Zwei Spieltage der WM- Qualifikation wurden in den letzten sieben Tagen gespielt, wir fassen für euch die wichtigsten Aspekte zusammen. Deutschland ist in Form... Nach den Oktober-Länderspielen: So stehen die Gruppenfavoriten da!

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Zwei Spieltage der WM- Qualifikation wurden in den letzten sieben Tagen gespielt, wir fassen für euch die wichtigsten Aspekte zusammen.

Deutschland ist in Form

Gegen Nordirland und gegen Tschechien konnten die Deutschen sich einmal mehr profilieren und ihre Dominanz zeigen. Beide Male trat man im 4-2-3-1/4-2-4-0 mit Götze als falscher Neun an. Den Ballbesitz beherrscht man gewohnheitsgemäß, die Nordiren wehrten sich jedoch weniger als die phasenweise intensiv pressenden Tschechen. Die Asymmetrie in der Viererkette der Deutschen lässt viele Varianten zu: Auf der einen Seite der geradlinigere Hector, auf rechts der spielmachende Kimmich. Draxler manifestiert sich ebenfalls mehr und mehr in der Stammelf, wenngleich er weiterhin taktische und strategische Defizite hat.

England im Umbruch

Nach dem Rücktritt von Sam Allardyce übernahm Gareth Southgate, bisher U21-Trainer, das Ruder bei den Engländern. Mit zwei Siegen und einem Unentschieden startete man dennoch bis jetzt gut in die Qualifikation. Ob Gareth Southgate die Mannschaft weiter betreuen oder ein anderer Kandidat die nächste Lösung wird steht noch in den Sternen. Zudem erhitzt sich die Diskussion um Wayne Rooney zusehends, die letzten zwei Spiele saß er zu Beginn nur auf der Bank. In England teilen sich die Meinungen über die Rolle und vor allem Position des Kapitäns. Als Mittelstürmer wird der Veteran scheinbar nicht gesehen, mit harter Konkurrenz auf der Zehn, den Flügeln und der Sechser Position. Es wird interessant zu beobachten sein, wie sich dies bis zum nächsten Spieltag entwickelt.

Spanien und Italien punktegleich

Beide Mannschaften starteten mit neuen Trainern in die Quali, beide haben bis jetzt sieben Punkte gesammelt. Spaniens Trainer Lopetegui scheint der Roja neues Leben eingehaucht zu haben, ein noch fluideres Spielsystem mit etwas veränderter Besetzung versetzt einige Taktik- und Spanien- Fans wieder in Begeisterung. Sein Gegenpart Ventura ließ jedoch alles beim Alten, die Ausrichtung scheint nun sogar noch defensiver als unter Conte zu sein. Der Schlagabtausch gegeneinander endete 1:1.

Belgien und Schweiz haben einen Lauf

Belgien hat mit Roberto Martínez ebenfalls einen neuen Trainer, die Roten Teufel fokussieren sich nun mehr auf Ballbesitz und fahren damit sehr erfolgreich. Aus drei Spielen konnte man neun Punkte ergattern, die Tordifferenz von 13:0 ist ebenfalls beeindruckend.

Die Schweizer konnten auch in drei Spielen neun Punkte erspielen, damit lässt man Portugal mit zwei Punkten Vorsprung hinter sich. Einer dieser Siege war gegen den wichtigen Konkurrenten und Europameister, dieses Duell könnte auf lange Sicht noch ein Schlüsselspiel gewesen sein.

Die doppelt besetzten Tabellenspitzen

In Gruppe A kämpfen im Moment Frankreich und Schweden mit jeweils sieben Punkten um den ersten Platz, das wichtige Duell zwischen den beiden steht jedoch noch aus. Die Niederlande hinken bereits mit drei Punkten Rückstand hinterher und zeigten sich noch nicht überzeugend.

In Gruppe E sind es Montenegro und Polen, die mit jeweils sieben Punkten den Kampf um die Tabellenspitze bestreiten. Montenegro erhielt jedoch vier Gegentore weniger als ihre Konkurrenten, die Abwehr scheint zumindest im Moment noch sicherer zu stehen.

Kroatien und Island haben die gute Form aus der EM mitgenommen und stehen ebenfalls Kopf an Kopf auf der Tabellenspitze, beide mit sieben Punkten. Das erste Duell zwischen den beiden, das in Kroatien stattfinden wird, ist im November angesetzt und kann dann bereits interessante Tendenzen hervorzeigen.

David Goigitzer, abseits.at

David Goigitzer

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