Die Königsklasse öffnet zum zweiten Gruppenphasenspieltag ihre Pforten. Für die Verlierer des ersten Spieltages geht es bereits darum, nicht den Anschluss zu verlieren, während... Vorschau zum zweiten Champions-League-Spieltag – Teil 2

Champions League SpielDie Königsklasse öffnet zum zweiten Gruppenphasenspieltag ihre Pforten. Für die Verlierer des ersten Spieltages geht es bereits darum, nicht den Anschluss zu verlieren, während die Sieger danach streben, die Weichen auf Aufstieg zu stellen. Abseits.at stellt drei spannende Spiele vor.

Manchester City – Bayern München

Letztes direktes Duell: 2:0 und 0:2 (Champions-League-Gruppenphase 2011/12)

Der FC Bayern startete standesgemäß mit einem Heimsieg über CSKA Moskau die Mission Titelverteidigung – was in der Champions League übrigens noch keinem Verein gelang -, während sich auch Manchester City beim klaren Auswärtssieg in Plzeň keine Blöße gab. An die Spitze Europas, wo die Bayern stehen, versucht City händeringend und mit den Taschen voll arabischem Geld hinzukommen, doch bisweilen reichte es für die Blues noch nicht einmal zum Überstehen der Gruppenphase. Dem gegenüber steht eine herausragende Heimbilanz, denn so ist ManCity mittlerweile seit 20 Europacupspielen im eigenen Stadion ungeschlagen.

Neben dem Duell auf dem Rasen stehen sich auch zwei ausgeprägte Trainerpersönlichkeiten gegenüber. Auf der einen Seite Pep Guardiola, auf der anderen Manuel Pellegrini, der sein Gegenüber jedoch noch nie schlagen konnte – weder als Coach von Real Madrid, noch als Übungsleiter bei Villarreal oder Málaga. Die Bayern trafen in dieser Saison übrigens bereits auf eine Mannschaft von der Insel: Ende August besiegten sie im Endspiel um den UEFA-Supercup Chelsea im Elfmeterschießen und lieferten damit die Revanche für die Niederlage beim Finale dahoam.

Juventus – Galatasaray

Letztes direktes Duell: 2:1 und 0:2 (Champions-League-Gruppenphase 2003/04)

So hatten sich weder Juventus noch Galatasaray den Auftakt in die Königsklasse vorgestellt. Die alte Dame kam trotz drückender Überlegenheit in Kopenhagen lediglich zu einem 1:1, während Galatasaray zuhause von Real Madrid mit 1:6 abgeschossen wurde, wobei man kurioserweise über weite Strecken der Partie sogar die bessere Mannschaft war, es jedoch sträflich verabsäumte, zahlreiche gute Chancen zu nutzen. Anders hingegen Cristiano Ronaldo, der für das weiße Ballett gleich drei Mal einnetzte.

Seither hat sich bei beiden Teams einiges getan. Bei Juventus hakte man das Remis in Dänemark als Betriebsunfall ab (zumal es auch im Vorjahr nur ein 1:1 gegen Nordsjaelland gab, am Ende der Aufstieg dennoch geschafft wurde) und eilt in der Serie A von Sieg zu Sieg, während die Lage am Bosporus weit prekärer ist. Nicht zuletzt ob des schwachen Meisterschaftsstarts trennte sich Galatasaray von Trainer Fatih Termin und präsentierte am Montagabend Ex-Manchester-City-Coach Roberto Mancini als Nachfolger. Dieser muss die zweifelsfrei talentierte Truppe rund um Didier Drogba nun rasch aufrichten, denn sonst geht die KO-Phase der Champions League ohne den Viertelfinalisten der Vorsaison über die Bühne.

Paris Saint-Germain – Benfica

Letztes direktes Duell: 2:1 und 1:1 (Europa-League-Achtelfinale 2010/11)

Wie Manchester City hat sich Paris Saint-Germain das Ziel gesetzt, Fußballeuropa dank  schier unerschöpflicher Geldquellen aus dem arabischen Raum zu erobern. Ein kleiner Schritt dazu wurde am ersten Spieltag gemacht, als man zwar alles andere als berühmt bei Olympiakos Piräus auftrat, die drei Punkte aber dennoch mit in die Stadt der Liebe nahm. In der Ligue 1 liefert sich PSG indessen ein Duell mit Monaco, das nicht minder neureich ist, allerdings auf Finanzmittel aus Russland baut. Zuletzt kam es im Prinzenpark zu direkten Duell, das nach beiden Superstars Zlatan Ibrahimovic und Radamel Falcao 1:1 endete.

Auch Benfica durfte mit dem Start in die Königsklasse durchaus zufrieden sein, schließlich kamen die Portugiesen gegen Anderlecht zu einem ungefährdeten Sieg. Anders sieht die Lage in der heimischen Liga Zon Sagres aus, wo man den eigenen Ansprüchen noch deutlich hinterherhinkt und gerade einmal Fünfter ist. Am Sonntag kam Benfica gegen den kleinen Stadtrivalen Belenenses nicht über ein 1:1 hinaus und verlor damit weiter Boden auf Klassenprimus Porto. Trainer Jorge Jesus gerät damit zwar noch nicht unter Druck, doch auch der seit bereits vier Jahren im Amt befindliche Übungsleiter weiß, dass beim mitgliederstärksten Verein der Welt in dieser Gruppe das Erreichen des Achtelfinales absolute Pflicht ist.

OoK_PS, abseits.at