Wir lassen nach jedem Spieltag die jeweilige Bundesliga-Runde in einer kompakten Form Revue passieren, wobei wir den Schwerpunkt auf die Expected-Goal-Statistiken legen. Alle Daten... Expected-Goal-Werte zum 30. Spieltag 2019/20

Wir lassen nach jedem Spieltag die jeweilige Bundesliga-Runde in einer kompakten Form Revue passieren, wobei wir den Schwerpunkt auf die Expected-Goal-Statistiken legen. Alle Daten stammen von Wyscout S.p.a.

FK Austria Wien – SKN St. Pölten 2:5

Die Wiener Austria fing sich nach vier Siegen in Folge eine hohe Heimniederlage gegen den SKN St. Pölten ein. Zu dieser Partie verfassten wir bereits eine ausführliche Analyse sowie Spielerbewertungen, bei denen wir Robert Ljubicic extra hervorhoben, da dieser eine extrem starke Leistung gegen die Wiener zeigte. Laut dem Expected-Goal-Modell von 0.74:2.18 geht der Sieg der Gäste klar in Ordnung, auch wenn er natürlich ein wenig zu hoch ausfiel. Heute trifft die Wiener Austria auswärts auf Altach und wird insbesondere in der Defensive stark verbessert auftreten müssen, will man die Tabellenführung in der Qualifikationsgruppe behalten.

SV Mattersburg – Admira Wacker 1:2

Der SV Mattersburg hatte im Spiel gegen die Admira zwar etwas mehr Ballbesitz und gab ein wenig mehr Schüsse aufs gegnerische Tor ab, ging aber trotz einer zwischenzeitlichen 1:0-Führung als Verlierer vom Platz. Laut dem xG-Modell von 1.62:1.52 aus Sicht der Hausherren handelte es sich um eine ausgeglichene Partie, wobei die Gäste einen Elfmeter zugesprochen bekamen, der genau die Hälfte des xG-Werts der Südstadter ausmacht. Die Admira gab damit die roter Laterne an die WSG Tirol ab, die das West-Duell gegen Altach verlor.

WSG Tirol – SCR Altach 0:1

Wieder einmal brachte der Altacher Daniel Nussbaumer seine Mannschaft in Führung, wobei der 20-Jährige diesmal 20 Minuten für seinen ersten Treffer benötigte. Dies ist insofern erwähnenswert, da er seine bisherigen drei Saisontreffer immer spätestens bis zur 3. Minute erzielte. In der zweiten Halbzeit wurden die Hausherren jedoch immer stärker und drückten vehement auf den Ausgleich, der ihnen aber auch aufgrund zweier Lattenschüsse verwehrt blieb. Dass die Niederlage durchaus unglücklich war lässt sich auch von den Expected-Goal-Werten von 2.03:1.44 ablesen. Es bleibt weiterhin extrem spannend im Abstiegskampf.

LASK – WAC 0:1

Der LASK kürte mit der 0:1-Niederlage gegen den WAC die Salzburger zum Meister und machte auch das Rennen um die Plätze 2 und 3 noch einmal extra spannend. Der einzige Treffer der Partie fiel nach einem Foulelfmeter, den Shon Weissman verwandelte, der sein Torkonto damit auf stolze 27 Treffer hochschraubte. Der WAC war in der ersten Hälfte die etwas bessere Mannschaft, hatte aber in den zweiten 45 Minuten insgesamt weniger von der Partie. Das Expected-Goal-Modell lautet aus Sicht der Hausherren 1.07:1.85, wobei natürlich der Elfmeter mit einem Wert von 0.76 den Unterschied in einer letztendlich ausgeglichenen Partie ausmachte.

RB Salzburg – TSV Hartberg 3:0

Der frischgebackene Meister hätte gegen Hartberg durchaus höher gewinnen können, was auch das Expected-Goal-Modell von 3.83:0.28 bestätigt. Die Salzburger gaben in den 90 Minuten unglaublich 33 Torschüsse ab, von denen immerhin 12 auf das gegnerische Tor gingen. Die Überlegenheit der Hausherren lässt sich gut mit dieser Grafik unseres neuen Tools Overlyzer darstellen:


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SK Sturm Graz – SK Rapid Wien 2:3

Der SK Rapid drehte das erste Mal seit 1985 einen 0:2-Rückstand in der Meisterschaft in einen Sieg um. Ausschlaggebend war eine große Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit, die nach einer Systemumstellung einherging. Zu dieser Partie verfasste mein Kollege Daniel Mandl eine interessante Analyse. Dass der Sieg insgesamt verdient war zeigt auch das xG-Modell, das aus Sicht der Hausherren mit 1.05:2.78 eindeutig ausfiel. An der nachfolgenden Grafik erkennt man zudem gut, dass die Hütteldorfer in der zweiten Halbzeit die klar besseren Chancen vorfanden. Die blaue Linie steht für die xG-Werte des SK Rapid.

Stefan Karger