Der SK Rapid bekommt es im Europa-League-Playoff mit Steaua Bukarest zu tun und möchte seine insgesamt tadellose Playoff-Bilanz gegen den rumänischen Top-Klub fortsetzen. Wir... Offensiv stark, aber schlagbar: Das ist Rapid-Gegner Steaua (FCSB) Bukarest!

Der SK Rapid bekommt es im Europa-League-Playoff mit Steaua Bukarest zu tun und möchte seine insgesamt tadellose Playoff-Bilanz gegen den rumänischen Top-Klub fortsetzen. Wir haben uns Kader und Spielweise der Rumänen, die wir bei ihrem ursprünglichen Namen und nicht ihrem neuen Namen FCSB benennen, im Detail angesehen.

Der Trainer der Rumänen ist der erst 38-jährige Nicolae Dica, der als Aktiver unter anderem in Italien und in der Türkei spielte. Der einstige Nationalspieler war über lange Jahre Leistungsträger bei Steaua und kennt den Verein sehr gut. Allerdings ist Steaua seine erste Trainerstation und aufgrund des guten Spielermaterials, das er schon letzte Saison hatte, steht er aufgrund der verpassten Meisterschaft ein wenig in der Kritik.

Das 4-2-3-1 in Stein gemeißelt

Dica verlor in der vergangenen Saison das „Trainerduell“ gegen Clujs Routinier Dan Petrescu, der nach dem Meistertitel nach China abwanderte. Ähnlich wie Petrescu hielt auch Dica sehr stark an einem praktisch unumstößlichen 4-2-3-1 fest und Steaua lieferte in der vergangenen Saison den deutlich spektakuläreren Fußball als Cluj. Letzteres wurde aber Meister, weil der einstige Chelsea-Legionär Petrescu das Defensivgefüge besser zusammenhielt. Cluj spielte die meisten seiner Partien stressfrei runter, während Steaua unter Dica vieles dauerhaft nach demselben Konzept probierte, stets die gleichen Zielspieler anvisierte und daran vor allem auswärts gegen tief stehende, destruktive Gegner immer wieder scheiterte. Zu Hause war Steaua allerdings eine Bank und der Hurra-Fußball des einstigen Spielmachers Dica uferte teilweise in beeindruckenden Kantersiegen aus.

Diverse Parallelen zu Rapid

Steaua stellt aktuell eine ähnliche Mannschaft wie Rapid. Es gibt das eine oder andere Aufbauproblem und auch Schwierigkeiten mit Staffelungen in Ballbesitz. Der Spielaufbau startet eher bedächtig und häufig auch recht tief. Die Außenverteidiger schieben dabei nicht weit nach vorne, sondern fungieren als tiefstehende Kombinationsspieler. Erst wenn Steaua sich aus dem ersten Drittel befreien kann, rücken die Außenverteidiger weit auf. Zuvor kippt aber noch eher zusätzlich ein Sechser ab. Dies macht den Rumänen phasenweise Probleme, vor allem weil die trickreichen Flügelspieler grundsätzlich hochstehen. Zwar ist die Staffelung in der Mittelfeldzentrale in Ordnung, aber die Wege zwischen dem ersten und dem dritten Drittel sind dennoch viel zu weit, die Abstände zu groß. Steaua muss sehr häufig Risiko im Aufbauspiel nehmen, um Drittel zu überbrücken.

Mittelfeldstaffelung und cleveres defensives Flügelkonzept gefragt

Dem kann Rapid mit einer sehr genauen und engen Mittelfeldstaffelung entgegenwirken. Konsequent von innen nach außen zu verteidigen wäre hier ein gutes Mittel. Die Außenverteidiger sollten ein wenig einrücken und den Flügelspielern Steauas das Gefühl geben, dass sie die verhältnismäßig ungefährlichen Flügelzonen dominieren können. Hierbei ist auch eine starke Sechs-Acht-Zehn-Staffelung gefragt. Steaua baut das Spiel zwar langsam auf, wird ab einem gewissen Zeitpunkt aber sehr schnell direkt. Passschneisen auf der Zentralachse kann Rapid durch eine gute Raumstaffelung abfedern. Bei weiten Bällen auf die Flügel, eventuell auch in den Rücken der Abwehr, muss man schlichtweg knallhart sein, sofort eng zum Mann schieben und kein Risiko gehen, zumal die Außenspieler der Rumänen keine angenehmen Gegner im Eins-gegen-Eins sind, sobald der Ball auf dem Boden unter Kontrolle ist.

