Rapid besiegt den SV Mattersburg mit 3:1 und fährt damit den vierten Heimsieg in der laufenden Bundesligasaison ein. Wir bewerten die Akteure der beiden... Spielerbewertung: Überragender Schwab führt Rapid zu drei Punkten

Rapid besiegt den SV Mattersburg mit 3:1 und fährt damit den vierten Heimsieg in der laufenden Bundesligasaison ein. Wir bewerten die Akteure der beiden Mannschaften nach unserem bewährten Notenschlüssel.

1 = sehr schwach
10 = sehr stark
0 = zu kurz eingesetzt

SK Rapid

Richard Strebinger … 7

Beim Gegentreffer machte Richard Strebinger zwar nicht die allerbeste Figur, dafür hielt er Rapid mit starken Reflexen nach Abschlüssen aus kurzer Distanz gut im Spiel. Die eine oder andere Topparade war auch diesmal wieder dabei.

Filip Stojkovic … 5

Der montenegrinische Außenverteidiger wies insgesamt eine gute Durchschnittsposition auf, führte auch seine Zweikämpfe sehr trocken und mehrheitlich erfolgreich, allerdings ist Stojkovic seit geraumer Zeit spielerisch ein wenig in der Krise. Am Ball machte der Rechtsfuß auch diesmal zu viele Fehler.

Christopher Dibon … 8

Sehr starke Leistung des Abwehrchefs, der nicht nur gut herausspielte und seine Zweikämpfe kompromisslos führte, sondern via Flanke auch einen für ihn eher ungewöhnlichen Assist beisteuerte. Seine Vorstöße durch die Zentrale sorgten immer wieder für Destabilisierung auf Seiten der Mattersburger.

Mateo Barac … 7

Barac nahm diesmal etwas mehr Risiko im Aufbauspiel, meisterte diese Aufgabe aber weitgehend gut. Im Zweikampf und auch in Laufduellen zeigte er mehrfach seine Stärken und es waren kaum Unsicherheiten in seinem Spiel dabei.

Maximilian Ullmann … 4

An Maximilian Ullmann lief die Partie diesmal eher vorbei, auch weil die linke Seite Rapids allgemein nicht ihren besten Tag erwischte. Da Rapid das Spiel recht gut durch die Mitte aufbaute, hatte Ullmann verhältnismäßig sehr wenige Ballaktionen und wenn er mal in aussichtsreicher Position an den Ball kam, agierte er weitgehend unglücklich.

Stefan Schwab … 10

Riesenleistung des Rapid-Kapitäns! Schwab gelang in seinem Spiel eine massive Fehlerminimierung und es war fast nicht möglich, ihn zu Unsicherheiten zu zwingen. Zwei Kopfballtore sprechen natürlich auch eine deutliche Sprache und darüber hinaus überzeugte Schwab auch mit seiner Körpersprache und in der Kommunikation mit seinen Mitspielern. Für den Routinier, der aktuell über einen neuen Rapid-Vertrag verhandelt, war es die beste Saisonleistung.

Dejan Petrovic … 7

Gelungener Auftritt des slowenischen Neuzugangs, der einerseits im Gegenpressing eine gute Partie lieferte, aber vor allem im Spiel mit dem Ball und mit cleveren Pässen in die Tiefe überzeugte. Hätte Rapid seine Chancen besser genützt, hätte Petrovic sich wohl über ein bis drei Assists freuen dürfen. Zudem war er auch in Zweikämpfen kompromisslos und zog zahlreiche Duelle auf sich, was auch Schwab entlastete.

Thomas Murg … 6

Dem Weststeirer kann man nur einen Vorwurf machen – nämlich den, dass er nicht traf. Murg hätte drei Tore machen können, scheiterte aber am starken Casali oder an Aluminium. Seine Tempodribblings waren diesmal wieder stärker als in den Spielen zuvor und einzig die Abschlüsse vermieden eine höhere Note.

Christoph Knasmüllner … 4

Der Spielmacher wirkte phasenweise etwas abwesend bzw. nicht fokussiert genug. Zwar gelang ihm ein wichtiger Assist zu Taxiarchis Fountas‘ 2:1, vergab danach aber die Chance auf die Vorentscheidung stümperhaft und ließ allgemein ein wenig die Präzision in seinem Spiel vermissen. Das Verrückte an Knasmüllner ist nichts desto trotz seine makellose Bilanz und mittlerweile hält er bei zwölf Saisonassists.

Kelvin Arase … 5

Der soeben „verlängerte“ Arase arbeitete viel, ging weite Wege, machte am Ball kaum Fehler, blieb unterm Strich aber auch ungefährlich. Der Youngster war insgesamt wichtig fürs Spiel Rapids, auch weil er viele Zweikämpfe zog, vor dem Tor muss aber künftig noch mehr vom 21-Jährigen kommen.

