frankreichAuf Österreich warten bei der am Montag beginnenden U19-Europameisterschaft mit Frankreich, Griechenland und der Ukraine drei durchaus schwere Gegner. Dennoch erwischten die Österreicher im... Die hohe Latte Frankreich: Das sind Österreichs Gruppengegner bei der U19-EM

Frankreich - FlaggefrankreichAuf Österreich warten bei der am Montag beginnenden U19-Europameisterschaft mit Frankreich, Griechenland und der Ukraine drei durchaus schwere Gegner. Dennoch erwischten die Österreicher im Vergleich die weitaus leichtere Gruppe. Wir sehen uns die Stars der österreichischen EM-Gegner genauer an.

Der Favorit der Gruppe und zugleich auch einer der Mitfavoriten auf den Titel ist Frankreich. Die Mannschaft von Patrick Gonfalone ist Österreichs erster Gruppengegner (6.Juli) und seit November 2014 unbesiegt. Die letzte Niederlage steckte die Mannschaft in einem Testspiel gegen Spanien ein: Damals verlor Frankreich mit 1:5, rehabilitierte sich aber nur zwei Tage später mit einem 5:0-Sieg gegen die deutsche Auswahl.

Frankreichs Top-Leute in der Offensive

Die Mannschaft wird von Abwehrchef Abdou Diallo getragen, der bisher für Monaco spielte und in der kommenden Saison leihweise für Zulte-Waregem auflaufen wird. Der talentierteste Mittelfeldspieler ist Samed Kilic, der im Sommer von Auxerre zu Newcastle United wechselt. Die Stars im Team sind aber die Flügelstürmer: Der 18-jährige Neal Maupay vom OGC Nizza wird bereits von mehreren Topklubs umworben und auch der ivorisch-stämmige Maxwell Cornet von Olympique Lyon könnte demnächst den nächsten Schritt machen. Das größte Potential sagt man Kingsley Coman von Juventus Turin nach. Der Mittelstürmer ist eigentlich schon ein fester Bestandteil der U21, wurde aber für das Turnier zur U19 abgezogen. Beim jungen Pariser spielt allerdings auch der Faktor Motivation eine große Rolle.

Gutes ukrainisches Kollektiv

In der ukrainischen U19-Elf sucht man vorerst vergeblich nach Namen, die auf zahlreichen Listen stehen. Einer der größten Hoffnungsträger ist Viktor Kovalenko von Shakhtar Donetsk. Für den Top-Klub bestritt er zwar erst vier Pflichtspiele, in der U19-Nationalelf ist er Box-to-Box-Midfielder allerdings eine feste Größe. Kovalenko spielt zusätzlich auch in der U20-Nationalmannschaft und bestritt mit dieser die U20-WM, bei der er in vier Spielen fünf Tore erzielte. Ein weiterer Topmann ist Valeriy Luchkevych von Dnipro Dnepropetrovsk: Der Rechtsverteidiger dürfte im Laufe der kommenden Saison zum Stammspieler beim EL-Finalisten werden. In der Offensive gibt es mit Maryan Shved von Karpaty Lviv und Oleksandr Zubkov von Shakhtar Donetsk II zwei hochtalentierte Youngsters. Shved kann als Rechtsaußen und als Linksaußen eingesetzt werden, ist wendig und torgefährlich, spielte im Frühjahr bereits mehrfach für die Kampfmannschaft. Zubkov kam in der ersten Elf von Shakhtar zwar noch nicht zum Zug, ist aber aktuell der beste klassische Stürmer in der ukrainischen U19.

Olympiakos als tragende Basis für Griechenlands U19

Gastgeber Griechenland ist wohl der Underdog der Gruppe. Bei der Mannschaft von Giannis Goumas ist anzunehmen, dass etwa die Hälfte der Kicker aus dem Nachwuchs von Olympiakos Piräus kommt. So zum Beispiel auch Stürmerhoffnung Nikos Vergos, der bereits als 17-Jähriger für den Serienmeister debütierte und traf, allerdings momentan noch in der Warteschlange festsitzt. Auch der flexible Linksfuß Stylianos Pozoglou von PAOK Thessaloniki gilt als einer der Hoffnungsträger. Der 19-Jährige kann als Linksaußen und im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Zudem verfügt Griechenland mit dem defensiven Mittelfeldspieler Albert Roussos und Angreifer Anastasios Donis über zwei Juventus-Legionäre.

Österreich mit guten Aufstiegschancen

Die Ausgangslage ist alles in allem recht deutlich. Österreichs härtester Gegner ist erwartungsgemäß Frankreich, die eine sehr reife Mannschaft stellen. Die Ukraine ist gut organisiert und verfügt über einige gute Spieler, sollte demnach über die weniger gefestigten Griechen zu stellen sein. Der zweite Platz und der Aufstieg ins Halbfinale sollten für die ÖFB-Auswahl aber auf jeden Fall drin sein.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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