Der Wolfsberger AC ist Bundesligist. Mit einem 3:1-Auswärtserfolg auf der Hohen Warte rehabilitierten sich die Kärntner nach der Schlappe gegen Hartberg und beendeten eine... Der WAC/St. Andrä mit dem Meisterstück – Entscheidung um Platz acht steht noch aus

Der Wolfsberger AC ist Bundesligist. Mit einem 3:1-Auswärtserfolg auf der Hohen Warte rehabilitierten sich die Kärntner nach der Schlappe gegen Hartberg und beendeten eine Woche vor dem Duell mit dem LASK dessen Aufstiegsträume. Die Vienna wiederum fiel durch den Sieg des FC Lustenau im Derby gegen die Austria auf den neunten Platz zurück.

In den für Auf- und Abstieg bedeutungslosen Spielen verpasste der TSV Hartberg einen anständigen Abschied vom Heimpublikum und verlor gegen den SKN St. Pölten mit 0:3 (0:2). Daniel Segovia hatte mit seinen Saisontreffern 14 und 15 schon früh im Spiel die Weichen auf Sieg gestellt (14., 22.), ehe Michael Ambichl (50.) den Endstand gegen nicht mehr hundert Prozent motivierte Hartberger erzielte. Der SCR Altach gab sich gegen den FC Blau-Weiß Linz keine Blöße. Patrick Seeger (6.) hatte früh zur Führung getroffen und Orhan Ademi (31., 44.) besorgte den Halbzeitstand. Das Spiel war durch, Harun Sulimani erzielte noch den Ehrentreffer (74.) und Andreas Lienhart (84.)  markierte den Treffer zum 4:1 (3:0)-Endstand und damit das letzte Saisontor im heimischen Schnabelholz.

WAC vs. LASK vs. Austria

Eine knappe halbe Stunde fiel weder in Döbling, noch in Linz oder Lustenau ein Tor. Doch dann erzielte Richard Cardozo (29.) das 1:0 gegen den SV Grödig und die Linzer waren in der Tabelle kurze Zeit einen Punkt vor dem WAC. Die kurze Zeit dauerte zwei Minuten, Stephan Stückler schloss einen Sololauf via Innenstange herrlich ab. Noch ehe alle Eventualitäten der Tabelle durchgedacht waren, markierte Markus Lackner (35.) den Ausgleich vor 3.700 Fans auf der Hohen Warte und somit waren LASK und WAC in der Tabelle punktegleich. Der Einzige, den das gefreut haben dürfte, war mit Hinblick auf das Duell der beiden nunmehrigen Tabellenführer und deren Duell am letzten Spieltag der Kassier der Wolfsberger. Bis nach der Pause durfte er rechnen. In Lustenau stand es indes noch 0:0.

Dann fasste sich Manuel Kerhe ein Herz und hämmerte das Spielgerät nach einer Flanke des Spaniers Jacobo zum 2:1 ins Netz (55.). Jacobo legte eine Viertelstunde später mit einem gleichsam sehenswerten wie haltbaren Seitfallzieher nach (69.). Das Tor zum 1:0 für den FC Lustenau durch Florian Zellhofer (73.) vor 6.700 Zusehern im Reichshofstadion beendete dann auch alle noch so kleinen Ambitionen der Austria, den Aufstieg noch zu schaffen. Diego Viana glich auf der Gugl, auf der sich rund 5.000 Besucher eingefunden hatten, aus (80.).

Vienna vs. Lustenau

Der FC Lustenau konnte kurz vor Schluss durch Osman Abd Al Rahman (87.) noch auf 2:0 erhöhen, Thiago Silva (90.) betrieb mit seinem Anschlusstreffer lediglich Ergebniskosmetik. Während an der Spitze die Rollen klar verteilt sind, liegt der FC nun einen Punkt vor der Vienna. Der letzte Spieltag bietet somit ein Fernduell mit den Austragungsorten Linz und Lustenau. Die Döblinger erreichen den achten Platz, wenn sie gegen Blau Weiß gewinnen und der FC nicht voll punktet – die blauen Lustenauer sind bei einem vollen Erfolg daheim gegen Hartberg auf jeden Fall Achter. Bei einem Unentschieden im Ländle ist man ebenfalls durch, so die Vienna nicht voll punktet. Für den Fall, dass Hartberg gewinnt und die die Linzer ein Remis erreichen, wäre die Vienna aufgrund des Torverhältnisses am achten Platz. Derzeit haben beide -12 stehen, bei einem Sieg der Steirer würde genau dieses eine (oder mehrere) Siegtor der Hartberger den Ausschlag über einen Ligaverbleib oder Relegation geben.

Die Heute für Morgen-Erste Liga wird also bis zur letzten Minute der Meisterschaft spannend bleiben. Der WAC wird sich in der nächsten Saison in der Bundesliga beweisen müssen. Ob Absteiger Kapfenberg dann ein Regionalderby gegen den GAK spielen wird können, ist noch unklar. Denn egal ob die Wiener oder die Vorarlberger in der Relegation antreten werden, gilt auch hier, dass zunächst einmal zwei Mal 90 Minuten gespielt werden müssen. Die besseren Karten hat hierbei der FC Lustenau, der mit einem Sieg daheim gegen Hartberg alles klar machen kann, egal wie die Vienna spielt. Doch vielleicht jubeln am Ende beide Teams, denn der doch-nicht-Aufsteiger LASK wartet nach wie vor auf die Lizenz. Sollte diese nicht erteilt werden, hätten sogar die Hartberger noch eine Chance auf den Klassenerhalt, da sie auf Platz neun vorgereiht werden würden und das Relegationsspiel gegen den GAK „erben“ würden.

Georg Sander, abseits.at

Georg Sander

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