sie: „Wir sind Rassisten, wir sind Rassisten – und genau so mögen wir das“. Allein in der Saison 2011/12 gab es fünf Vorfälle, bei denen Chelsea-Anhänger aufgrund fremdenfeindlicher Vergehen verhaftet wurden.

Die ganze Absurdität des Verhaltens der Chelsea-Anhänger wird u.a. von dem Podcast Football Weekly der britischen Tageszeitung The Guardian offengelegt. Die Redakteure kommentieren, dass die rassistischen Anhänger im Spiel gegen City ihren eigenen dunkelhäutigen Spieler N`Golo Kante für sein Tor feierten, während Sterling aufgrund seiner Hautfarbe beleidigt wurde.

Der Besitzer des FC Chelsea Roman Abramowitsch, dessen finanzielle Unterstützung den Verein in England und Europa erst wieder sportlich relevant gemacht hat, ist zudem selbst Jude. Mit vernünftigen Argumenten oder Nachweisen der Absurdität ihres Verhaltens, ist diesen hasserfüllten Menschen aber leider wohl nicht beizukommen.

Ral, abseits.at

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