Taxiarchis Fountas … 5

Der griechische Torjäger hatte insgesamt einen schweren Stand und kam zu relativ wenigen Aktionen. In der ersten Hälfte vergab er noch einige Chancen, kurz nach der Pause war er aber hellwach und erzielte das wichtige 2:1 für sein Team. Dennoch war es nicht unbedingt eine seiner besseren Partien.

Thorsten Schick, Srdjan Grahovac, Koya Kitagawa … 0

Alle zu kurz eingesetzt.

SV Mattersburg

Tino Casali … 8

Der Mattersburger Ersatzkeeper vertrat Markus Kuster ausgezeichnet und bewahrte seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage. Sehr wenige Unsicherheiten, wie etwa beim Herausspielen vor dem 1:2, dafür aber einige perfekte Reflexe, speziell gegen die Abschlüsse von Thomas Murg.

Patrick Salomon … 3

Der rechte Flügelverteidiger stemmte sich physisch recht gut gegen die rollenden Rapid-Angriffe, war aber offensiv ein Ausfall. Über seine Seite kam viel zu wenig und in der gegnerischen Hälfte machte der Routinier viel zu viele unerzwungene Fehler.

David Nemeth … 5

Der junge David Nemeth lieferte eine recht ordentliche Leistung ab, wenn man bedenkt, wie sehr die Abwehrreihe der Mattersburger immer wieder unter Druck war. In der gegnerischen Hälfte muss sein Passspiel allerdings für einen aufbauenden Innenverteidiger noch besser werden.

Thorsten Mahrer … 5

Erzielte den Mattersburger Treffer und war weitgehend ein verlässlicher Zweikämpfer, allerdings unterliefen dem einstigen Rapid-Nachwuchsspieler auch deutlich zu viele Fehlpässe im Spielaufbau.

Lukas Rath … 5

Spielte weitgehend eine unauffällige Partie, war aber gerade bei Offensivstandards ein ständiger Unruheherd, der im Fünfmeterraum nur schwer zu verteidigen war.

Michael Lercher … 3

Auch der zweite Außenverteidiger spielte eine durchwachsene Partie. Michael Lercher verlor die meisten seiner Zweikämpfe, hatte mit Thomas Murg seine liebe Not und kam nur selten in aussichtsreiche Offensivaktionen.

Florian Hart … 6

Der beste Mattersburger Feldspieler konnte an seine gute Sechserleistung vom Auswärtsspiel in Graz anknüpfen. Der etatmäßige Außenverteidiger ersetzte den Spanier Jano gut und konnte immer wieder ein bisschen Ruhe ins Mittelfeld der Mattersburger bringen.

Philipp Erhardt … 4

Harts Nebenmann Philipp Erhardt erwischte hingegen keinen guten Tag und machte auf der Zentralachse der Mattersburger einfach zu viele Fehler, speziell wenn es die Chance auf schnelle Gegenstöße gab.

Andreas Kuen … 3

Der Ex-Rapidler wurde von seinen einstigen Kollegen komplett aus dem Spiel genommen, nachdem er in den letzten Wochen in bestechender Form agierte. Kuen kam in 90 Minuten auf nur 14 Pässe, von denen elf an den Mann kamen. Zwar konnte er damit immerhin drei Toraktionen einleiten, aber im laufenden Spiel blieb der Tiroler weitgehend unsichtbar.

Martin Pusic … 4

Pusic war insgesamt der gefährlichste Mattersburger und versuchte seiner Mannschaft mit einem recht hohen Aktionsradius zu helfen. Allerdings war er in seinen Aktionen nicht entschlossen genug und wurde auch zu häufig falsch angespielt. Musste in mehr Kopfballduelle als ihm lieb war.

Marko Kvasina … 5

Der baumlange Angreifer wies im Auswärtsspiel gegen Rapid eine irre Duellstatistik auf. Kvasina ging zu Boden und in der Luft insgesamt in 50 (!) Duelle, von denen er 29 gewinnen konnte. Diese Offensivpräsenz hielt Mattersburg gefühlt längere Zeit im Spiel und der Aufwand, den er auf physischer Ebene betrieb, war wirklich bemerkenswert. Zählbares schaute allerdings nicht heraus…

Alois Höller … 3

Höller ersetzte nach 54 Minuten Patrick Salomon, fand aber überhaupt nicht in die Partie. Beim dritten Gegentreffer ließ er zudem Schwab zum Kopfball kommen.

Patrick Bürger, Fabian Miesenböck … 0

Beide zu kurz eingesetzt.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen