Ohne großen Stress kann die Wiener Austria heute im Innviertel auf den Platz gehen. Der Vorsprung auf Red Bull Salzburg beträgt zwölf Punkte und...

Tomas Jun (FK Austria Wien)Ohne großen Stress kann die Wiener Austria heute im Innviertel auf den Platz gehen. Der Vorsprung auf Red Bull Salzburg beträgt zwölf Punkte und da das Spiel der Salzburger bei der Admira aufgrund der Schneemassen abgesagt wurde, könnte die Austria heute vorlegen und auf 15 Punkte davonziehen.

Die Austria verlor in der laufenden Saison noch kein Auswärtsspiel, gewann neunmal, remisierte zweimal. Die letzte Niederlage der Veilchen fand am 22.September 2012 statt – damals 0:1 gegen Red Bull Salzburg. Das letzte Aufeinandertreffen mit der SV Ried ging mit einem klaren 6:1 an die Wiener, die nach zwei vollen Erfolgen in den ersten beiden Frühjahrsrunden bequem ins dritte Saisonduell mit den Oberösterreichern gehen können.

Dilaver bleibt im Team, Jun ersetzt Stankovic

Personell wird sich im Team von Peter Stöger nicht viel verändern: Emir Dilaver wird nach seiner Superleistung gegen die Admira erneut in der rechten Abwehr beginnen und den zurückkehrenden Fabian Koch damit wieder auf die Bank verbannen. Die einzige Änderung betrifft den linken Flügel: Tomas Jun kehrt nach seiner Rotsperre wieder ins Team zurück und wird Marko Stankovic ersetzen. Jun, Hosiner und Gorgon bilden damit die offensive Dreierreihe der Austria, die natürlich auch an ihrer Spielanlage nichts ändern muss.

Austria-Bank stark, aber ohne verletzten Barazite

Auch die Bank der Wiener hat es in sich: Peter Stöger kann etwa auf den Doppeltorschützen der Vorwoche, Roman Kienast, zurückgreifen. Auch Simkovic, Stankovic oder der ins Hintertreffen geratene Dare Vrsic sind bereit für Einsätze von der Bank. Ausfallen wird hingegen Nacer Barazite, der aufgrund von Knieproblemen etwa zwei Wochen fehlen wird. Keine Neuigkeit, denn Barazite trainierte schon seit seiner Rückkehr zur Austria mit Schmerzen und bekommt nun die Chance sich 100%ig auszukurieren.

Schmerzhafter Gartler-Ausfall

Die SV Ried holte aus drei Frühjahrsspielen innerhalb von acht Tagen respektable fünf Punkte und musste nur ein Gegentor hinnehmen. Probleme bereitet der Angerschmid-Elf jedoch der Ausfall von Goalgetter René Gartler, der aufgrund einer Ellbogen-Luxation für sechs Wochen ausfallen wird. Gartler erzielte bisher elf Saisontore, bereitete drei vor und war zudem bei fünf weiteren Treffern in der Einleitung beteiligt. Bei 19 von 39 Toren hatte Gartler demnach seine Füße im Spiel.

Hammerer mit guten Karten, zweite Option Vastic

Die einzigen beiden Optionen anstelle des 27-jährigen Ex-Rapidlers sind Toni Vastic und Markus Hammerer. Robert Zulj, ebenfalls gelernter Stürmer, wird weiterhin auf der Position hinter der Spitze im 4-2-3-1/4-1-4-1 benötigt und spielt dort eine herausragende Saison. Der 20-jährige Vastic begann auswärts in Wiener Neustadt erstmals, ließ phasenweise seine fußballerischen Fähigkeiten aufblitzen und ist vor allem aufgrund seiner Antizipationsfähigkeiten ein wichtiger Mann im System der Rieder. Aufgrund der Konter-Notwendigkeit gegen die spielerisch überlegene Austria ist jedoch auch die Aufstellung Markus Hammerers von Beginn an eine gute Option.

Probleme im rechten Mittelfeld; zu viele Fehler in der Viererkette

Beim 0:0 in Wiener Neustadt spielten Markus Grössinger und Thomas Hinum (ab 54.) auf der Position im rechten Mittelfeld, blieben jedoch jeweils blass. Clemens Walch ist aufgrund einer Erkrankung fraglich, wodurch Nacho die besten Chancen auf einen Einsatz hat. Weitere Veränderungen an der Startelf sind unwahrscheinlich, allerdings muss die SV Ried sich vor allem in der Viererabwehrkette stabilisieren. Zwar blieben der Angerschmid-Elf zahlreiche Gegentore erspart, aber bis auf den soliden Jan-Marc Riegler wirkten alle Mitglieder der Abwehrkette wacklig.

Ried wird tiefer stehen

Ried wird versuchen dem entgegenzuwirken, indem die Viererabwehrkette um einige Meter tiefer steht, als in den letzten Spielen. Zudem wird vor allem Anel Hadzic im Mittelfeld eine etwas defensivere Position bekleiden, um das Loch zwischen Abwehr und Mittelfeld zu stopfen. Das Mittelfeld wird im Schnitt ebenfalls tiefer stehen, Marcel Ziegl soll in Rückwärtsbewegung zu einem dritten Innenverteidiger avancieren.

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Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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