Der 22.Spieltag der österreichischen Bundesliga steht vor der Tür und damit auch das Ende des Grunddurchgangs. In dieser Runde wird es für die Teams... Faktencheck zur 22. Bundesliga-Runde 2019/20

Der 22.Spieltag der österreichischen Bundesliga steht vor der Tür und damit auch das Ende des Grunddurchgangs. In dieser Runde wird es für die Teams in erster Linie um eine verbesserte Ausgangslage für die Playoffs gehen, da alle relevanten Entscheidungen vor dem Finale bereits gefallen sind. Am Samstag trifft u.a. Rapid auf den WAC, während bedingt durch das Cup-Halbfinale am Sonntag Meister Salzburg auf den SK Sturm trifft.

Admira Wacker – SCR Altach

Samstag 17:00, BSFZ-Arena, Schiedsrichter: Stefan Ebner

Das Debüt von Neo-Trainer Zvonimir Soldo verlief für die Admira am vergangenen Wochenende wechselhaft, wobei man zumindest ohne eine Niederlage die Rückreise aus Tirol antrat. Einen zwischenzeitlichen Rückstand konnte man nämlich recht rasch wieder egalisieren und damit zumindest einen Punktengewinn einfahren. Ein Befreiungsschlag war es dennoch nicht, da man sich nach wie vor Punktegleich mit dem Tabellenletzten St. Pölten im Keller befindet und dringend Punkte benötigt. Nun gilt es gegen die Altacher einen Sieg einzufahren, um sich für den Start in die Qualifikationsrunde zumindest etwas Luft zu verschaffen.

Auf der anderen Seite sieht die Lage beim SCR Altach wesentlich entspannter aus, denn den Vorarlbergern gelang unter der Woche eine faustdicke Überraschung. Im Heimspiel gegen Meister Salzburg gelang es trotz der Außenseiter-Rolle die Bullen mit 3:2 zu besiegen und die Krise der Gäste damit zu verschärfen. Eine tragende Rolle nahm dabei Legionär Sidney Sam ein, der zum Schlüsselspieler der Vorarlberger mutiert und immer wichtiger wird. Nun möchte man sich mit einem Sieg einen Extrapunkt für die Qualigruppe ergattern und die eigene Serie an ungeschlagenen Spielen weiter ausbauen.

– Die Admira traf in der Bundesliga in den letzten 9 Duellen gegen den SCR Altach. Eine längere Serie mit Torerfolg gegen ein BL-Team gab es zuletzt von 2005 bis 2014 gegen den SK Sturm Graz mit 18 Duellen.

– Der SCR Altach traf in der Bundesliga in jedem der bisherigen 10 Auswärtsspiele bei der Admira. Das ist die längste derartige Torserie der Voralberger gegen ein BL-Team.

– Der SCR Altach blieb in den ersten 3 Frühjahrsspielen ungeschlagen – erstmals in der Bundesliga.

– Der SCR Altach Altach ist in der Bundesliga seit 6 Spielen ungeschlagen – erstmals in dieser Saison.

– Sidney Sam war seit seinem Debüt (19. Oktober) in der Bundesliga an 10 Toren direkt beteiligt (5 Tore, 5 Assists) – kein BL-Spieler an mehr.

Letztes Duell
Altach 1:4 Admira
Direkter Vergleich seit 74/75:
Spiele insgesamt: 21 (9 Siege Admira, 7 Remis, 5 Siege Altach)
Verletzt/Angeschlagen: Bakis, Thoelke, Vorsager, Paintsil, Starkl / Bekar, Netzer, Zwischenbrugger, Diakite
Gesperrt: Kerschbaum / Niemand
Gefährdet: Lukacevic, Bakis / Zwischenbrugger, Schreiner
Nächstes Spiele: Austria-Admira / Mattersburg-Altach

FK Austria Wien – SKN St. Pölten

Samstag 17:00, Generali Arena, Schiedsrichter: Sebastian Gishamer

Am vergangenen Wochenende trat das Worst-Case Szenario für die Wiener Austria tatsächlich ein, denn das eigene Schicksal und die Fixierung der Qualifikationsgruppe wurde Wirklichkeit. Zwar verlor Hartberg in Linz und selber lag man bis kurz vor Schluss gegen Sturm in Führung, ehe man sich doch noch einen Gegentreffer einfing und so nicht über ein 1:1 Unentschieden hinauskam. Damit blieb man zwar im achten Spiel ungeschlagen, allerdings folgte auch das fünfte (!) Remis in Folge. Nun muss man sich mit der neuen Realität arrangieren und kann gleich gegen einen direkten Konkurrenten in der Qualifikationsgruppe zeigen, dass man wenigstens diese Aufgabe meistern und endlich wieder einen Sieg einfahren kann.

