Stellen Sie sich folgende Szene vor: Sie befinden sich irgendwo in der Ukraine, am besten in ländlichen Vororten, in der Nähe einer Nahrungsquelle für... Massenmord an ukrainischen Straßentieren im Vorfeld der Europameisterschaft 2012

Stellen Sie sich folgende Szene vor: Sie befinden sich irgendwo in der Ukraine, am besten in ländlichen Vororten, in der Nähe einer Nahrungsquelle für Tiere, die herrenlos umher streunen. Ein LKW hält an, mehrere Menschen stürmen raus und sammeln Straßenhunde ein. Diese werden in das Fahrzeug gesteckt.

Dort werden die Streunenden bei lebendigem Leib verbrannt. Auch Erschießen und Vergiften sieht die Methode vor. Die Ukraine will sich herausputzen. Das mutet nicht nur abartig und widerlich an, sondern widerspricht auch der Lebenswirklichkeit. Zehntausende „beste Freunde des Menschen“ leben im Umfeld großer Städte wie Kiew oder Lwiw, zumeist in friedlicher Koexistenz mit den Menschen. Nun hat sich die Ukraine entschlossen, die Tiere in einem beispiellos grausamen Massenmord auszuradieren.

UEFA kannte das Problem

Der europäische Fußballverband UEFA kannte das Problem, welches die aalglatte Bühne verschandeln hätte können. Zur Unterstützung des Co-Ausrichters der Europameisterschaft 2012 wurde vonseiten des Verbandes ein namhafter Betrag an die SOS Animals Society Kiew sowie die Schweizer Organisation SOS CHATS NOIRAIGUE überwiesen. Das Programm „Neuter and Release“, welches die Gesellschaften initiierten, sollte die Zustände durch Kastration und Freilassung in den Griff bekommen. Doch seit 2009 läuft alles anders. Im Austragungsort Kharkiv wurde das Motto: „Zur Euro 2012 – kein obdachloses Tier mehr!“ ausgegeben.

Unfassbare Grausamkeiten

Dazu die ukrainische Tierschützerin Asia Serpinskaya zum Ablauf bei einem Vortrag in Polen: „Die Hunde wurden zuerst mit Ditilin gelähmt und dann bei lebendigem Leib verbrannt.“ Nachdem die Öffentlichkeit diese Machenschaften bemerkt hatte, geschahen diese im Verborgenen. Dem nicht genug, in die Grausamkeiten wurden auch Kinder einbezogen, denn sie „sollen den Tieren das Gift injizieren, weil die Hunde den Kindern vertrauen und deshalb alles mit sich machen lassen.“ Doch das ist noch immer human im Gegensatz zu dem, was die Firma „Grinko Don“ laut Serpinskaya macht: „Die Mitarbeiter dieser Firma fangen die Straßentiere mit einem Netz. Das gefangene Tier wird dann mit einem Metallrohr so lange geschlagen, bis dieses sein Bewusstsein verliert. Die leblosen Körper werden dann mit Kalk übergossen und danach in einer Mülldeponie am Stadtrand entsorgt. Manche Tiere sind dabei nur verletzt und nicht tot.“

Brisant deckt auf

Im Vorfeld der Europameisterschaft nahmen die Grausamkeiten zu, das ARD-Nachrichtemagazin Brisant nahm sich dieses Themas an. Waren die Säuberungen vorher schon schlimm genug, so sprechen verschiedene Medien von bis zu 250.000 grausam getöteten Tieren – vergiftet, zu Tode geprügelt, verbrannt. Seit dem Bericht vom 3. November wurde endlich jemand aktiv, in der Person von DFB-Präsident Theo Zwanziger, ein offizielles Statement gibt es nicht. Er habe das Thema lediglich zur Sprache intern zur Sprache gebracht. Die People for the Ethical Treatment of Animals, kurz PETA, hatte erstmals 2009 die UEFA kontaktiert, in dieser Causa vorzugehen.

Tierschutzverbände fordern Boykott

Nachdem sich zwar namhafte Sportler wie Box-Weltmeister Wladimir Klitschko oder der ehemalige Fußball-Nationalspieler Fabian Ernst gegen den Massenmord ausgesprochen haben, versuchen Tierschutzverbände derzeit, Druck auszuüben. PETA Deutschland ruft auf, der ukrainischen Botschafterin Natalia Zarudna einen Protestbrief zu schreiben: „Bitte stellen Sie sicher, dass die Ukraine die Grausamkeiten gegen die heimatlosen Tiere stoppt und stattdessen ihren Mitbürgern und der ganzen Welt zeigt, dass eine einfühlsamere und effektivere Lösung zur Bekämpfung der Überpopulation möglich ist.“ Der „Europäische Tier- und Naturschutzverband“ (ETN e.V.) fordert einen sofortigen Stopp der Tötungen. Der Grundtenor bei den Tierschützern ist, dass die Öffentlichkeit diese Vorgänge ignoriert.

Hier der Bericht auf ARD:

http://www.youtube.com/watch? v=gwBN69-esPs

Und ein paar Videos, um sich ein Bild von der Grausamkeit zu machen – wir stellen die Videos bewusst nur als Links zur Verfügung und betten sie nicht in diesen Artikel ein. Betrachtung dieser unfassbaren Gräueltaten auf eigene Gefahr…

Wer sich den Protesten vonseiten der PETA anschließen will, kann hier der Botschafterin der Ukraine in Deutschland schreiben. Des Weiteren will abseits.at so dem Aufruf der Kampagnenleiterin der PETA, Andrea Müller, im 11freunde-Magazin Folge leisten: „Wichtig ist, dass darüber berichtet wird. Wir hatten bereits im letzten Jahr Bilder vorliegen, da haben sich die Medien aber nicht interessiert. Aber je näher die EM rückt, um so mehr steigt das Interesse an.“

Georg Sander, abseits.at

Georg Sander

  • Ho-ka

    13.November.2011 #1 Author

    Ich denke nicht, dass die Ukraine bereit für die EM 2012 ist, weil dort massenhaft Hunde auf ekelhafteste Weise „entsorgt“ werden. Einst als Spielzeug von unverantwortlichen Eltern für ihre Kinder besorgt, hat man sie sich nach einer Zeit selbst überlassen. Was haben diese armen Kreaturen für eine Chance?1 Es ist unfassbar wie dort das „Problem“ der Strassenhunde angegangen wird. Anstatt dort mit Einfangen, med. Versorgen und Kastrieren vorzugehen, verbrennt und vergiftet man die unschuldigen Tiere einfach weil es billiger ist. Verdammt noch mal WER verdient hier eigentlich an der EM?! Da muss doch auch Geld für einen humanen Umgang mit den Schwächsten der Gesellschaft sein. Das Ansehen der Ukrainer in der Welt hat durch diese grauenhaften Massenmorde stark gelitten. Es würde mich nicht wundern wenn es dadurch zu einem Boykott der EM kommt. Wir jedenfalls haben auch zwei Hunde daheim und mein Mann ist ein großer Fussballfan aber wenn das Morden nicht sofort aufhört, wird es sich nicht eines der Spiele ansehen und ich werde Freunde und Bekannte ebenfalls dazu anhalten.

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  • Richardb4056

    15.November.2011 #2 Author

    Ich finde das sich unsere und andere Mannschaften von dem Turnier fernhalten sollten,oder wenigstens ihre Anteilnahme in Fage stellen sollen falls diese Bastarde nicht mit dem Gemetzel aufhören.Es kann sich nicht nur alles ums Geld und Titel drehen.Die Tiere haben ein Recht zuleben,denn sind es nicht die Menschen die alles so laufen lassen und wenn es nicht mehr in das Konzept passt wird es vernichtet.Eine Gwissheit und Hoffnung habe ich das solche Leute nicht ungestraft davon kommen.Ich hoffe das viele meiner Meinung anschließen.
    Wenn dies nicht aufhört werde ich obwohl ich ein begeisterter Fussballfan bin die EM nächstes
    nicht verfolgen.

