Nach der blamablen Cupniederlage und der damit verbundenen Absetzung von Peter Schöttel, leitete dessen Vorgänger und Nachfolger Zoran Barisic zum ersten Mal seit Mai... Mehr Kommunikation: Das erste Rapid-Training unter Schöttel-Nachfolger Zoran Barisic

SK Rapid Wien (Logo, Wappen)Nach der blamablen Cupniederlage und der damit verbundenen Absetzung von Peter Schöttel, leitete dessen Vorgänger und Nachfolger Zoran Barisic zum ersten Mal seit Mai 2011 wieder das Training des SK Rapid. Gemeinsam mit Co-Trainer Jancker wurde die Mannschaft in einer ersten intensiven Übungseinheit vor den Augen zahlreicher Medienvertreter auf das wichtige Derby am Sonntag vorbereitet.

Schöttel verabschiedet sich und Barisic präsentiert neue Gesichter

IMG_0721Nachdem sich Peter Schöttel und Dritan Baholli vor der Trainingseinheit von ihrer Mannschaft verabschiedet haben, betrat der gesamte Kader mit Ausnahme von Kapitän Hofmann und Schrammel das Trainingsgelände des Ernst-Happel-Stadions. „Ich finde es großartig, dass Peter diese Möglichkeit bekommen und auch angenommen hat“ äußerte sich Barisic zur Verabschiedung seines Vorgängers und ehemaligen Mannschaftskollegen.

Mit Tobias Knoflach und Athletiktrainer Steinbichler gab es auch gleich zwei neue Gesichter zu bewundern – der vierte Torhüter absolvierte ein komplettes Training und verbrachte eine schweißtreibende Trainingseinheit mit Raimund Hedl, während Steinbichler die Übungen der Kampfmannschaft mitgestaltete und teilweise leitete. Thomas Hickersberger wird wie auch schon unter Schöttel weiterhin dem Trainertream angehören.

Barisic über die Mannschaft und erste Einschätzungen zum Wiener Derby

IMG_0820„Oberste Priorität ist eine gute Leistung und natürlich wollen wir auf Sieg spielen. Wir wollen das Derby gewinnen und dafür werden wir alles geben“, so der neue starke Mann bei Rapid. Er freue sich auf Sonntag und das es gleich mit einem Knaller los gehe. Selbstvertrauen kann man sich nicht kaufen, sondern nur erarbeiten und darauf wird es bis Sonntag ankommen, beziehungsweise ist es Aufgabe des Trainerteams, dieses in der kurzen Zeit wieder dementsprechend zu fördern und bestmöglich herzustellen. Angesprochen auf den Druck, der nach den letzten Wochen auf seiner Mannschaft und damit auch dem neuen Trainer lastet, antwortete er kurz und treffend: „Rapid ist Brutalität“. Jeder, der für und in diesem Verein arbeitet ist sich ob der Erwartungshaltung bewusst.

Kommunikation am Platz als erste hörbare Veränderung

trainingNach einer – vom neuen Athletiktrainer Steinbichler – geleiteten intensiven Aufwärm- und Aktivierungsphase, folgte eine gruppendynamische Passübung. Eingeteilt in zwei Gruppen, wurde schnelle und präzise Ballverarbeitung auf engem Raum geübt und Pässe in die Tiefe simuliert. Neben dem technischen Anspruch, legte das Trainerteam Wert auf  Kommunikation und aktive Ballforderung untereinander. Vor dem Pass machte sich der jeweilige Empfänger stets lautstark bemerkbar und signalisierte dem ballführenden Spieler die Abspielmöglichkeit. Das Trainerteam kommentierte einige Aktionen dieser Einheit und gab den Spielern unmittelbares Feedback. Vor allem Carsten Jancker setzte seine Ankündigung von der Pressekonferenz („Ich stehe Zoki mit Rat und Tat zur Verfügung und wir gehören auf den Platz, nicht auf eine Pressekonferenz) am Tag zuvor in die Tat um und beurteilte selbst nicht gelungene Aktionen stets mit positiv formulierter Kritik, oder unterbrach die Einheit, wenn die Spieler die Übung unzureichend ausführten.

IMG_0787Im abschließenden Trainingsspiel bestätigte vor allem Jan Novota seine starke Leistung von Mittwoch, in dem er einige 1:1 Situationen für sich entscheiden konnte. Insgesamt musste er sich nur zwei Mal geschlagen geben, wobei das erste Tor – ein präziser Schuss von Burgstaller ins Kreuzeck – unhaltbar war. Beide Teams bestritten je eine Hälfte mit Novota und Königshofer, der Slowake musste zwei, der Teamtorhüter vier Tore hinnehmen. Wie üblich, verzichtete man auf intensive Zweikämpfe und risikoreiche Attacken, allerdings war wie schon in der Übung davor deutlich mehr Kommunikation untereinander als bei den letzten Trainingseinheiten zu vernehmen.

In der Zwischenzeit absolvierte Knoflach mit Tormanntrainer Hedl eine intensive Einheit, mit Fokus auf Koordinations- und Reaktionsübungen.

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Während für den Großteil die Trainingseinheit beendet war und man nur noch lockere Runden um den Platz drehte, stand für einige Spieler eine letzte Übung am Programm. Der (defensive) Mittelfeldspieler Heikkinen spielte den Ball auf die Flanke nach rechts (Alar) oder links (Grozurek, Sabitzer) und diese mussten durch einen Abschluss oder Pass auf den Stürmer (Boyd, Starkl) für einen Torerfolg sorgen.

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Nach Trainingsende zeigte sich Barisic durchaus zufrieden „Man hat gesehen, dass sehr viel Dynamik in dieser Mannschaft steckt, das und Schnelligkeit hat Rapid immer schon ausgezeichnet und darauf werden wir aufbauen“

barfuß laufen (2)Der Neotrainer und sein Team versprühen nach dem ersten Tag viel Tatendrang und Optimismus. Für den Rekordmeister bleibt nur zu hoffen, dass diese Ankündigungen nach den schweren Aufgaben der nächsten Spieltage weiterhin Bestand haben und bei den leidgeprüften Fans berechtigten Grund zur Freude hinterlassen. Wie der Verein auf der gestrigen Pressekonferenz ankündigte, wird im Falle des Erfolgs (Qualifikation für die Europa League) eine Vertragsverlängerung mit dem neuen Trainerteam angestrebt – die Weichen hierfür könnten bereits am Sonntag im „Knaller“ gegen die Austria gestellt werden.

Die Videos vom Training

Daniel Walter, abseits.at

Daniel Walter

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