Für den SKN St. Pölten stand dagegen nie in Frage, in welcher Gruppe man vertreten sein würde. Aktuell nehmen die Niederösterreicher sogar dank des schlechteren Torverhältnisses den letzten Tabellenplatz ein und schleppen die rote Laterne mit sich. Im letzten Spiel gegen den WAC zeigte man zwar phasenweise keine schlechte Performance, allerdings brach man sich durch die schlechte Chancenauswertung das Genick und verlor letztlich sogar deutlich mit 0:4. Nun gilt es nicht nur endlich wieder einen Sieg einzufahren, sondern auch einen Treffer aus dem Spiel heraus zu erzielen, denn dieses Kunststück gelang den Wölfen zuletzt im November (!).

– Der FK Austria Wien ist in der Bundesliga gegen den SKN St. Pölten seit 5 Spielen unbesiegt – erstmals so lange. In den letzten 4 Spielen trafen die Wiener dabei stets doppelt.

– Der SKN St. Pölten holte in der Bundesliga 15 Punkte gegen den FK Austria Wien – mehr als gegen jedes andere Team.

– Der FK Austria Wien spielte 5 Spiele in Folge unentschieden. Den Rekord in der Bundesliga hält in dieser Hinsicht der SK Rapid Wien mit 6 Remis in Folge (1996/97 und 2003/04).

– Der FK Austria Wien ist in der Bundesliga seit 8 Spielen ungeschlagen. Das gelang der Austria zuletzt von August bis Oktober 2017.

– Christoph Monschein erzielte in der Bundesliga 5 Tore gegen den SKN St. Pölten – nur gegen den SV Mattersburg ebenso viele.

Letztes Duell:
St. Pölten 2:2 Austria
Direkter Vergleich seit 74/75:
Spiele insgesamt: 17 (11 Siege Austria, 3 Remis, 3 Siege St. Pölten)
Verletzt/Angeschlagen: Schoissengeyr, Borkovic / Messerer, Petrovic
Gesperrt:  Klein / Klarer
Gefährdet: Jeggo / Hofbauer
Nächstes Spiel: Austria-Admira / WSG-St.Pölten

Wolfsberger AC – SK Rapid Wien

Samstag 17:00, Lavanttal Arena, Schiedsrichter: Rene Eisner

In dieser Begegnung zwischen dem WAC und dem SK Rapid kommt es zu einem Duell zweier Tabellennachbarn, die um den dritten Platz eisern kämpfen. Den Kärntnern leisteten dabei am vergangenen Wochenende mit dem 4:0 Auswärtssieg bei St. Pölten Wiedergutmachung, nachdem man sich bei der WSG in Tirol einen kräftigen Ausrutscher leistete. Nun geht es im direkten Duell gegen die Wiener darum, sich den dritten Rang wieder zurückzuerobern und mit einer besseren Ausgangsposition in die Meisterrunde zu starten.

Auch für den SK Rapid Wien war die vergangene Woche von Erfolg gekrönt, besiegte man doch den SV Mattersburg mit 3:1. Zwar wackelte man in der Anfangsphase gehörig und ließ einige Großchancen des Gegners zu, doch mit Fortdauer wurde man immer dominanter und erspielte sich Chance um Chance, weshalb die Burgenländer von Glück sagen können, nicht noch mehr Gegentore kassiert zu haben. Nun geht es im Duell mit einem direkten Konkurrenten darum, die eigene Position zu festigen und ein Statement zu setzen, dass der dritte Rang nur den Grün-weißen gehört.

– Der WAC ist in der Bundesliga gegen den SK Rapid Wien seit 7 Heimspielen unbesiegt (3 Siege, 4 Remis) – erstmals so lange.

– Der SK Rapid Wien gewann 7 der ersten 10 Auswärtsspiele (wie 1987/88) – nie mehr seit Gründung der Bundesliga.

– Der SK Rapid Wien traf in 8 Auswärtsspielen in Folge stets doppelt oder häufiger. Der Rekord in der Bundesliga steht bei 9 Auswärtsspielen in Folge mit jeweils mindestens 2 erzielten Toren – Salzburg 2014/15 und 2018/19 sowie Austria Wien 1983/84.

– Der SK Rapid Wien erzielte 9 Tore per Kopf – nur der WAC (12) in dieser Saison der Bundesliga mehr.

– Michael Liendl verlor in der Bundesliga keines der vergangenen 15 Duelle gegen den SK Rapid Wien – davon 10 im WAC -und 5 im Austria-Wien-Trikot.

