Die Saison 2023/24 ist zu Ende und wir ziehen Bilanz. Mannschaft für Mannschaft bewerten wir die sportlichen Leistungen ausgewählter Spieler und des Teams selbst,... Tops, Flops, Stats, Rückblick: SC Austria Lustenau 2023/24

Die Saison 2023/24 ist zu Ende und wir ziehen Bilanz. Mannschaft für Mannschaft bewerten wir die sportlichen Leistungen ausgewählter Spieler und des Teams selbst, führen unsere Vorschläge für „Tops“ und „Flops“ der Saison ins Treffen und blicken am Ende zudem noch auf die wichtigsten Fakten und Statistiken der Saison.

Wir starten wie immer mit dem Absteiger und blicken hierfür ins Ländle, wo der SC Austria Lustenau vor allem an einem indiskutablen Herbst scheiterte.

Eine Halbsaison zerstört die gesamte Saison

Drei Punkte aus 17 Partien – als der SC Austria Lustenau in die Winterpause ging, sah man bereits wie ein Absteiger aus. Die Punkteteilung nach 22 Runden gab den Vorarlbergern aber noch einmal Hoffnung und tatsächlich bäumte sich die Mannschaft unter Andreas Heraf auf. Am Ende scheiterte man so nur an drei Punkten (und einer schlechten Tordifferenz), aber über die gesamte Saison betrachtet waren die Lustenauer natürlich der einzig verdiente Absteiger.

Es gelangen gerade einmal vier Siege, davon zwei in den letzten drei Runden. Dem gegenüber standen aber indiskutable, nicht bundesligataugliche Leistungen, wie etwa beim 0:5 gegen Rapid, beim 0:4 gegen Hartberg oder der 0:7-Klatsche in Salzburg. Dass die Lustenauer im Frühjahr zudem in Bregenz spielen mussten, weil das Reichshofstadion umgebaut wird, passt irgendwie ins Bild einer komplett verkorksten Saison.

TOPS

Ben Bobzien

Der Mainz-Leihspieler war vor allem im Frühjahr einer der wenigen Lichtblicke in Grün-Weiß. Der dynamische Rechtsaußen sorgte durchaus für Wirbel, traf auswärts beim 1:1 gegen Rapid und wird demnach bereits mit dem nächsten Bundesligisten, Austria Klagenfurt, in Verbindung gebracht. Nach dem Klassenerhalt der Mainzer wird er bei den 05ern wohl keine Rolle spielen.

Domenik Schierl

Am Keeper der Lustenauer scheiterte es trotz 58 Gegentoren – und damit den meisten in der Liga – nicht. Der routinierte Zweitkapitän der Lustenauer ging immer wieder voran und versucht, häufig vergebens, seine Teamkollegen wachzurütteln.

FLOPS

Nikolai Baden Frederiksen

Die körperliche Verfassung, mit der der einst enorm torgefährliche Däne ins Ländle kam, war eines Bundesligastürmers nicht würdig. Auch wenn Baden Frederiksen nicht ausreichend von seinen Hinterleuten „gefüttert“ wurde, wirkte er durchaus wohlgenährt. Die Leihe wurde demnach bereits im Winter abgebrochen. Für seinen neuen Verein Lyngby stand er im Frühjahr nur eine Minute auf dem Platz…

Jonathan Schmid

Einst ein brandgefährlicher Flügelflitzer in der deutschen Bundesliga, in Lustenau aber nur ein Lüftchen. Der Franzose kam für Lustenau auf elf Spiele, keinen Scorerpunkt und wechselte bereits im Winter weiter nach Luxemburg. Eine „Attraktion“ mit großer Karriere, die nicht nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird.

Boris Moltenis

Im Sommer aus Polen nach Lustenau gekommen, fiel der Franzose eher mit Überforderung auf. In den elf Bundesligaspielen, in denen er auf dem Platz stand, machte Lustenau nur einen Punkt. Im Winter kehrte er zu seinem Ausbildungsklub Sochaux in die dritte französische Liga zurück, wo er dann weitgehend Stammspieler war. In Lustenau war aber ein klassischer „Panikkauf“, bei dem man später sagt: „Das hätt’ ein Junger auch zusammengebracht“.

Stefano Surdanovic

Der 25-Jährige galt vor nicht allzu langer Zeit als möglicher Top-Mann, mit dem Lustenau noch eine ordentliche Ablösesumme lukrieren könnte. Der Oberösterreicher spielte allerdings einen vollkommen uninspirierten Herbst, fehlte danach mehrere Monate verletzt und kehrte im Saisonfinish nur als Reservist zurück. Nach dem Abstieg und seinem Vertragsende verlässt er den Klub nun ablösefrei.

AUFSTEIGER

Matheus Lins

Innerhalb von zwei Jahren legte der brasilianische Innenverteidiger einen durchaus geradlinigen und bemerkenswerten Aufstieg in Österreichs Fußball hin. Zuerst Hohenems, dann Bregenz, jetzt Lustenau – und auch wenn der 23-Jährige schon in seinem zweiten Spiel ein Eigentor fabrizierte, war er doch einer der wenigen, von denen man meinen könnte, dass sie auch nach dem Abstieg die Chance auf einen Vertrag in der Bundesliga haben werden.

STATISTIKEN

Tore

6 – Lukas Fridrikas
5 – Yadaly Diaby
3 – Namory Cissé
2 – Anthony Schmid
1 – Ben Bobzien, Anderson, Darijo Grujcic, Pius Grabher, Leo Mikic, Matheus Lins

Assists

4 – Ben Bobzien
2 – Anderson, Luca Meisl
1 – Lukas Fridrikas, Namory Cissé, Anthony Schmid, Darijo Grujcic, Domenik Schierl, Leo Mikic, Torben Rhein, Fabian Gmeiner, Baila Diallo

Assist-Assists

2 – Ben Bobzien, Namory Cissé, Domenik Schierl, Stefano Surdanovic
1 – Anthony Schmid, Pius Grabher, Torben Rhein, Fabian Gmeiner, Baila Diallo, Nico Gorzel, Leo Mätzler

Gesamte Punkte: 21
Expected Points: 20.90

Erzielte Tore: 22
Expected Goals: 25.03

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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