Chance auf Balleroberungen an den Flügeln

Zugleich sind aber auch die Außenverteidiger Steauas wichtige Aufbauinstanzen, was einerseits ein Grundproblem darstellt, andererseits aber auch die Flügel forciert, sofern die Außenverteidiger vertikal spielen. Auch hier wird es stark auf hohe Konzentration und starke Antizipation durch die grün-weißen Außenverteidiger oder nach außen kippende Sechser oder Offensivflügel ankommen. Kurzum: Die Aufbauoptionen Steauas sind ebenso vielschichtig, wie riskant. Mit cleverem, mannschaftlich geschlossenem Stellungsspiel, sollte es möglich sein, viele Bälle abzufangen, ohne dabei überhaupt in Zweikämpfe gehen zu müssen.

Schwächen gegen den Ball

Gegen den Ball hat Steaua vor allem dann Probleme, wenn sie vom Gegner in eine tiefe Feldposition gedrückt werden. Einerseits die teilweise in Rückwärtsbewegung zu hohe Ausrichtung der Außenverteidiger, die defensive Schwächen im Eins-gegen-Eins zeigen könnten, andererseits die beim Attackieren zu passive Doppelacht, die manchmal zögerlich und etwas hölzern wirkt. Auch die Schnittstelle zwischen Innen- und Außenverteidiger auf der rechten Seite der Steaua-Viererkette ist eine, die man durchaus mal bespielen kann.

Dribbelstärke und Standards als große Trümpfe

Die Stärken Steauas liegen ganz klar im Offensivbereich und da vor allem in der Dribbelstärke und im Spielwitz der offensiven Dreierreihe, sowie in den Abschlussqualitäten des bulligen Angreifers Gnohéré. Mehr dazu später, wenn wir uns dem Personal widmen. Eine Sache, die aber dringend vermieden werden muss, sind nicht unbedingt notwendige Standardsituationen. Steaua verfügt mit Florinel Coman über einen außergewöhnlichen Schützen von Ecken, Freistoßflanken und auch direkten Freistößen. Bei nahezu jedem ruhenden Ball wird es gefährlich werden – und das nicht eintönig, sondern auf verschiedene Arten und Weisen.

Guter Durchschnitt im Tor

Kommen wir nun zum Personal und starten wir im Tor: Der 30-jährige Cristian Balgradean ist ein solider, aber kein herausragender Rückhalt, der vor allem in seinem Strafraum gelegentlich zu zögerlich agiert. Da seine Ersatzleute Vlad und Ducan aber erst 19 und 17 Jahre alt sind, ist klar, dass er der unumstrittene Einser ist.

Interessantes Innenverteidiger-Gespann

Interessanter ist das Gespann in der Innenverteidigung. Auf der rechten Seite ist der 26-jährige Serbe Bogdan Planic gesetzt, der vor allem betreffend seiner Aufgaben in der Zentrale eine Macht ist. Einzig beim Ausweichen auf die Flügel und in der Absprache mit seinem Rechtsverteidiger gibt es gelegentlich Probleme. Links wird der 23-jährige Mihai Balasa spielen, den Andrei Ivan nur allzu gut kennt. In einem Zweikampf mit Balasa zog sich Ivan einst eine Gehirnerschütterung zu, wegen der er monatelang mit einem „Strebinger-Helm“ spielte. Balasa wechselte in jungen Jahren zur AS Roma, nahm dort aber nicht die Entwicklung, die man sich erwünschte und kehrte nach Leihjahren in Crotone und Trapani nach Bukarest zurück. Hier entwickelte er sich zu einem durchaus wichtigen Spieler und zur stärksten Aufbauinstanz von Steaua, allerdings scheint das einstige Top-Talent auf dem Zenit seiner Leistungsfähigkeit angelangt zu sein. Dennoch kann er mit sauberem Passspiel und guter Grundschnelligkeit punkten – einzig in der Luft hat der Rumäne so seine Probleme. Alternativ können mehrere der Steaua-Außenverteidiger und Sechser auch innen spielen, so zum Beispiel Junior Morais und Nedelcu.

