In dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren,... abseits.at-Leistungscheck, 17. Spieltag 2014/15 – Werder holt drei wichtige Punkte gegen enttäuschende Dortmunder

InBundesliga dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren, die beim österreichischen Teamchef Marcel Koller gute Karten haben. Der SV Werder Bremen feierte in der 17. Runde der deutschen Bundesliga einen wichtigen 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund und fügte damit der Mannschaft von Jürgen Klopp die 10. Saisonniederlage zu! Wir blicken außerdem auf die Einsätze von Kevin Wimmer, Florian Klein, Martin Harnik und Christian Fuchs.

SV Werder Bremen – Borussia Dortmund   2:1

Der SV Werder Bremen gewann verdient gegen die abermals enttäuschend auftretenden Dortmunder und verhinderte damit ein Überwintern am letzten Tabellenplatz. Viktor Skripnik holte aus den vier Heimspielen als Chefcoach stolze zehn Punkte, Davie Selke avancierte mit einem Treffer und einem Assist zum Matchwinner.

Diesmal schoss Zlatan Junuzovic ausnahmsweise kein Freistoßtor. Der Österreicher, der in den letzten Partien das Um und Auf bei den Bremern war, setzte gegen Dortmund weniger Glanzlichter als zuletzt, machte aber dennoch eine gute Partie, da er vor allem in kämpferischer Hinsicht alles in die Waagschale warf. Gut möglich, dass er mit den deutlichen Worten von vergangener Woche seine Mannschaftskollegen ein wenig wachrüttelte, denn das gesamte Team zeigte sich deutlich engagierter als zuletzt. Junuzovic lief links in der Mittelfeldraute auf und absolvierte eine Laufdistanz von 11,8 Kilometern. Der österreichische Nationalspieler kam auf 54 Ballkontakte und spielte 30 Pässe, von denen 77% bei seinen Mitspielern ankamen. Er schlug drei Flanken, bereitete zwei Torschüsse vor, schoss selbst jedoch kein einziges Mal aufs gegnerische Tor. Der Österreicher bestritt 20 Zweikämpfe von denen er die Hälfte gewann und fing drei gegnerische Pässe ab. Der kicker bewertete ihn mit einer 3,5, sportal.de gab ihm eine glatte 3.

VfL Wolfsburg – 1. FC Köln   2:1

Der 1. FC Köln lieferte sich mit den starken Wolfsburgern einen tollen Schlagabtausch, bei dem die Gastgeber jedoch das bessere Ende für sich hatten. Wolfsburg holte somit in der Hinrunde stolze 34 Punkte und stellte damit einen Vereinsrekord auf. Der 1. FC Köln ging zwar schon in der 11. Minute durch Innenverteidiger Dominic Maroh in Führung, gab aber schlussendlich schon zum vierten Mal in dieser Saison einen Vorsprung aus der Hand. Dennoch gebührt Peter Stöger durchaus Respekt, da er seine Mannschaft gut gegen die starken Hausherren einstellte und den Zuschauern eine hochinteressante Partie lieferte.

Neben dem Torschützen Dominic Maroh stand Kevin Wimmer im Abwehrzentrum der Gäste. Im Gegensatz zu seinem Kollegen hatte er einen relativ unspektakulären Arbeitstag. Bei den Gegentreffern trifft ihn keine direkte Schuld, Maroh kam zunächst gegen Dost zu spät (16.) und stand auch beim Verlusttreffer zu weit von Naldo weg (78.). Wimmer gewann zwar nur 50% seiner 16 Zweikämpfe, allerdings verlor er kein entscheidendes Duell, das Konsequenzen nach sich gezogen hätte. Beinahe hätte er jedoch ein Eigentor erzielt, doch Keeper Timo Horn verhinderte, dass sich der Österreicher in die Schützenliste eintrug. Wimmer blockte zudem drei gegnerische Schüsse ab und klärte fünf Bälle aus der Gefahrenzone. Er kam auf insgesamt 54 Ballkontakte und spielte 38 Pässe, von denen nur 58% bei seinen Mitspielern ankamen, was daran lag, dass von seinen 15 weiten Zuspielen nur vier einen Mannschaftskollegen fanden. Sowohl der kicker, als auch sportal.de gaben ihm die Note 3,5.

VfB Stuttgart – SC Paderborn   0:0

Der VfB Stuttgart verlangte dem heimischen Publikum beim 0:0-Unentschieden gegen den SC Paderborn einiges ab, denn die Mannschaft von Coach Huub Stevens wirkte ideenlos und tat sich gegen die defensiv auftretenden Gäste sichtlich schwer. In der ersten Halbzeit sah man noch die eine oder andere Bemühung in Sachen Offensivspiel, die zweite Halbzeit hätten sich alle Beteiligten sparen können.

Florian Klein spielte zuletzt im rechten Mittelfeld, rückte diesmal jedoch wieder eine Position zurück und kam als rechter Außenverteidiger zum Zug. Klein hatte zu Beginn des Spiels einige gute Szenen und bereitete die eine oder andere Chance über seine Seite vor. Im weiteren Verlauf der Partie nahmen seine Offensivaktionen jedoch deutlich ab und er konzentrierte sich mehr auf seine Defensivaufgaben. Klein bereitete insgesamt drei Torschüsse vor, schlug jedoch keine Flanke und schoss kein einziges Mal aufs gegnerische Tor. Er kam auf 45 Ballkontakte und spielte 25 Pässe, von denen nur 56% ankamen. Auch seine Zweikampfbilanz ist mit 47,1% negativ – der Österreicher gewann acht seiner 17 Duelle. Sowohl der kicker, als auch sportal.de gaben Florian Klein die Note 4.

Noch schlechter lief es für Martin Harnik, der bis zu seiner Auswechslung in der 61. Minute kein einziges Mal aufs gegnerische Tor schoss und nur einen Torschuss-Assist beisteuerte. Der Stürmer wurde jedoch auch von seinen Mannschaftskollegen viel zu selten unterstützt und hatte gegen die solide Abwehr aus Paderborn einen schweren Stand. Harnik kam auf nur 26 Ballkontakte und spielte 22 Pässe, von denen 50% bei seinen Mannschaftskollegen ankamen. Auch hier waren sich der kicker und sportal.de einig und gaben ihm die Note 5.

FC Schalke 04 – Hamburger SV   0:0

Auch auf Schalke gab es ein torloses Unentschieden, wobei die Zuschauer mehr geboten bekamen als in Stuttgart. Christian Fuchs musste zur Pause verletzungsbedingt in der Kabine bleiben, machte bis zu diesem Zeitpunkt aber eine recht gute Partie und sorgte immer wieder für Druck über den linken Flügel. Der österreichische Nationalspieler schoss in der ersten Halbzeit einmal aufs gegnerische Tor, schlug zwei Flanken und bereitete insgesamt vier Torschüsse vor. Er gewann zudem sieben seiner elf Duelle (63,6%), lief 5,4 Kilometer und fing einen gegnerischen Pass ab. Fuchs kam in den 45 Minuten auf 31 Ballkontakte und spielte 20 Pässe, von denen 75% ankamen. Der kicker gab ihm die Note 3,5, sportal.de bewertete ihn mit einer glatten 3.

Stefan Karger, www.abseits.at

Stefan Karger

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