Die Europa League erwacht aus dem Winterschlaf und startet mit dem Sechzehntelfinale in das neue Jahr. Abseits.at stellt fünf spannende Partien vor.   Zenit... Vorschau zum Europa-League-Sechzehntelfinale – Die Hinspiele

Europa League PokalDie Europa League erwacht aus dem Winterschlaf und startet mit dem Sechzehntelfinale in das neue Jahr. Abseits.at stellt fünf spannende Partien vor.

 

Zenit St. Petersburg – Liverpool

Bisher keine direkten Duelle

Für die beiden einstigen Gewinner des UEFA Cups läuft es in dieser Saison alles andere als nach Wunsch. Zenit überwintert in Russland auf dem dritten Tabellenplatz, schied jedoch trotz horrender Investitionen aus der Champions League aus. Die im sommerlichen Kaufwahn erstandenen Hulk und Axel Witsel reichten nicht aus, um Milan oder Malaga hinter sich zu lassen.

Liverpool kennt die Champions League ohnehin seit geraumer Zeit nur mehr vom Hörensagen, weshalb man sich bereits durch die Europa-League-Gruppenphase kämpfen musste. Dort trafen die Reds unter anderem auf Anzhi Makhachkala und verloren die Partie in Russland. In der Premier League rangiert die Truppe von Brendan Rodgers nach der Heimniederlage am Montag gegen West Brom nur auf Rang neun. Man darf gespannt sein, ob wie schon bisher im Europacup die junge zweite Garde auflaufen darf, oder im frostigen Petrowski-Stadion die Stars zum Einsatz kommen.

Sparta Prag – Chelsea

Letztes direktes Duell: 0:1 und 0:0 (Champions-League-Gruppenphase 2003/04)

Ganz Prag freut sich auf den Besuch von Champions-League-Sieger Chelsea, das mit Petr Čech auch einen alten Bekannten mit in die Generali Arena bringt. Die Tschechen qualifizierten sich in der Gruppenphase hinter Olympique Lyon und überraschend vor Athletic Bilbao für die nächste Runde und sind seit fünf Europacupspielen ungeschlagen. Allerdings fehlt den Hauptstädtern jegliche Spielpraxis unter Wettkampfbedingungen, da die Gambrinus Liga seit Anfang Dezember ruht.

Wie selten sich Chelsea bisher mit dem zweihöchsten Europacupwettbewerb befassen musste, zeigt der Umstand, dass die Mannen des bei den Fans wenig geliebten Rafa Benitez unter allen Teilnehmern des Sechzehntelfinales die wenigsten Spiele in UEFA Cup und Europa League bestritten haben. Immerhin könnten es die Blues als erster Verein schaffen, nach der Champions League die Europa League zu gewinnen – das glückte in dieser Reihenfolge noch keinem Club.

Leverkusen – Benfica

Letztes direktes Duell: 1:1 und 4:4 (Cup-der-Cupsieger-Viertelfinale 1993/94

Blickt man auf die Statistik, scheint die Ausgangslage in diesem Duell klar: Leverkusen hat noch kein Gegentor vor heimischem Publikum hinnehmen müssen, während Benfica seit sechs internationalen Auswärtsspielen auf einen Sieg wartet. Zudem gelang den Portugiesen mit dem Sieg bei Stuttgart vor zwei Jahren erst nach 19 Versuchen der erste volle Erfolg auf deutschem Boden.

Dennoch ist Benfica keineswegs zu unterschätzen, liegt man in der heimischen Meisterschaft doch ungeschlagen punktegleich mit Porto an der Tabellenspitze. Aber auch Leverkusen spielt eine gute Saison und rangiert in der Bundesliga auf dem dritten Platz. Vor allem Stefan Kießling zeigte sich mit 14 Toren bisher äußerst treffsicher, selbst wenn es zuletzt nicht für einen Einsatz im DFB-Team reichte.

Tottenham Hotspur – Olympique Lyon

Letztes direktes Duell: 4:3 und 0:1 (2. Runde Cup der Cupsieger 1967/68)

„Die Europa League ist ein klares Ziel von uns“, unterstrich Lyons Coach Rémi Garde den Stellenwert des für die Franzosen so ungewohnten Wettbewerbs. Der einstige Serienmeister tritt zum ersten Mal seit zehn Jahren nicht in der Champions League an, gab in der Gruppenphase jedoch eine äußerst gute Figur ab und gewann sie souverän. In der Ligue 1 rangieren die Gones derzeit auf dem zweiten Platz, sodass in der kommenden Saison wohl wieder die Champions-League-Hymne durch das Stade Gerlande schallen wird.

Auch Tottenham hat gute Chancen, im kommenden Jahr wieder in der Königsklasse vertreten zu sein. Wie Lyon sind auch die Spurs in dieser Saison auf internationaler Ebene noch ungeschlagen und gewannen die erste Auflage des UEFA Cup 1971/72 ausgerechnet gegen einen französischen Gegner – Nantes hieß damals der Kontrahent. Abgesehen von diesem Spiel und dem Duell mit Lyon vor über vierzig Jahren traf Tottenham übrigens noch nie auf einen Vertreter der Grande Nation.

Borussia Mönchengladbach – Lazio Rom

Bisher keine direkten Duelle

Die internationale Comeback-Saison der Fohlen darf nach dem Überstehen der Gruppenphase bereits als geglückt bezeichnet werden. Nun stehen die Mannen von Lucien Favre vor der Kür – sollte es zum ganz großen Wurf reichen, wären die Gladbacher neben Inter, Liverpool sowie Juventus der vierte Club, der die Trophäe zum dritten Mal gewinnt.

Groß war in Deutschland die Vorfreude auf das Duell mit Miroslav Klose, doch nach der Verletzung des Nationalstürmers muss Lazio auf seine Dienste verzichten. Als Ersatz verpflichteten die Römer Louis Saha, der jedoch im Europacup nicht spielberechtigt ist. Viel wird davon abhängen, wie ernst Lazio den Bewerb nimmt, denn in der Serie A liegt man derzeit im Spitzenfeld und kämpft um ein Champions-League-Ticket. Die Bilanz von acht ungeschlagenen Spielen in Serie zeigt allerdings, dass auch dem Europacup einige Bedeutung beigemessen wird.

OoK_PS, abseits.at

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