Nur mehr das Playoff trennt die Mannschaften vor dem Einzug in die Gruppenphase von Champions League und Europa League. Da es die Losfee mit... Update zur Fünfjahreswertung: Die große Chance

UEFA LogoNur mehr das Playoff trennt die Mannschaften vor dem Einzug in die Gruppenphase von Champions League und Europa League. Da es die Losfee mit den österreichischen Vertretern gut meinte, während die Konkurrenz durch die Bank schwierige Gegner zugeteilt bekam, stehen die Chancen zumindest auf dem Papier nicht schlecht, dass Österreich die Top-15 der UEFA-Fünfjahreswertung halten und den fünften Europacupstartplatz wieder zurückerobern kann.

13. Schweiz

Basel setzte sich in der Champions-League-Qualifikation gegen Maccabi Tel-Aviv recht souverän durch und steht damit zum elften Mal in Folge in einer europäischen Gruppenphase. Während in der Europa League der FC Thun weiterhin eine blütenweiße Weste hat und auch gegen Häcken aus Schweden zwei Siege einfuhr, musste der FC Zürich gegen Slovan Liberec bereits die Segel streichen.

Basel trifft nun im Playoff mit Ludogorets Razgrad auf den bulgarischen Champion und damit eine Unbekannte, die jedoch immerhin Partizan Belgrad eliminieren konnte. Hart traf es die drei ungesetzten Vereine in der Europa League. Die Grasshoppers müssen gegen Mario Gomez‘ Neo-Club Fiorentina antreten, St. Gallen bekam den russischen Tabellenführer Spartak Moskau zugeteilt und Thun trifft auf Partizan Belgrad, wobei die Berner Oberländer hier noch die besten Chancen haben dürften.

Nächste Runde:

CL: Basel – Ludogorets Razgrad (ISR)

EL: Grasshoppers – Fiorentina (ITA)

EL: St. Gallen – Spartak Moskau (RUS)

EL: Thun – Partizan Belgrad (SER)

 

14. Rumänien

Rumänien spielt bisweilen eine fantastische Saison und konnte Österreich daher vom 14. Rang verdrängen. Steaua Bukarest gab sich in der Qualifikation zur Königsklasse gegen Dinamo Tiflis keine Blöße und in der Europa League kamen alle drei ungesetzten Teams weiter. Petrolul Ploiesti zwang dank eines Treffers in der Nachspielzeit Vitesse Arnheim in die Knie, Pandurii siegte überraschend bei Hapoel Tel-Aviv und Astra Giurgiu hatte mit Trencin aus der Slowakei keine Probleme.

Steaua duelliert sich um den ersten Einzug in die Champions League seit fünf Jahren mit Legia Warschau. Die drei Europa-League-Starter stehen hingegen vor hohen Hürden, denn mit Swansea, Braga und Maccabi Haifa warten prominente Gegner. Es käme überraschend, sollten die rumänischen Vereine auch nach dieser Runde noch ohne Niederlage dastehen. Besondere Bedeutung für den Kampf um die Top-15 hat wohl das Duell zwischen Astra und Maccabi Haifa.

Nächste Runde:

CL: Steaua Bukarest – Legia Warschau (POL)

EL: Petrolul Ploesti – Swansea (ENG)

EL: Pandurii – Braga (POR)

EL: Astra Giurgiu – Maccabi Haifa (ISR)

 

15. Österreich

Während sich die Austria gegen Hafnarfjördur in das Champions-League-Playoff quälte, musste Salzburg trotz mehr als ansprechenden Leistungen gegen Fenerbahçe den Champions-League-Traum abhaken. Rapid bezwang seinerseits Asteras Tripolis und ist nun erstmals in der letzten Runde vor der Europa-League-Gruppenphase gesetzt.

Mit Dinamo Zagreb bekam die Austria den vermeintlich leichtesten Gegner zugeteilt, denn die Kroaten siegten zwar in den letzten neun Qualifikationsspielen, sammelten jedoch in den vergangenen zwölf Partien in der Champions-League-Gruppenphase nur einen Punkt. Salzburg trifft mit Zalgiris Vilnius auf einen alten Bekannten – die Litauer wurden im Vorjahr von der Admira hochkant aus dem Bewerb geschossen. Für Rapid geht es gegen die georgische Unbekannte Dila Gori, die allerdings schon mit einigen guten Leistungen aufwartete und zuletzt Hajduk Split eliminierte. Pasching bekommt es mit Estoril zu tun, dem Aufsteiger der Vorsaison in Portugal.

