Der SK Rapid Wien trifft morgen auf HJK Helsinki und möchte sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel herausschießen. Die Hütteldorfer treffen am finnischen...

Fußball in FinnlandDer SK Rapid Wien trifft morgen auf HJK Helsinki und möchte sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel herausschießen. Die Hütteldorfer treffen am finnischen Kunstrasen auf einen Gegner, der national das Um und Auf ist, international aber nur selten Duftmarken hinterlassen kann. abseits.at analysiert Verein und Mannschaft des finnischen Meisters.

Name: HJK Helsinki (Helsingin Jalkapalloklubi)
Nationalität: Finnisch
Gründungsdatum: 19.Juni 1907
Alter: 107 Jahre
Vereinsfarben: Blau-Weiß
Stadion: Sonera Stadium
Fassungsvermögen: 10.766 Plätze
Präsident: Olli-Pekka Lyytikäinen
Trainer: Mika Lehkosuo

Erfolge

  • 26 x finnischer Meister
  • 11 x finnischer Cupsieger
  • 4 x finnischer Ligapokalsieger
  • 1 x Gruppenphase Champions League
  • 2 x Achtelfinale im Europapokal der Landesmeister
  • 1 x Achtelfinale im Europacup der Cupsieger

Standing in Finnland

HJK Helsinki ist finnischer Rekordmeister – sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen. Jahr für Jahr führt kein Weg an HJK vorbei, wenn man finnischer Meister werden möchte. Allerdings hatten die Konkurrenten der Blau-Weißen in den letzten Jahren kaum Erfolg: Die Hauptstädter wurden zuletzt fünfmal in Folge Meister und stehen auch heuer vor dem Meistertitel. Nach 23 von 33 gespielten Partien führt HJK die Tabelle mit einem Spiel weniger und sieben Punkten Vorsprung auf den FC Lahti an. Von den 23 Ligaspielen verlor HJK nur zwei: Im April gab es ein 1:3 in Lahti und ein 0:1 zu Hause gegen TPS Turku. In der Liga ist HJK somit seit knapp vier Monaten ungeschlagen.

Standing in Europa

International sieht’s weniger rosig aus. Zwar spielt HJK praktisch jedes Jahr europäisch, aber zumeist ist nach wenigen Spielen bereits Endstation. Für eine Gruppenphase konnten sich die Finnen erst ein einziges Mal qualifizieren. In den Playoffs zur Europa League scheiterte HJK bisher dreimal.

In der vergangenen Saison 2013/14 schied HJK schon in der 2.Quali-Runde zur Champions League aus. Peinlicherweise verlor man mit 0:0 (h) und 1:2 (a) gegen den estnischen Meister Nomme Kalju. Eine Saison zuvor setzte man sich in derselben Runde locker gegen KR Reykjavik durch (7:0 h, 2:1 a), schied dann aber gegen Celtic Glasgow aus (1:2 a, 0:2 h). Im darauffolgenden Playoff zur Europa League unterlag HJK Athletic Bilbao mit 0:6 (a) und 3:3 (h).

Weitere Playoff-Erfahrungen machte HJK in der Saison 2011/12, als gegen Schalke 04, das später Helsinkis Teemu Pukki verpflichtete, nach einem überraschenden 2:0-Heimsieg ein glattes 1:6 in Gelsenkirchen das Ausscheiden besiegelte. Ein Jahr zuvor verlor man mit einem Gesamtscore von 0:6 gegen Besiktas Istanbul und verpasste so die Gruppenphase.

Der größte Erfolg auf europäischer Ebene gelang HJK in der Saison 1998/99, als man sich für die Gruppenphase der Champions League qualifizieren konnte. In der Qualifikation setzte man sich gegen den FC Jerewan und den FC Metz durch und in der CL-Gruppe mit PSV Eindhoven, dem 1.FC Kaiserslautern und Benfica Lissabon holte man respektable fünf Punkte. Zu Hause konnte man sich etwa gegen Benfica mit 2:0 durchsetzen.

In der laufenden Europacupsaison zeigte HJK wieder nur durchschnittliche Leistungen. Gegen den mazedonischen Meister Rabotnicki Skopje gelang nur knapp der Aufstieg. Nach einem 0:0 auswärts, gewann man zu Hause mit 2:1. In der 3.Quali-Runde zur CL war aber gegen APOEL Nikosia Endstation: Nach einem 2:2 zu Hause gab es auswärts eine 0:2-Niederlage. Von den letzten zehn Europacupspielen gewann HJK nur ein einziges…

Interessante Transfers

Die finnische Liga hat nicht gerade den besten Ruf und so ist es klar, dass HJK in der Vergangenheit nicht gerade viel Geld aus Spielertransfers lukrierte. Der teuerste Export der Finnen ist Teemu Pukki, der 2011 um 1,5 Millionen Euro zum FC Schalke 04 wechselte und heute in Glasgow bei Celtic spielt. Für Janne Saarinen (2000/01 – > Rosenborg BK) und Sakari Mattila (2008/09 – > Udinese Calcio) erhielt man jeweils 800.000 Euro, für Juho Mäkelä (2005/06 – > Heart of Midlothian) immerhin 730.000.

Bezahlte Ablösesummen im sechsstelligen Bereich sind bei HJK sehr selten. Der teuerste Spieler, den man jemals holte war Tuomas Aho, der 2006/07 um 275.000 Euro von Aarhus aus Dänemark kam.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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