Wir sind maximal drei Jahre zurückgegangen und haben uns angesehen, was die Ex-Kicker der Bundesligisten – vorwiegend die Legionäre – heute machen. Heute kümmern... Segovia, Diallo, Doumbouya & Co. – das machen die Ex-SKN-Kicker heute!

Wir sind maximal drei Jahre zurückgegangen und haben uns angesehen, was die Ex-Kicker der Bundesligisten – vorwiegend die Legionäre – heute machen. Heute kümmern wir uns um den SKN St.Pölten.

Babacar Diallo

Der heute 30-jährige Babacar Diallo war ein durchaus kompromissloser Innenverteidiger, der phasenweise Top-Partien für die St.Pöltner bestritt, dann aber auch wieder abtauchte und fehleranfällig war. Im Sommer verließ der senegalesisch-stämmige Franzose die Niederösterreicher in Richtung Finnland, wo er zuvor auch herkam. Heute kickt Diallo – wieder – in Kuopio, wo er bisher alle drei Spiele der neuen Saison mitmachte.

Lonsana Doumbouya

Für die feine Klinge war der guineische Angreifer Lonsana Doumbouya nicht bekannt und mit drei Bundesligatoren in einem Jahr wird er auch nicht die Annalen der Geschichte eingehen. Seit über einem Jahr kickt der 28-Jährige nun in Thailand: In der Saison 2018 erzielte er 16 Tore für Prachuap und zu Jahresbeginn wechselte er weiter zum Trat FC. Dort hält er nach neun Einsätzen ebenfalls bereits bei acht Toren und gilt damit seit knapp einem Jahr als einer der Topstürmer der thailändischen Liga.

Daniel Lucas Segovia

Mit 71 Toren aus 146 Spielen ist Daniel Lucas Segovia fast schon eine Legende beim SKN St.Pölten. Nach seiner ersten erfolglosen SKN-Saison wechselte der heute 33-Jährige vor knapp zwei Jahren nach Aserbaidschan. Bei Neftci Baku war sein Erfolg überschaubar und auch sein darauffolgendes Engagement beim indischen Verein Bengaluru war ein Flop. Seit vergangenem Sommer kickt Segovia in der dritten spanischen Liga für den einstigen Erstligisten Racing Santander, für den er in 22 Partien sieben Treffer erzielte.

Paul Parvulescu

Der 30-jährige Rumäne Paul Parvulescu verließ St.Pölten im Sommer 2017 und wechselte damals nach Polen zu Wisla Plock, wo er ein halbes Jahr blieb und kaum spielte. Auch danach wechselte der Linksverteidiger halbjährlich seine Klubs: Zuerst war er Reservist beim rumänischen Klub Gaz Metan Medias, im vergangenen Herbst hatte er dieselbe Rolle bei Politehnica Iasi inne. Seit Februar ist Parvulescu wieder Stammspieler – beim rumänischen Zweitligisten Academica Clinceni.

Kai Heerings

Der holländische Innenverteidiger Kai Heerings spielte nur fünf Bundesligapartien für St.Pölten und wurde danach als Flop abgestempelt und zu den Amateuren verbannt. Im Jänner 2017 folgte der logische Abgang in die deutsche Regionalliga zum FC Homburg. Ab Sommer 2017 kickte Heerings für den niederländischen Klub Fortuna Sittard, wo er in der Aufstiegssaison keinen Stammplatz in der zweiten Liga hatte. Heuer allerdings war Heerings in der Eredivisie weitgehend Stammspieler beim aktuellen Tabellen-Vierzehnten.

Alhassane Keita

Der Guineer Alhassane Keita wird in St.Pölten eher wegen eines arbeitsrechtlichen Streits in Erinnerung bleiben, weshalb der SKN auch von der FIFA sanktioniert wurde. Nach seinem halben Jahr in Niederösterreich wechselte er nach Portugal, wo er in einem Halbjahr drei Tore für Maritímo Madeira erzielte. Die letzte Saison verbrachte er in Israel bei Maccabi Netanya, wo er fünfmal traf und in der laufenden Saison geht Keita für Belenenses auf Torjagd und traf bis dato dreimal.

Jeroen Lumu

Auch der Niederländer Jeroen Lumu fällt eindeutig in die Kategorie Transferflop. Nach seinem halben Jahr in St.Pölten wechselte er zunächst in die Türkei, wo er ein Jahr für Samsunspor kickte, danach für ein halbes Jahr nach Indien zu den Delhi Dynamos und im vergangenen Herbst nach Rumänien zu Petrolul Ploiesti. Überzeugen konnte er allerdings bei keinem dieser Arbeitgeber und so folgte im vergangenen Jänner der nächste Tapetenwechsel: Lumu spielt mittlerweile für den portugiesischen Zweitligisten Arouca, wo er in fünf Spielen bisher einmal traf.

Kevin Luckassen

Der Niederländer Kevin Luckassen spielte eine volle Saison in Niederösterreich, hatte aber mit Abschlussschwäche, technischen Mängeln und auch Gewichtsproblemen zu kämpfen. Im März 2018 schloss er sich nach monatelanger Vereinslosigkeit dem englischen Drittligisten Northampton an, wo er aber ebenfalls floppte und nur ein Tor in vier Spielen erzielte. Die laufende Saison verbringt Luckassen in Hollands zweiter Liga bei Almere City, für das er in 26 Partien zweimal traf. Es steht bereits fest, dass sich der 25-Jährige nach Saisonende wieder einen neuen Verein suchen muss.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen