In der Champions League steht der zweite Teil der Doppelrunde auf dem Programm. Einige Mannschaften können bereits einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen,... Vorschau zum vierten Champions-League-Spieltag – Teil 1

Champions LeagueIn der Champions League steht der zweite Teil der Doppelrunde auf dem Programm. Einige Mannschaften können bereits einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen, während andere um das Weiterkommen bangen müssen. Abseits.at stellt drei spannende Begegnungen des dritten Spieltags vor.

Juventus Turin – Real Madrid

Hinspiel: 1:2

Im ewig jungen Klassiker zwischen dem weißen Ballett und der alten Dame behielten die Gastgeber knapp die Oberhand, obwohl sich Juventus durchaus einen Punkt verdient hätte, zumal man nach dem fragwürdigen Ausschluss von Giorgio Chiellini lange Zeit in Unterzahl agierte. Während Real nun bereits die Chance hat, den Aufstieg ins Achtelfinale unter Dach und Fach zu bringen – die Madrilenen halten beim Punktemaximum -, muss sich Juventus ordentlich strecken, um ebenfalls in die KO-Runde einzuziehen.

Bisher haben die Italiener lediglich zwei Punkte auf dem Konto, die aus Unentschieden gegen Kopenhagen und Galatasaray resultieren. Gewinnen die Türken das Parallelspiel in Kopenhagen, setzen sie Juventus gehörig unter Druck. Zwar wäre Juventus auch bei einer Niederlage gegen Real noch nicht draußen, doch wäre man dann auf Schützenhilfe angewiesen, um das erste große Saisonziel nicht bereits zu verpassen. Am Wochenende feierten beide Mannschaften knappe Auswärtssiege. Juventus kam zu einem 1:0 in Parma, während Real bei Rayo Vallecano mit 3:2 siegte.

Shakhtar Donezk – Leverkusen

Hinspiel: 0:4

In den vergangenen Jahren galt Shakhtar Donezk stets als so etwas wie ein Geheimfavorit auf den Gewinn der Champions League, doch aktuell sieht es nicht so aus, als könnten die Ukrainer erneut in diese Rolle schlüpfen. Von der einst spielerischen Leichtigkeit ist die Truppe von Mircea Lucescu weit entfernt, was sich nicht nur bei der überraschend herben Pleite in Leverkusen offenbarte, bei der auch Torhüter Andriy Pyatov alles andere als gut aussah. In der heimischen Meisterschaft rangiert Shakhtar ebenfalls nur auf dem dritten Platz, verfügt jedoch über Tuchfühlung zur Tabellenspitze. Hinsichtlich des wichtigen Spiels gegen Leverkusen nahm Lucescu in der Partie gegen Volyn Lutsk am Freitag einige personelle Änderungen vor, die prompt zu einer 0:2-Niederlage führten.

Zumindest den direkten Vergleich, der bei Punktegleichheit schlagend würde, wird sich Leverkusen nicht mehr nehmen lassen, mit einem weiteren Sieg in der Ukraine – was gleichbedeutend mit erstmals seit 2002 drei Erfolgen in Serie wären – stünde die Werkself sogar dicht vor dem Einzug in das Achtelfinale. In der Bundesliga haben sich die Leverkusener gemeinsam mit Bayern München und Borussia Dortmund von den übrigen Vereinen abgesetzt und bilden ein einsames Dreigestirn an der Tabellenspitze. Am Wochenende setzte es jedoch eine überraschende Niederlage beim Tabellenschlusslicht in Braunschweig, bei der man wie Shakhtar einige Stammspieler wie Stefan Kießling schonte.

Olympiakos Piräus – Benfica

Hinspiel: 1:1

Ein durch und durch irreguläres Duell liefern sich Benfica und Olympiakos vor zwei Wochen im Estádio da Luz. Heftige Regenfälle setzten den Rasen tief unter Wasser, doch der Schiedsrichter machte keinerlei Anstalten, dem für den neutralen Zuschauer durchaus amüsanten Treiben Einhalt zu gebieten, sondern zog die Partie eisern durch. Vor schütterer Kulisse brachte Alejandro Domínguez die Gäste nach einer halben Stunde in Führung, welche Óscar Cardozo in der Schlussphase noch ausgleichen konnte und Benfica damit vor dem Super-GAU bewahrte.

Dennoch müssen die Portugiesen nun gehörig um das Weiterkommen zittern, was ihrem eigenen Weltbild alles andere als gerecht wird, schließlich will man im Mai beim Endspiel im eigenen Stadion mit von der Partie sein. Angesichts der gegenwärtigen Performance ein kühner Plan, schwächelt man nach dem dreifachen Titelverlust aus der Vorsaison doch gewaltig, was auch Langzeittrainer Jorge Jesus in die Kritik bringt. Am Freitag konnte in der heimischen Meisterschaft immerhin so etwas wie ein Befreiungsschlag gelandet werden und man bezwang Academica Coimbra klar mit 3:0. Ganz anders die Situation bei Olympiakos: als einziger hellenischer Club, der von der Finanzkrise verschont blieb, zieht der Verein national wieder einmal einsam seine Kreise und kam am Wochenende zu einem Auswärtserfolg im Derby gegen Panathinaikos.

OoK_PS, abseits.at

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