Die Europa League geht in die vierte Runde. Abseits.at präsentiert vier spannende Paarungen. APOEL Nikosia – Girondins Bordeaux Hinspiel: 1:2 Vor anderthalb Jahren stand... Vorschau zum vierten Europa-League-Spieltag

Europa LeagueDie Europa League geht in die vierte Runde. Abseits.at präsentiert vier spannende Paarungen.

APOEL Nikosia – Girondins Bordeaux

Hinspiel: 1:2

Vor anderthalb Jahren stand APOEL Nikosia noch im Viertelfinale der Champions League, doch momentan ist der zypriotische Paradeverein in der heimischen Meisterschaft nicht mehr als Mittelmaß und hält nach drei Spieltagen in der Europa League bei gerade einmal einem Pünktchen. Während die anderen Vereine auf der Ferieninsel tief in den roten Zahlen stecken, verfügt APOEL nach dem Champions-League-Abenteuer zwar über finanzielle Rücklagen, vermochte es aber nicht, die Abgänge auf dem Spielersektor adäquat zu kompensieren, sodass man mittlerweile nur mehr über eine mittelmäßige, weiterhin von Legionären gespickte Truppe verfügt.

Dass die Europa League in Bordeaux nicht unbedingt das höchste Ansehen genießt, wurde an den beiden ersten Spieltagen deutlich, denn Girondins-Trainer Francis Gillot schickte jeweils nur eine B-Mannschaft auf das Feld, was Niederlagen gegen Frankfurt und Maccabi Tel-Aviv zur Folge hatte, wofür der Übungsleiter auch viel Kritik im eigenen Land einstecken musste. Erst gegen APOEL trat Bordeaux mit der besten zur Verfügung stehenden Elf an und prompt reicht es zum ersten Sieg, auch wenn dieser erst durch einen späten Treffer von Henrique zustande kam.

Maccabi Haifa – PAOK Saloniki

Hinspiel: 2:4

Ein äußerst unterhaltsames Duell lieferten sich PAOK Saloniki und Maccabi Haifa vor zwei Wochen im Toumba Stadion. Die Gäste aus Israel lagen bereits mit 2:0 in Front, doch den Griechen gelang es, mit vier Treffern die Partie zu drehen und als Sieger vom Platz zu gehen – und das, obwohl Miroslav Stoch sogar zwei Elfmeter vergab. In Haifa wird übrigens endlich auch wieder Trainer Huub Stevens auf der Bank Platz nehmen, nachdem der Niederländer wegen ungebührlichen Verhaltens im Champions-League-Playoff für drei Spiele gesperrt worden war.

Während PAOK in Griechenland der einzige einigermaßen seriöse Verfolger von Dauer-Meister Olympiakos Piräus ist, stellt sich die Lage bei Maccabi Haifa gegenwertig recht trist dar. Nach acht Spieltagen hält der Verein bei nur ebenso vielen Punkten, was gleichbedeutend mit einem Platz im grauen Hinterfeld der Ligat ha’Al ist. Mit der Mannschaft, die einst Salzburg vorführte, hat Maccabi übrigens nur mehr wenig zu tun, denn die Leistungsträger von einst wie Shlomi Arbeitman oder Vladimer Dvalishvili wurden mittlerweile großteils verkauft.

Ludogorets Razgrad – Chernomorets Odessa

Hinspiel: 1:0

Das bisherige Überraschungsteam der Europa League stammt aus Bulgarien und trägt den etwas sperrigen Namen Ludogorets Razgrad. Dank millionenschwerer Investitionen von Präsident Kyril Domustschiew legte der Vereinen einen rasanten Aufstieg hin, krönte sich zwei Mal in Folge zum Meister und ist nun auch auf dem internationalen Parkett angekommen. Die ersten drei Gruppenspiele konnte Ludogorets allesamt gewinnen, wobei vor allem der Auswärtssieg bei der PSV Eindhoven in die Geschichtsbücher eingehen wird. Nun fehlt den Bulgaren nur mehr ein Punkt, um bereits vorzeitig den Aufstieg in das Sechzehntelfinale klar zu machen.

Chernomorets Odessa, wo der Österreicher Markus Berger in dieser Saison noch keine Pflichtspielminute verpasste, steht nach zwei Niederlagen hingegen schon gehörig unter Druck, will man den Zuschauern in der schmucken Neubau-Arena auch nach Weihnachten noch internationalen Fußball bieten. Mit einem Sieg in Sofia – wo das Spiel mangels UEFA-Tauglichkeit von Ludogorets‘ eigentlicher Heimstätte stattfindet – wären die Ukrainer allerdings wieder voll im Aufstiegsrennen.

Rubin Kasan – Wigan

Hinspiel: 1:1

Seit mittlerweile vielen Jahren ist Rubin Kasan Stammgast in den Gruppenphase der UEFA-Wettbewerbe. Auch in dieser Saison dürfte es den Tataren gelingen, in die KO-Runde vorzustoßen, kann sich die Bilanz mit sieben Punkten doch durchaus sehen lassen. Anders sieht die Lage in der russischen Premjer Liga aus, wo die Truppe von Langzeittrainer Gurban Berdiýew momentan nur Mittelmaß ist und die Qualifikation für den nächstjährigen Europacup zu verpassen droht.

Dass sich Paul Scharners einstiger Verein Wigan für die Europa League qualifizierte, kann durchaus als große Überraschung angesehen werden. Die mittlerweile in die zweitklassige Championship abgestiegenen Engländer gewannen sensationell das FA-Cup-Finale gegen Manchester City, womit sie direkt in die Gruppenphase einzogen. Dort gibt Wigan eine durchaus gute Figur ab und ist zur Halbzeit noch ungeschlagen, womit man durchaus über intakte Aufstiegschancen verfügt. In der Meisterschaft läuft es mit Platz zehn hingegen nicht nach Wunsch, allerdings besteht zumindest noch Tuchfühlung zu den Play-Off-Plätzen, sodass eine sofortige Rückkehr in die Premier League nicht ausgeschlossen ist.

OoK_PS, abseits.at

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