Letztes Duell:
Mattersburg 2:3 Rapid
Direkter Vergleich seit 74/75:
Spiele insgesamt: 27 (9 Siege WAC, 9 Remis, 9 Siege Rapid)
Verletzt/Angeschlagen:  Niemand / Schobesberger, Szanto
Gesperrt: Nieman
Gefährdet: Niemand / Fountas, Schwab, Ljubicic, Ulmann, Hofmann
Nächstes Spiel: Sturm-WAC / Salzburg-Rapid

TSV Hartberg – WSG Tirol

Sonntag 17:00, Profertil Arena, Schiedsrichter: Manuel Schüttengruber

Obskure Bilder gab es am vergangenen Wochenende in Beteiligung des TSV Hartberg zu sehen, denn obwohl die Steirer gerade eben vom LASK mit 1:5 aus dem Stadion geschossen wurden, feierte man dennoch ausgelassen und feuchtfröhlich. Der Grund? Aufgrund des Punkteverlustes der Austria, war die Teilnahme an der Meistergruppe fixiert worden und damit auch der weitere Verbleib in der Bundesliga gesichert. In Anbetracht der Voraussetzung in Hartberg eine kleine Sensation, dass man dieses Kunststück vollbrachte. Nun geht es darum, sich für die Meistergruppe warmzuschießen und den Rückstand nach oben mit einem Sieg zu reduzieren.

Der leichte Aufwärtstrend der WSG Tirol fand auch am vergangenen Wochenende seine Fortsetzung, denn im Heimspiel gegen die Admira blieb man im zweiten Spiel in Folge ungeschlagen und holte immerhin ein 1:1 Unentschieden gegen einen direkten Konkurrenten. Damit konnte man zumindest die drohende Übernahme der roten Laterne abwenden, auch wenn man weiterhin Punktegleich bleibt. Daher wird es spannend zu sehen sein, wie sich die Tiroler im Auswärtsspiel in der Steiermark präsentieren werden und ob man gegen einen Gegner aus der Meisterrunde reüssieren kann.

– Der TSV Hartberg gewann die letzten 6 Pflichtspiele gegen die WSG Tirol. 4 dieser 6 Spiele fanden im Rahmen der 2. Liga statt, eines im ÖFB-Cup und eines in der Bundesliga.

– Der TSV Hartberg ist in der Bundesliga seit 5 Heimspielen unbesiegt, wie sonst nur von Mai bis August 2019. Hartberg traf in diesen 5 Heimspielen stets doppelt oder häufiger – erstmals.

– Der TSV Hartberg holte in der laufenden Spielzeit 29 Punkte aus den ersten 21 Spielen, um 3 Punkte mehr als 2018/19 im gesamten Grunddurchgang.

– Die WSG Tirol gab im Frühjahr im Schnitt pro Spiel in der Bundesliga 18 Schüsse ab – im Herbst waren es 11 gewesen.

– Zlatko Dedic traf in 2 Einsätzen in Folge. Der WSG-Klubrekord in der Bundesliga steht bei 3 Einsätze in Folge mit Torerfolg, aufgestellt von Dedic selbst im August 2019.

Letztes Duell:
WSG 0:1 Hartberg
Direkter Vergleich seit 74/75:
Spiele insgesamt: 1 (1 Sieg Hartberg)
Verletzt/Angeschlagen: Lema, Rakowitz, Lienhart / Walch, Grünwald
Gesperrt: Cancola / Hager
Gefährdet: Huber / Cabrera, Rieder, Svoboda, Buchacher
Nächstes Spiel: LASK-Hartberg/ WSG-St. Pölten

Red Bull Salzburg – SK Sturm Graz

Sonntag 14:30, Red Bull Arena, Schiedsrichter: Julian Weinberger

Einen großen Schritt raus aus der Krise machte unter der Woche Meister Salzburg, als man im Cup-Halbfinale den LASK knapp mit 1:0 bezwingen und damit zum wiederholten Male ins Finale einziehen konnte. Dabei zeigte man eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu den letzten Wochen, weshalb der Sieg auch letztlich verdient war. Nun steht die nächste knifflige Aufgabe an und die Bullen können im Heimspiel gegen die Grazer zeigen, dass der Sieg keine Eintagsfliege war und man einen weiteren Schritt aus der Krise machen will.

Der SK Sturm Graz hingegen muss zum Abschluss des Grunddurchgangs nochmal ein ordentliches Brett bearbeiten und zum Meister reisen. Nachdem der eigene Punktestand in der Meisterrunde mehr oder weniger einzementiert ist, müsste man schon einen „Dreier“ holen, um einen zusätzlichen Extrapunkt für das Playoff zu ergattern. Gegen die Austria holte man am vergangenen Wochenende spät aber doch einen Punkt, wobei man sich vor allem für die starke Schlussoffensive letztlich belohnen konnte.

