Die Wiener Austria trifft heute auswärts auf den SC Wiener Neustadt – und damit trifft Peter Stöger erstmals auf seinen Ex-Klub. Die Vorzeichen könnten... tipp3 Bundesliga Vorschau, 7.Runde: SC Wiener Neustadt – FK Austria Wien

Die Wiener Austria trifft heute auswärts auf den SC Wiener Neustadt – und damit trifft Peter Stöger erstmals auf seinen Ex-Klub. Die Vorzeichen könnten vor dem Duell nicht klarer sein: Die Austria kassierte in der laufenden Saison erst einen Treffer und schwebt auf einer Welle des Erfolgs, während der SC Wiener Neustadt – wieder mal – als Abstiegskandidat Nummer Eins gehandelt wird. Allerdings geht auch der SC mit breiter Brust in das Duell mit den Veilchen.

Nach dem Sieg in Innsbruck und dem Remis bei Meister Red Bull Salzburg haben sich Pfeifenbergers Neustädter ein wenig Luft verschafft und gaben die rote Laterne an den FC Wacker Innsbruck ab. Dennoch sind die Blau-Weißen klarer Außenseiter und müssen zudem wieder einige Spieler vorgeben: Ramsebner ist weiterhin verletzt, Hofbauer fällt ebenso verletzt aus, Imamoglu ist krank und Fröschl gesperrt.

Wiener Neustadt eher mit Solospitze

Die wahrscheinlichste Variante wird ein 4-2-3-1-System sein, um der Austria im Mittelfeld stärker zuzusetzen als in einem 4-4-2. Hierbei setzt Pfeifenberger erneut auf die dynamischen Flügel Pollhammer und Rakowitz. Offen ist, wer bei Wiener Neustadt im Angriff beginnt: Günter Friesenbichler hat aufgrund seiner Statistik zwar die besten Karten, aber Dario Tadic wäre gegen seinen Ex-Klub die dynamischere Wahl. Es ist unwahrscheinlich, dass der Neustadt-Coach beide Stürmer von Beginn an bringt, da dies das Mittelfeld gegen eine passsichere Austria destabilisieren würde.

Vrsic fraglich

Die Austria muss auf jeden Fall auf Roman Kienast und den frisch verletzten Ersatzkeeper Pascal Grünwald verzichten. Ein Fragezeichen stellt aktuell Dare Vrsic dar, der das gestrige Nachmittagstraining aufgrund eines Zwickens in der Kniekehle abbrechen musste. Auch der Einsatz von Roland Linz ist noch fraglich, da auch er beim gestrigen Training über kleine Wehwehchen klagte.

Intensives Freitagnachmittagstraining

Der Tabellenführer aus Wien-Favoriten gab im Training noch einmal Vollgas, spielte etwa ein enorm energisches 10-gegen-10 aufs Halbfeld, bei dem sich nahezu alle Akteure des violetten Kaders für Einsätze aufdrängten. Dabei war nicht nur zu beobachten, dass die Spieler volles Tempo gingen, sondern auch zeitweise sehr hart zu Werke gingen, was einige Wortgefechte zwischen Spielern zur Folge hatte. Diese regelten das aber mit entsprechend ehrlichen Worten unter sich – diese hitzige Vorgehensweise ist ein Zeichen dafür, dass in dieser Mannschaft ein Feuer entfacht wurde, das auch auf lange Sicht nicht zu unterschätzen ist.

Mehrere Möglichkeiten für die Stürmerposition

Ein Mittelfeld mit Alexander Grünwald, Tomas Simkovic und James Holland ist angesichts der möglichen Verletzung von Dare Vrsic am wahrscheinlichsten. In der Abwehr sind Dilaver, Ortlechner, Rogulj und Suttner gesetzt. Ivan Kardum rutscht durch die Verletzung von Pascal Grünwald auf die Ersatzbank – Heinz Lindner ist nach wie vor die unumstrittene Nummer Eins im Austria-Tor. Im Angriff gibt es mehrere Alternativen, so auch die, dass Tomas Jun vom Start weg an vorderster Front spielt. Neuerwerbung Philipp Hosiner dürfte vorerst nur auf der Bank Platz nehmen.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen