In dieser Serie sollen Spieler in einem Kurzportrait vorgestellt werden, die vielleicht nicht die absoluten Superstars oder die bekanntesten Akteure ihrer Mannschaft sind. Spieler,...

In dieser Serie sollen Spieler in einem Kurzportrait vorgestellt werden, die vielleicht nicht die absoluten Superstars oder die bekanntesten Akteure ihrer Mannschaft sind. Spieler, die über den Status des Talents noch nicht hinaus bekommen sind, eher im Schatten der Superstars ihrer Teams stehen oder international noch nicht über ein gewisses Renommee verfügen.

Shay Given: Seit vielen Jahren gehört der Schlussmann von Aston Villa zu den besten Torhütern der englischen Premier League. Mit seinen 36 Jahren hat der gebürtige Lifforder wohl schon so gut wie alles erlebt. Given stand auch schon bei der WM 2002, dem letzten großen Turnier mit irischer Beteiligung, zwischen den Pfosten. Auch bei dieser EM würde ein frühes Ausscheiden Irlands wohl am wenigsten am Torhüter liegen. Der Schlussmann verfügt über ein komplettes Paket an Torhütertugenden: Er ist reaktionsschnell auf der Linie, strahlt Ruhe aus und ist sehr fangsicher. Zudem beherrscht er seinen Strafraum mit Dominanz und Durchsetzungsvermögen. Selbst seine fußballerischen Fähigkeiten sind mehr als akzeptabel. Eine ganz große Karriere blieb dem Iren aber aufgrund vieler Verletzungen verwehrt.

Riccardo Montolivo: Neben Andrea Pirlo wird in Sachen Gestaltung des italienischen Spiels viel von dem Mann vom AC Florenz abhängen. Der 27-Jährige wird bei der „Squadra Azzurra“ hinter den Spitzen agieren und somit den Offensivbereich ankurbeln. Dass Montolivo dazu in der Lage ist, beweist er in der Serie A seit Jahren. Somit ist es nicht verwunderlich, der AC Milan sich bereits jetzt bis Sommer 2016 die Dienste des ehemaligen Fiorentina-Akteurs sicherte. Ihn zeichnet eine gute Technik und exzellente Übersicht, sowie großartiges Passspiel aus. Bei fast 300 Serie-A-Spielen und 32 Länderspieleinsätzen könnte Montolivo auch eine wichtige Integrationsfigur für jüngere Spieler sein.

Mario Mandzukic: Eigentlich hat der 26-Jährige alles was ein Topstürmer braucht. Er ist eiskalt vor dem Tor, hat einen guten Schuss, ist kopfballstark, verfügt über eine gute Technik, ist schnell und hat den Blick für die Mitspieler. Trotzdem fehlt dem Mann vom VfL Wolfsburg noch das gewisse Etwas, um auf das Podium der ganz großen Stürmer vorzudrängen. Klassevorstellungen in der Bundesliga wechseln sich noch zu häufig mit Totalausfällen ab. Wobei Mandzukic in einer meist verunsicherten Wolfsburger Mannschaft oft mit unbändigem Einsatz voranging. Er weiß zwar was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, jedoch ist er auch ein Hitzkopf, dem sein Temperament noch zu oft im Weg steht. Zudem fehlt ihm noch die Erfahrung auf der großen Fußballbühne – bei einem Großereignis kam Mandzukic bisher noch nicht zum Einsatz.

Fernando Llorente: Der Baske verkörpert das, was der spanischen Offensive oft abzugehen scheint, nämlich das körperliche Element. Der 27-Jährige ist ein sehr robuster und kopfballstarker Spieler, der sich im Strafraum durchzusetzen weiß. Trotz seiner Größe von 195cm ist der „Brecher“ technisch sehr beschlagen. Seine Stärken liegen zwar eindeutig im Strafraum, jedoch beteiligt er sich auch am spanischen Kombinationsspiel. Mit Athletic Bilbao stand Llorente dieses Saison im Endspiel der Europa League und ihm Finale des spanischen Pokals, wovon jedoch keines gewonnen werden konnte. Aufgrund des höchstwahrscheinlichen Ausfalls von David Villa und der Unsicherheit um die Form von Fernando Torres, wird Llorente bei dieser EM womöglich sogar die Rolle als Topstürmer einer an manchen Positionen veränderten spanischen Mannschaft zukommen. Die Frage ist, wie der von vielen internationalen Topvereinen heftig umworbene Baske, mit diesem Druck zu Recht kommen wird…

Ral, abseits.at

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