Inter Mailand hat heute seinen 19-Mann-Kader für das Spiel gegen Rapid am Donnerstag bekanntgegeben. Neben den sieben bestätigten Ausfällen gibt es noch zwei weitere,... Inter streicht Icardi aus Matchkader gegen Rapid

Inter Mailand hat heute seinen 19-Mann-Kader für das Spiel gegen Rapid am Donnerstag bekanntgegeben. Neben den sieben bestätigten Ausfällen gibt es noch zwei weitere, wobei einer als kleine, der andere aber als große Überraschung zu werten ist.

In unserer ausführlichen Teamanalyse über Inter Mailand haben wir die Wichtigkeit für die Mailänder erwähnt, dass dem argentinischen Serie-A-Schützenkönig Mauro Icardi der Knopf aufgeht. Diese Chance sollte Trainer Luciano Spalletti seinem Superstar in Wien geben. Aber der Trainer-Routinier macht das Gegenteil.

Schleife weg, aus dem Kader gestrichen

Nach den schlechten Leistungen der letzten Wochen wurde Icardi für das Hinspiel aus dem Kader gestrichen. Der Mittelstürmer sitzt demnach nicht einmal auf der Bank. Dem noch nicht genug, wurde dem 25-Jährigen auch noch die Kapitänsschleife entzogen und an Torhüter Handanovic weitergegeben. Vor den Europa-League-Duellen mit den Hütteldorfern hängt der Haussegen bei den Nerazzurri also gehörig schief.

UPDATE: Inter Mailands Verantwortliche erklärten heute in mehreren Interviews, dass sie Icardi für das Spiel gegen Rapid nominiert haben, dieser aber nicht ans Telefon ging. Grund dafür ist ein Streit zwischen den Vereinsoffiziellen und Icardis Frau und Beraterin. Icardis Frau will ein höheres Gehalt für ihren Mann ausverhandeln. Aktuell verdient Icardi 4,5 Millionen Euro pro Jahr, die Forderung liegt aber bei zehn Millionen Euro, womit er nach Cristiano Ronaldo den zweithöchsten Verdienst in der Serie A hätte. Da dieser Streit anhängig ist, entschloss sich Icardi – oder aber seine Frau – zu streiken. Dies soll der Grund für Icardis Nichtnominierung bzw. Absage sein.

Baldé wird nicht fit

Einen weiteren Ausfall hat Spalletti auf dem linken Flügel zu beklagen. Keita Baldé, der zuletzt keine vollen Trainingseinheiten mitmachte, ist noch nicht matchfit. Sein Ausfall war bereits zu erahnen, ist nun aber Gewissheit. Auf der linken Außenbahn wäre aber ohnehin der kroatische Vizeweltmeister Ivan Perisic gesetzt gewesen.

Icardi-Landsmann für den Angriff

Durch den Ausfall Icardis wird nun wohl sein Landsmann Lautaro Martínez im Sturmzentrum auflaufen. Der 21-Jährige wäre auch eine Option für die rechte Außenbahn gewesen, wo nun mit Sicherheit entweder Politano oder Candreva spielen wird.

Drei Junge mit dabei

Nach den mageren Leistungen der letzten Wochen ist es aber auch gut möglich, dass Spalletti ein Exempel statuiert. Die große Sensation des 19-Mann-Kaders ist nämlich, dass mit Nolan, Schiró und Roric gleich drei U19-Spieler mit von der Partie sind. Die drei Youngster sind allesamt Feldspieler, weshalb nur 13 Profis für die zehn Feldpositionen mit dabei sind. Möglicherweise sehen wir im Hinspiel der „Round of 32“ also sogar ein Debüt auf Seiten von Inter Mailand.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen