Ange Postecoglou ist dafür bekannt, dass er seine Mannschaften sehr offensiv spielen lässt. Australien wird sich auch vor Gegnern wie Spanien, Niederlande und Chile... Nur die Generalprobe: Australien bereitet sich bei der WM auf die Asienmeisterschaft vor

australienAnge Postecoglou ist dafür bekannt, dass er seine Mannschaften sehr offensiv spielen lässt. Australien wird sich auch vor Gegnern wie Spanien, Niederlande und Chile nicht verstecken, was angesichts der schwachen Defensive zu vielen Gegentreffern führen kann. Der Coach erwartet, dass die jungen Spieler unbekümmert aufspielen und keine Angst vor den Gruppengegnern zeigen. Fußballfans aus der ganzen Welt dürfen sich somit auf unterhaltsame Spiele mit australischer Beteiligung freuen.

Ange Postecoglou wird sein Mittelfeld anweisen, möglichst schnell den Ball zurückzugewinnen und schon früh in der gegnerischen Hälfte zu pressen. Es ist anzunehmen, dass sich die Gruppengegner als pressingresistent gegen die Australier erweisen werden und das frühe Attackieren Räume öffnen wird, die die Gegner bespielen können. Postecoglou ist ein guter Coach und er weiß um die Gefahren, wird diese aber in Kauf nehmen, auch weil er sich im Klaren ist, dass eine Mauertaktik ebenfalls wenig Erfolg verspricht, zumal das Spielermaterial dafür nicht vorhanden ist. Die australische Nationalmannschaft will bei dem Turnier in erster Linie gegen starke Mannschaften Erfahrung sammeln und Werbung für die Asienmeisterschaft 2015 im eigenen Land machen.

Pressing-2

Die Viererabwehrkette ist nicht eingespielt und verfügt über Spieler mit wenig internationaler Erfahrung. Dadurch dass die Mannschaft ein hohes Pressing betreiben wird, werden sich zahlreiche Räume und Konterchancen für die Gegner ergeben, sodass die Aufgabe für die Defensivspieler umso schwerer sein wird. Die einzige Trumpfkarte ist Tormann Matt Ryan, der das Spiel lesen kann und wenn notwendig explosiv aus dem Tor stürmt, um im Stile eines Liberos auszuputzen. Ihm verdanken es die Australier, dass sie nicht die Mindestbewertung in dieser Kategorie erhalten.

Stabilität-2

Einen wirklichen Plan B hat Australien nicht, Postecoglou will sein Pressing durchziehen, koste es was es wolle. Die Alternativen auf der Bank sind auch nicht berauschend, schon in der Startaufstellung finden sich einige Spieler, die zum ersten Mal überhaupt bei einem Turnier dieser Größenordnung teilnehmen werden.

Flexibilität-1

Die Fans der australischen Nationalmannschaft wissen, dass ihre Mannschaft krasser Außenseiter ist und viele sind schon zufrieden, wenn sich Debakel vermeiden lassen. Die Spieler selbst betonten ebenfalls, dass sie nichts zu verlieren hätten und da sind, um alles zu geben und Erfahrungen zu sammeln. Es lastet kein Druck auf den Socceroos, sie können unbekümmert aufspielen und werden sicherlich mit viel Herz auftreten. Der Fokus liegt auf der Asienmeisterschaft im kommenden Jahr, die Australien im eigenen Land unbedingt gewinnen will. Die Weltmeisterschaft ist nur die Generalprobe.

Stimmung-5

Für Australien kommt die Weltmeisterschaft zu einem schlechten Zeitpunkt, denn das Team ist jung, verfügt über sehr wenig internationale Erfahrung und befindet sich im Umbruch. Torhüter Matt Ryan ist der einzige wirkliche Lichtblick in der Mannschaft und wird angesichts der wackligen Defensive und der starken Gruppengegner vielleicht der meistbeschäftigte Goalie in der Gruppenphase sein. Im Sturm ruhen die Hoffnungen ganz auf dem australischen Rekordtorschützen Tim Cahill. Ein Punkt wäre angesichts der Umstände schon eine kleine Sensation.

Gesamtwertung-Australien

Mögliche Aufstellung

Wir dürfen uns auf ein recht offensives 4-3-3-System freuen, in der die Mannschaft auch gegen starke Gegner auf schnelle Ballgewinne setzen wird. Die Flügelspieler Leckie und Oar können sich gegebenenfalls ein wenig zurückfallen lassen, sodass ein klassisches 4-2-3-1 entsteht.

Weltmeisterschaft 2014 -Australien1

In der Defensive hat Coach Postecoglou nicht allzu viele realistische Optionen, Rechtsverteidiger Luke Wilkshire könnte aber noch in die Startaufstellung rutschen. Im Mittelfeld findet sich die eine oder andere brauchbare Alternative, die Verletzung von Tom Rogic sorgt für Kopfschmerzen im Betreuerstab. Der junge Australier wäre für die kreativen Momente innerhalb der Mannschaft enorm wichtig gewesen, fällt aber für das Turnier aus.

Stefan Karger

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