In der Europa League steht die erste Qualifikationsrunde auf dem Programm. Es mischen bereits einige prominente Vereine mit. abseits.at nimmt drei Hinspiele unter die... Vorschau zur 1. Runde der Europa-League-Qualifikation – Die Hinspiele

UEFA Europa League Logo_abseits.atIn der Europa League steht die erste Qualifikationsrunde auf dem Programm. Es mischen bereits einige prominente Vereine mit. abseits.at nimmt drei Hinspiele unter die Lupe.

Slavia Sofia – Zaglebie Lubin

Bisher keine direkten Duelle

Nach zehn Jahren gibt sich Slavia Sofia wieder im Europacup die Ehre. Das bislang letzte KO-Duell bestritten die Bulgaren 1996/97 in der UEFA-Cup-Qualifikation gegen den FC Tirol Innsbruck, waren mit einem Gesamtscore von 2:5 aber klar unterlegen. Als Tabellenvierter wäre Slavia zwar eigentlich nicht für das internationale Geschäft spielberechtigt, da jedoch Cupsieger CSKA Sofia, nach finanziellen Problemen aktuell nur in der dritten Liga tätig, eine Sperre der UEFA absitzen muss, rückte der siebenfache bulgarische Meister nach. Den größten internationalen Erfolg feierte Slavia 1966/67, als man erst im Semifinale des Cups der Cupsieger an den Glasgow Rangers scheiterte. 1980/81 ging es im mittlerweile nicht mehr ausgetragenen Wettbewerb noch einmal ins Viertelfinale.

Zaglebie Lubin, der polnische Meister der Jahre 1991 und 2007, belegte in der vergangenen Saison den dritten Tabellenrang in der Ekstraklasa und nimmt somit nach neun Jahren Pause wieder am Europacup teil. Sieht man vom UEFA Intertoto Cup ab, gelang den Polen erst ein einziges Mal der Aufstieg in einem KO-Duell – 1995/96 in der UEFA-Cup-Qualifikation gegen den armenischen Vertreter Shirak. Der einzige Spieler in den Reihen Zaglebies, den der ein oder andere hierzulande vielleicht kennt, ist Aleksandar Todorovski. Der Mazedonier spielte zwischen 2013 und 2015 für Sturm Graz, ohne jedoch bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Bei Zaglebie ist der mittlerweile 32-Jährige Außenverteidiger hingegen Stammspieler.

Maccabi Tel-Aviv – ND Gorica

Bisher keine direkten Duelle

Nach drei Meistertiteln in Serie, musste Maccabi Tel-Aviv in der vergangenen Saison Hapoel Beer-Sheva den Vortritt lassen und sich mit dem zweiten Tabellenplatz begnügen. Verzichten muss der israelische Rekordmeister auf seinen wichtigsten Mann. Eran Zahavi, der im letzten Spieljahr 35 Tore erzielte, wechselte um die israelische Rekordablösesumme von knapp zehn Millionen Euro nach China. Doch der Abgang des Mittelfeldstars ist nicht der einzige Aderlass, den Maccabi verkraften muss. Auch Trainer Peter Bosz verabschiedete sich mit Saisonende und wechselte in seine niederländische Heimat, wo er Ajax Amsterdam übernahm. Neuer Maccabi-Trainer ist der Georgier Schota Arweladse, der zuvor Trabzonspor betreute. Verstärkt hat man sich mit dem israelischen Alt-Star Yossi Benayoun. Der ehemalige Liverpool- und Chelsea-Kicker kam von Maccabi Haifa.

Während Maccabi Tel-Aviv bereits zwei Mal an der Gruppenphase der Champions League teilnahm, halten sich die internationalen Erfolge von Gorica im überschaubaren Rahmen. Mehr als eine Runde überstanden die Slowenen erst ein einziges Mal, nämlich 2004, als man mit Siegen über Flora Tallinn und den FC Kopenhagen in die dritte und letzte Runde der Champions-League-Qualifikation einzog, wo dann mit einem Gesamtscore von 0:9 gegen Monaco das jähe Aus kam. Weil das schon für Europa qualifizierte Maribor den slowenischen Cup gewann, rutschte Gorica als Tabellenvierter ins internationale Geschäft, wo man nun zum ersten Mal einem Kontrahenten aus Israel gegenübersteht. Im Kader der Slowenen steht unter anderem Miran Burgic, der Stürmer schnürte zwischen 2010 und 2012 die Schuhe für Wacker Innsbruck und brachte es dabei in 67 Spielen auf elf Treffer.

Aktobe – MTK Budapest

Bisher keine direkten Duelle

Der kasachische Vereinsfußball im Allgemeinen befindet sich im Aufschwung, vom FK Aktobe im Speziellen kann dies jedoch nicht behauptet werden. Der Club, der seit zehn Jahren ohne Unterbrechung am Europacup teilnimmt, befindet sich in ernsthaften wirtschaftlichen Schwierigkeiten, weshalb man sich sowohl von den meisten Legionären als auch den besten einheimischen Spielern trennte. Das Resultat dessen ist der lediglich achte Tabellenplatz zur Halbzeit der laufenden kasachischen Meisterschaft, was das Verpassen des nächstjährigen internationalen Geschäfts bedeuten würde. Bereits in der vergangenen Saison scheiterte Aktobe in dieser Runde überraschend am estnischen Vertreter Nomme Kalju – angesichts der aktuellen Vorgänge im Verein wäre eine Wiederholung gegen MTK Budapest nur bedingt eine Überraschung.

Auch MTK Budapest scheiterte in der letzten Saison bereits in der ersten Runde der Europa-League-Qualifikation, damals war der serbische Vertreter Vojvodina Novi Sad eine zu hohe Hürde. Die größten internationalen Erfolge des 23-fachen ungarischen Meisters liegen bereits weit zurück. 1964 drang MTK bis in Finale des Cups der Cupsieger vor, wo man knapp Sporting unterlag, zudem gelang 1955 und 1963 der Gewinn des Mitropacups. Wie der gesamte ungarische Fußballjahr erlebte aber auch MTK in den letzten Jahrzehnten einen bedauernswerten Niedergang, was sich nicht zuletzt in der Tatsache widerspiegelt, dass es die Budapester trotz regelmäßiger Bemühungen noch nie in die Gruppenphase eines UEFA-Bewerbs schafften. Der bekannteste Spieler im MTK-Kader ist der ehemaligen ungarische Internationale Sándor Torghelle. Der inzwischen 34-Jährige spielte einst unter anderem für Augsburg, PAOK Saloniki und Crystal Palace.

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OoK_PS, abseits.at

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