Etatmäßiger Linksverteidiger im Hinspiel gesperrt

In der linken Verteidigung ist der 32-jährige Brasilianer Junior Morais gesetzt, allerdings ist der Routinier, der seit 2011 in Rumänien spielt, im Hinspiel gelbgesperrt, was kein Nachteil für Rapid ist. Morais ist ein äußerst kampfstarker Außenverteidiger, der viel nach vorne macht und in hohen Zonen eine gute Absicherung für Linksaußen Coman darstellt. Er wird in Wien vom 31-jährigen Serben Marko Momcilovic ersetzt werden, der zwar bei Offensivstandards eine gefährlichere Waffe darstellt, spielerisch aber der Mann fürs Grobe ist.

Ein kleiner Österreich-Bezug in der rechten Abwehr

Auf der rechten Abwehrseite hat der Allrounder Romario Benzar die besten Karten auf einen Einsatz. Der 26-Jährige ist ein stabiler Außenverteidiger, der sich vor allem durch seine Laufstärke auszeichnet, aber auch spielerisch meist gute, weil einfache Lösungen findet. Er kann auf vielen verschiedenen Positionen eingesetzt werden, spielte so etwa im letzten Ligaspiel auf der Zehn und war dabei eine wichtige Pressinginstanz in einer 4-4-2-Pressingformation. Sein erster Ersatzmann wäre der ältere Bruder von Admira-Legionär Marin Jakolis: Der 26-jährige Antonio Jakolis hat viel Zug nach vorne, ist aber oft zu leichtfüßig. Sein Bruder gilt insgesamt als größeres Talent als er und Antonio wäre im Mittelfeld besser aufgehoben als in der Außenverteidigung.

Routinier Pintilii auf der Sechs gesetzt

Für die Doppelsechs/Doppelacht gibt es fünf Kandidaten. Gesetzt sein dürfte der routinierte Mihai Pintilii, 33 Jahre alt, 43-facher Teamspieler und ein bedächtiger, spielintelligenter Sechser. Er ist von allen Optionen für das zentrale Mittelfeld der zweitdefensivste nach dem 21-jährigen Dragos Nedelcu, der aber gegen Rapid voraussichtlich nicht von Beginn an spielen wird. Pintiliis vorsichtige Art erfordert einen echten Kämpfer mit leichtem Zug nach vorne als Nebenmann, den es aber bei Steaua nicht wirklich gibt. Die Spieler für die Mittelfeldzentrale sind allesamt brave, taktisch recht disziplinierte Verschub-Typen, gegen die man allesamt keine Zweikämpfe scheuen muss. Wahrscheinlich ist der 23-jährige Kosovo-Albaner Kamer Qaka der unangenehmste, weil härteste der möglichen Sechser. Er kam aber erst im Sommer und hat bei Steaua noch keinen Rhythmus gefunden.

Verletzung von Filip spielt Rapid in die Karten

Eigentlich ist der Nebenmann Pintiliis der 27-jährige Lucian Filip, der ebenfalls als spielintelligent gilt und für starke vertikale Pässe zu haben ist. Auch er ist ein Spieler, der Situationen gerne spielerisch löst und Bälle nach vorne weiterverarbeitet. Gleichzeitig kann er auch als abkippender Sechser spielen, was nun aber Pintilii zukommen wird, weil sich Filip im Rückspiel gegen Hajduk am Knöchel verletzte und schon nach 15 Minuten ausgewechselt werden musste. Der Mittelfeldspieler hat eine lange Leidensgeschichte hinter sich, unter anderem mit Kreuzbandriss und Schienbeinbruch. Es ist nicht zu erwarten, dass er gegen Rapid rechtzeitig fit wird.