Nächste Runde:

CL: Austria Wien – Dinamo Zagreb (CRO)

EL: Salzburg – Zalgiris Vilnius (LIT)

EL: Rapid Wien – Dila Gori (GEO)

EL: Pasching – Estoril Praia (POR)

 

16. Tschechien

Viktoria Plzeň marschiert weiterhin  Richtung Champions League und ließ auch dem estnischen Vertreter Kalju Nomme keine Chance. Für Überraschungen sorgten in der Europa League Slovan Liberec und Jablonec. Slovan schaltete den FC Zürich aus und besiegte die Schweizer zwei Mal, während Jablonec gegen das norwegische Spitzenteam Strömsgodset die Oberhand behielt.

Meister Plzeň wird sich wohl zum zweiten Mal für die Champions League qualifizieren, denn dass Maribor die Tschechen stoppen kann, gilt als eher unwahrscheinlich. Wahrhaftige Sterntage werden hingegen Liberec und Jablonec benötigen, wollen sie in die Europa League vordringen, da sich niemand geringerer als Udinese und Betis Sevilla in den Weg stellt.

Nächste Runde:

CL: Viktoria Plzeň – Maribor (SLO)

EL: Slovan Liberec – Udinese Calcio (ITA)

EL: Jablonec – Betis Sevilla (ESP)

 

17. Israel

Schwere Verluste musste Israel in den dritten Qualifikationsrunden hinnehmen. Konnte man vielleicht noch erwarten, dass Maccabi Tel-Aviv gegen Basel den Kürzeren zieht, war das Aus von Lokalrivale Hapoel gegen Pandurii fraglos ein Schock für die israelischen Ambitionen. Auch Hapoel Ramat-Gan scheiterte an Estoril, sodass lediglich Maccabi Haifa gegen Ventspils den Aufstieg realisierte.

Maccabi Tel-Aviv steht kampflos in der Gruppenphase der Europa League. Eigentlich hätte der Meister gegen PAOK Saloniki antreten müssen, doch aufgrund des Ausschlusses von Metalist Kharkiv verbleiben die Griechen im Champions-League-Playoff, wo sie nun auf Schalke 04 treffen. Maccabi Haifa hat das wichtige Duell mit Astra Giurgiu in der Europa League vor der Brust, wo bereits eine Vorentscheidung zwischen Israel und Rumänien fallen könnte.

Nächste Runde:

EL: Maccabi Tel-Aviv: Kampfloser Aufstieg

EL: Maccabi Haifa – Astra Giurgiu (ROM)

 

18. Zypern

Nachdem bereits in der zweiten Qualifikationsrunde Omonia Nikosia und Anorthosis Famagusta ausgeschieden waren, trat lediglich APOEL Nikosia an. Doch auch die Hauptstädter konnten nicht überzeugen und flogen gegen Maribor aus der Champions-League-Qualifikation.

Im Playoff zur Europa League wartet für APOEL mit Zulte Waregem nun eine harte Nuss, geht es doch immerhin gegen den belgischen Vizemeister. Auch Apollon Limassol, das direkt ins Playoff einsteigt, wird es gegen den französischen Vertreter aus Nizza nicht gerade einfach haben, sodass die Gruppenphase gänzlich ohne zyprische Beteiligung ablaufen könnte.

Nächste Runde:

EL: APOEL Nikosia – Zulte Waregem (BEL)

EL: Apollon Limassol – OGC Nizza (FRA)

 

Aktuelle UEFA-Fünfjahreswertung (Punktgewinne seit Saisonbeginn inklusive Bonuspunkten in Klammern):

13. Schweiz: 27,125 (1,100)

14. Rumänien: 24,132 (3,750)

15. Österreich: 23,925 (0,800)

16. Tschechien: 23,725 (2,375)

17. Israel: 23,250 (2,125)

18. Zypern: 21,125 (0,625)

 

Fazit der aktuellen Runde

Es ist angerichtet, anders kann man die Lage nach den Auslosungen gar nicht zusammenfassen. Österreich bekommt den Einzug in die Top-15 wahrlich auf dem Silbertablett serviert, denn einerseits gehen Salzburg und Rapid als recht deutliche Favoriten in ihre Spiele und andererseits bekam die Konkurrenz durchwegs harte Gegner zugelost, auch wenn sich Maccabi Haifa aufgrund glücklicher Umstände über den direkten Einzug in die Europa League freuen darf.

Schaffen Salzburg und Rapid den Sprung in die Gruppenphase, hätten die österreichischen Mannschaften bis Weihnachten garantierte 18 Spiele, in denen man fleißig Punkte sammeln könnte. Und das wäre auch bitter notwendig, denn im kommenden Jahr fällt die beste Saison aus der Wertung, womit man sich aktuell jenseits der Top-20 befinden würde.

Was die aktuelle Spielzeit betrifft, droht von außerhalb der Top-18 keinerlei Gefahr. Weißrussland ist nur mehr mit einem Team vertreten und Dänemark spielt eine äußerst schwache Saison, sodass nicht damit zu rechnen ist, dass diese Länder ausreichend Punkte sammeln werden, um Österreich zu gefährden.

OoK_PS, abseits.at

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