Die erste Runde der Heute für Morgen Erste Liga ist Geschichte und der erste Tabellenführer heißt Austria Lustenau. Die Vorarlberger feierten einen furiosen Sieg,... Austria Lustenau am besten aus den Startlöchern – Die 1. Runde der Heute für Morgen Erste Liga

Die erste Runde der Heute für Morgen Erste Liga ist Geschichte und der erste Tabellenführer heißt Austria Lustenau. Die Vorarlberger feierten einen furiosen Sieg, gleich viele Tore schoss auch der SKN St. Pölten. Es gab nur ein Remis.

Blau Weiß Linz – TSV Hartberg 2:2 (2:1)

Der letztjährige Aufsteiger kam besser aus der Sommerpause. Bei durch den Regen schwierigen Verhältnissen konnten Manuel Hartl (18.) und Philipp Huspek (28.) eine frühe Zwei-Tore-Führung herstellen. Bei Hartberg lief zunächst recht wenig zusammen, Boris Adilovic sorgte mit ruhenden Bällen für Gefahr. Allerdings ließ Neo-Coach Moriggl auch fünf Neue beginnen, durch die Relegation gab es wohl noch nicht genug Zeit, Automatismen zu üben. Durch einen dieser neuen fiel nach einem Standard der Anschlusstreffer. Joachim Parapatis verwertete eine Adilovic-Vorlage. Im zweiten Durchgang begingen die Linzer aber den Fehler, nichts mehr für die Offensive zu tun. Allerdings fehlte die Handhabe, eine so knappe Führung auch über die Zeit zu bringen. Mario Mijatovic (86.) erzielte noch den verdienten Ausgleich.

SV Grödig – FC Lustenau 3:0 (2:0)

Im ersten Ligaspiel unter Adi Hütter legten die Hausherren schnell los, kamen durch Thomas Salamon (6.) zur Führung. Während bei den Hartbergern mit den Neuen nicht viel zusammen lief, erzeugten gleich sieben neue Spieler in der Grödiger Anfangsformation viel Druck. Zwar fighteten sich die Lustenauer in das Spiel zurück, fanden Möglichkeiten vor, das Tor traf aber wieder einer der Heimmannschaft. Neuzugang Leo netzte noch vor der Pause zum 2:0 ein (42.). In der 60. Minute wechselte FC-Trainer Damir Canadi gleich drei Mal, aber weder Tosun, Rupp noch Felix konnten sich Gefahrenmomente erarbeiten. Der SV Grödig spielte die Partie souverän runter, hatte den Gegner spätestens nach dem zweiten Tor voll im Griff und kam durch Mersudin Jukic (80.) noch zum dritten Tor und bescherten Hütter ein perfektes Ligadebüt in Salzburg.

SV Horn – SCR Altach 3:4 (1:3)

Nach 26 Minuten sah es schon ziemlich düster aus für den Liganeuling aus dem Waldviertel. Philipp Netzer (7.), Hannes Aigner (17.) und Aleksandar Djordjevic, der ins eigene Tor traf (26.), hinterließen zunächst lange Gesichter auf der Horner Betreuerbank. Routinier Michael Wojtanowicz konnte nach der roten Karte für Altach-Verteidiger Matthias Sereinig zwei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit den Anschlusstreffer erzielen. Der sehenswerte Freistoßtreffer weckte den SV Horn auf, Rainer Scharinger wollte durch einen Stürmer-Abwehrspieler-Tausch die Führung über die Zeit bringen. Dies gelang, auch wenn es viel aufwendiger war, als gedacht. Djordjevic (69.) bügelte seinen Fehler aus, der eingewechselte Sandro Gotal glich wenig später aus (78.). Am Ende reichte es für die Ländle-Kicker, wieder stand der routinierte Innenverteidiger im Mittelpunkt. Er bekam einen Ball an die Hand, Netzer verwandelte den Elfmeter (83.). Somit blieb die Aufholjagd der Horner unbelohnt.

SKN St. Pölten – First Vienna FC 5:2 (2:1)

4.200 Fans wollten sich das Ligadebüt der NV-Arena nicht entgehen lassen. Den ersten Stich machten aber die Gäste aus Döbling, die komplett neu zusammengestellte Mannschaft aus Wien ging durch Markus Pink (10.) in Führung. Die Heimmannschaft steckte aber nicht auf, spielte nach vorne. Michael Popp (20.) und der Spanier Jano (22.) drehten das Spiel innerhalb weniger Augenblicke. Das Team, das 2011/12 die meisten Großchancen kreierte und vergab, drehte dann mächtig auf. Wieder Jano (63.) und Robert Gruberbauer (80.) stellten auf 4:1, auch auf Dominik Rotters Anschlusstreffer (89.) hatte Neuzugang Konstantin Kerschbaumer (94.) noch eine späte Antwort. Die St. Pöltner wirkten wie aus einem Guss, es hätten locker noch mehr Tore geschossen werden können. Das große Betreuerteam rund um Martin Scherb schien sich bezahlt gemacht zu haben.

SC Austria Lustenau – Kapfenberger SV 5:0 (3:0)

Es war kein verwunderliches Ergebnis im Reichshof-Stadion. Die Austria blieb gegenüber der Vorsaison weitgehend unverändert, der KSV musste sich komplett neu aufstellen. Diese unterschiedlichen Voraussetzungen waren von der ersten bis zur letzten Minute bemerkbar. Bereits zur Pause hatten Jan Zwischenbrugger (16.) und zwei Mal Patrick Salomon (22., 40.) auf 3:0 gestellt, Thiago de Lima Silva ließ noch zwei Tore folgen (52., 90.). Dabei hätte Routinier Sanel Kuljic vom Elferpunkt in der 35. Minute noch den Anschlusstreffer erzielen können, scheiterte aber an Austria-Goalie Alexander Kofler. Das von Heesen-Team kassierte die Willkommenswatsche, der Deutsche wird noch viel arbeiten müssen. Helgi Kolvidssons Elf überzeugte, so leicht wie die Falken wird es aber diese Saison dann doch nicht mehr werden.

Gut aus der Sommerpause kamen jene Teams, die in der spielfreien Zeit vor allen auf Kontinuität setzten. Auch wenn es noch viel zu früh ist, um Prognosen zu treffen – mit dem SKN und der Austria ist wohl zu rechnen.

Georg Sander, abseits.at

Georg Sander

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