Popescu mit guten Karten für die Achterposition

Und so ist der 24-jährige Ovidiu Popescu der wahrscheinlichste Starter neben Pintilii. Mit ihm ist bei allen vorhandenen Optionen die beste Sechser-Achter-Staffelung gegeben, wenngleich er nicht die Passstärke von Filip aufweist – vor allem wenn’s schnell nach vorne gehen soll. Auf Pintilii kommt somit eine schwierige, wie verantwortungsvolle Aufgabe zu. Abgesehen vom Gespann Pintilii-Filip funktionierte auf Steauas Doppelacht noch kein anderes Duo wie geschmiert.

Starspieler Tanase ebenfalls gesperrt

Im offensiven Mittelfeld spielte zuletzt mit dem 23-jährigen Florin Tanase einer der Stars des Teams. Der 185cm große Offensivmann ist eigentlich ein Linksaußen, wurde aber als Freigeist in die Mitte beordert, was auch der Grund für die insgesamt eher defensiv angelegte Doppelacht ist. Diese soll dem trickreichen, schussstarken und insgesamt sehr torgefährlichen Tanase den Rücken freihalten und ihm seine Pendelbewegungen auf die Seiten ermöglichen.

Aufstrebender Dribbelkünstler als Tanase-Ersatz

Allerdings ist Tanase im Hinspiel nach der dritten gelben Karte gesperrt und kann erst in Bukarest eingreifen. Dies ruft den 19-jährige Olimpiu Morutan auf den Plan. Der Youngster kam erst im Juli um 700.000 Euro Ablöse von Botosani und gilt als möglicher neuer Star. Mit drei Toren und zwei Assists in seinen ersten neun Partien fand er sich auch schon gut ein. Er ist schlichtweg ein flinker Dribbelkünstler mit tiefem Schwerpunkt, auf dessen Finten und Mehrfachhaken man nicht hineinfallen darf. Der U21-Teamspieler schließt auch gerne ab und stellt eine permanente Gefahr dar. Er sollte auch – wie sonst Tanase – die erste, anlaufende Pressinginstanz sein, die den Aufbau des Gegners stressen soll. Aktive Defensivarbeit in tiefen Feldpositionen verrichtet der Jungstar allerdings noch zu wenig.

Schlampiger Standardexperte Coman

Die Flügelstürmer sind das Herzstück von Steaua: Auf der linken Seite ist der 20-jährige Florinel Coman gesetzt, dessen sensationelle Standards schon vorher im Text Thema waren. Auch sonst ist der dribbelstarke, gerne invers in die Mitte schneidende Flügel ein unangenehmer Gegenspieler, dem man mit viel Härte, aber aufgrund der Gefahr von Fouls nicht mit unerlaubten Vergehen begegnen muss. Coman steht in Rumänien ein wenig in der Kritik, weil er eigentlich schon weiter sein müsste, aber als launischer Spieler gilt. Wenn’s für seine Mannschaft nicht gut läuft, ist er keiner, der aus dem Spiel heraus die Kehrtwende einleitet. Coman erwarten wir speziell im Auswärtsspiel vor großer Kulisse stark.

Konstanterer Youngster auf rechts

Solider ist der erst 19-jährige Denis Man, der auf der rechten Außenbahn spielt und am ehesten ein Typ wie Andrei Ivan ist. Er ist bei aufrechter Körperhaltung sehr flink, schlägt schnelle Haken, fällt durch viele Richtungsänderungen am Ball auf. Im letzten Jahr konnte er sich zudem defensiv stabilisieren und gilt als konstanterer der beiden Flügel. Durch seine technischen Stärken sucht er immer wieder Eins-gegen-Eins-Duelle und versucht zudem sehr häufig Fouls zu ziehen. An der tatsächlichen Abschlusseffizienz hapert es jedoch noch ein wenig.