    Richard Bott

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  • Richardb4056

    15.November.2011 #3 Author

    Ich möchte nochmals darauf hinweisen,daß diese Art der Tierquälerei das allerletzte ist was mir jemals unter die Augen gekommen ist.Ich habe mir die Bilder nur zum Teil angesehen weil ich die Tränen nicht mehr unterdrücken konnte.Ich finde es sehr schade das ich nicht der Kameramann war der diese Aufnahmen machen sollte.Ich glaube ich würde jetzt im Knast sitzen weil ich diese Bastarde erschossen hätte.Hoffentlich werden die Spiele boykottiert.Und eines wünsche ich mir auch noch,daß diese Schweine einen grausamen und langen Weg bis zu ihrem Ende gehen müssen.Für mich noch ein Zeichen das ich (wir)auf unsere Wölfe noch mehr aufpassen muss da wieder die Hundefänger im Lande sind.

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  • Heike Rosenberger-Vogel

    16.November.2011 #4 Author

    die Tiere haben mehr recht auf dem Planeten zu leben wie wir !!! sie wahren als erster da !!! und dann kamm der Mensch und ihre Qualen fingen an 🙁 es macht einem Fassungslos,was sich die Russen erlauben !!! und auch ganz viele andere Länder wie Rumänien,Türkei und und und !!!! es ist eine schande was denn Tieren an getan wird 🙁 man schämt sich ein Mensch zu sein 🙁

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  • Engelchens08

    16.November.2011 #5 Author

    Man hat ja nix zu sagen aber in so einem Land wollte ich nicht Fussball spielen wäre ich denn ein Fussballer,es ist doch Unmenschlich,ekelig und was noch alles,so eine wiederliche Sache noch zu unterstützen indem man da EM abhält aber wir die Tierliebhaber haben ja wie in so vielen Angelegenheiten nichts zu melden.Jeder Einzelne dieser Tiermörder sollte aufgehängt werden!

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  • Akowalczewski

    16.November.2011 #6 Author

    das ist so schrecklich. wie wäre es, wenn ein bus unten halten würde und sämtliche-lebende-hunde einladen würde. ich habe eine katze aber wenn ich wüßte, daß ich einem hund damit helfen könnte, dann würde ich ihn trotzdem noch dazu aufnehmen. ich kann nicht mehr. ich habe den ganzen tag das thema verfolgt. ich will so gerne helfen

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  • Daggi 72

    22.November.2011 #7 Author

    Ich bin entsetzt.Nur weil ein paar Leute Fussball spielen wollen,ein paar gut Betuchte sich den Mist ansehen wollen…müssen auf brutalste Art und Weise Hunde sterben.Was tun die Tiere denn?Die haben es eh schwer zu überleben.Erst werden sie angeschafft,als Spielzeug,Kuscheltier.Hat man genug von ihnen,werden sie weg geworfen wie Müll.Wie steht es in der Bibel: „Du sollst nicht töten“. Einst die Bibel hoch halten,beten.blablabla.Scheisse tun sie.Sorry,aber mir platzt echt die Krawatte.Warum kann man dieses sterben der Hunde nicht beenden?Warum kann man diese scheiss EM nicht absagen?nein,weil da zu viele Geldgeile Kreaturen nicht einsehen,nicht sehen,was dort passiert.Lieber schön pralen mit dem Geld und dieser scheiss EM.Und wisst ihr was…ich verachte jeden einzelnen Fussballspieler,der dort den Rasen betritt und Fussball spielt.Denn jeder dieser spieler ist nicht besser wie die Menschen dortr,die dieses Elend treiben!!

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