– Der FC Red Bull Salzburg ist in der Bundesliga seit 8 Duellen gegen den SK Sturm Graz ungeschlagen. Das gelang den Salzburgern zuletzt von Februar 2012 bis Februar 2014, damals sogar in 9 Spielen in Folge.

– Der FC Red Bull Salzburg traf in den ersten 21 Spielen dieser Saison 72-mal und stellte damit einen neuen Bestwert seit Gründung der Bundesliga auf.

– Der SK Sturm Graz ist in der Bundesliga seit 5 Auswärtsspielen unbesiegt (3 Siege, 2 Remis) – erstmals seit April 2019 so lange.

– Der SK Sturm Graz verlor nur 2 der ersten 10 Auswärtsspiele – weniger waren es nur in der Saison 1997/98 (1) gewesen.

– Patson Daka hält bei 20 Scorerpunkten (16 Tore, 4 Assists) – nur Shon Weissman vom WAC (22) in dieser Saison der Bundesliga bei mehr.

Letztes Duell:
Sturm 1:1 Salzburg
Direkter Vergleich seit 74/75:
Spiele insgesamt: 85 (43 Siege Salzburg, 23 Remis, 19 Siege Sturm)
Verletzt/Angeschlagen: Kristensen, Hwang, Köhn / Despodov, Donkor
Gesperrt: Niemand
Gefährdet: Berisha / Schrammel, Hierländer
Nächstes Spiel: Salzburg-Rapid / Sturm-WAC

SV Mattersburg – LASK

Sonntag 14:30, Pappelstadion, Schiedsrichter: Alexander Harkam

Nach den zuletzt guten Ergebnissen des SV Mattersburg, mussten die Burgenländer am vergangenen Wochenende im Auswärtsspiel bei Rapid einen Rückschlag hinnehmen. Zwar startete man stark in das Spiel und hatte die Führung am Fuß, allerdings baute man mit Fortdauer der Partie vor allem Defensiv immer mehr ab und verlor letztlich klar das Spiel, auch wenn es vom Ergebnis nicht so deutlich ausfiel. Gegen das Team der Stunde vom LASK werden sich die Mattersburger deutlich steigern müssen, sonst könnte man erneut in eine Niederlagenserie hineinschlittern und angeschlagen in die entscheidende Phase im Kampf gegen den Abstieg starten.

Auf der anderen Seite musste auch das Erfolgsteam des LASK einen Rückschlag hinnehmen, welcher besonders bitter war. Im Cup-Halbfinale gegen Meister Salzburg zog man mit dem 0:1 nur knapp den Kürzeren und verpasste zum wiederholten Male nur um ein Haar das Cupfinale und damit die Chance auf einen Titel. Diese Möglichkeit gibt es fortan nun nur noch in der Liga, weshalb der volle Fokus der Linzer auf dieses Ziel ausgerichtet sein sollte. Um dies zu unterstreichen wäre daher ein Sieg im Burgenland vonnöten, um mit Selbstvertrauen in die nächsten Aufgaben in der Europa League und der Meisterrunde gehen zu können.

– Der LASK gewann in der Bundesliga gegen den SV Mattersburg 3 Duelle in Folge – erstmals. In diesen 3 Spielen erzielte der LASK 12 Tore, nie weniger als 2 pro Spiel.

– Der LASK gewann 16 der ersten 21 Spiele – das gelang in der Bundesliga zuvor nur 5 Teams, jedes dieser 5 Teams wurde am Ende der Saison Meister.

– Der LASK gewann die ersten 10 Auswärtsspiele dieser Saison der Bundesliga. Ohne Punktverlust in den ersten 10 Auswärtsspielen einer BL-Saison blieb zuvor kein Team.

– Der SV Mattersburg erzielte 6 der 26 Tore nach Flanken aus dem Spiel heraus – mit 23% ist das der höchste Anteil aller Klubs in dieser Saison der Bundesliga.

– Der SV Mattersburg gewann 53,7% der Kopfballduelle in dieser Saison der Bundesliga – nur der LASK (54,1%) mit einer höheren Quote.

Letztes Duell:
LASK 7:2 Mattersburg
Direkter Vergleich seit 74/75:
Spiele insgesamt: 23 (9 Siege Mattersburg, 5 Remis, 9 Siege LASK)
Verletzt/Angeschlagen: Gruber, Jano / Niemand
Gesperrt: Niemand / Ranftl
Gefährdet: Malic, Kuen, Erhardt / Trauner
Nächstes Spiel: Mattersburg-Altach / LASK-Hartberg

Dalibor Babic