Routinierte Alternativen für die Flügel

Die einzige ernsthafte Alternative für beide Flügelseiten ist der 37-jährige Portugiese Filipe Teixeira, der früher unter anderem für PSG und West Brom spielte. Mittlerweile ist er aber nur noch Steauas Mittelfeld- bzw. Flügeljoker. Auswärts gegen Hajduk startete er zwar statt Coman als Linksaußen, weil er defensiv die kompaktere Option ist, das ist aber gegen Rapid eher nicht zu erwarten. Der 33-jährige Rechtsaußen Mihai Roman wurde erst vor zwei Tagen verpflichtet und es ist unklar, ob er noch eine Spielerlaubnis für das Playoff erhält. Notfalls kann auch Jakolis als Rechtsaußen aufgeboten werden.

Bulliger Knipser ohne nennenswerte technische Vorzüge

Im Sturm hat Steaua nur zwei Optionen. Der logische Starter ist der robuste Franko-Ivorer Harlem Gnohéré. Mit 15 Toren wurde er in der vergangenen Saison ex aequo mit Clujs Tucudean rumänischer Schützenkönig. Für Fußballfeinspitze ist der bullige 185cm-Stürmer aber nichts. Gnohéré ist ein Knipser, den man im Strafraum irgendwie anspielen kann und der dann völlig ungestüm und jeden Zweikampf suchend versucht, den Ball zu behaupten und abzuschließen. Im Kombinationsspiel ist er schwach und seine seltenen, aber doch vorkommenden Ausweichbewegungen an die Flügel schwächen die Direktheit des Steaua-Spiels. Aber natürlich ist er die Gefahrenquelle Nummer eins. Alleine in der laufenden Saison erzielte er sieben Tore in acht Pflichtspielen (davon zwei Elfmeter).

Ehemaliger Sevilla-Legionär kehrte zurück

Die elegantere Variante wäre Raul Rusescu, der nach seiner Fabelsaison 2012/13 mit 26 Toren und 13 Assists in 47 Pflichtspielen zum FC Sevilla wechselte, sich dort aber nie durchsetzen konnte. Seit diesem Sommer spielt er wieder für Steaua, nachdem er in der letzten Saison für Osmanlispor keine einzige Partie spielte. Der zehnfache, mittlerweile 30-jährige Nationalspieler wird gerade langsam wieder herangeführt und wird daher vorerst Joker sein. Aufgrund seines großen Torinstinkts und seinem guten Gefühl für Räume ist es aber sehr wichtig, ihn nicht aus den Augen zu lassen, sofern er eingewechselt wird.

Voraussichtliche Aufstellung(en)

Unterm Strich müssen wir zwei Steaua-Aufstellungen zusammenfassen – nämlich die, die für das Spiel in Wien wahrscheinlich ist und die zweite für das Auswärtsspiel in Bukarest wenn Junior Morais und Tanase von ihren Sperren zurückkehren.

Aufstellung ohne Morais und Tanase (zu erwarten im Hinspiel)

Aufstellung mit Junior Morais und Tanase

Erfolgsaussichten

Steaua ist ein technisch guter, aber absolut schlagbarer Gegner. Rapid ist in Normalform deutlich der stärkste Gegner, mit dem es die Bukarester bisher im Sommer zu tun bekamen. Wie schon das Ergebnis zeigte, war Hajduk Split nahezu ebenbürtig, aber Steaua hatte am Ende schlichtweg den größeren Willen und das Glück auf seiner Seite. Bei Rapid wird vieles von den Spielern auf den Außenpositionen abhängen. Die Außenverteidiger sind aufgrund der Spielweise Steauas stets gefragt und müssen hochkonzentriert arbeiten – aber auch die offensiven Außenspieler, die bei gegnerischem Ballbesitz die Halbpositionen nach hinten zumachen müssen, stehen in der Bringschuld. Qualitativ ist Rapid ausgewogener, die große Qualität Steauas konzentriert sich auf die Offensive. Mit der Stimmung im Rücken und einer guten Leistung im Stellungs- und Aufbauspiel, sollte bereits in Wien der Grundstein für den Aufstieg gelegt werden können. Wir beziffern die Chancen Rapids auf 60:40.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen