Die erste Überraschung der neuen Bundesligasaison sind die vier Auftakttore des letztjährigen Prügelknaben. Der SKN St.Pölten präsentierte sich schon in der ersten Partie merklich... Überraschung des Spieltags (1): Die Offensivpower von St.Pölten

Die erste Überraschung der neuen Bundesligasaison sind die vier Auftakttore des letztjährigen Prügelknaben. Der SKN St.Pölten präsentierte sich schon in der ersten Partie merklich anders, als in der über weite Strecken zähen alten Saison.

Gerademal 28 Tore erzielten die St.Pöltner in der vergangenen Saison in den 36 Runden bis zur Relegation. 14% dieser 28 Tore erzielte der SKN nun schon in der ersten Partie und man muss wohl kein Prophet sein, um zu behaupten, dass die Niederösterreicher in der neuen Saison – trotz geringerer Anzahl an Spielen – häufiger treffen werden, als in der Vorsaison.

Gartler on fire!

Einen großen Anteil daran dürfte René Gartler haben. Der Routinier erzielte in den ersten beiden Pflichtspielen – beim 6:0 im Cup gegen Maria Saal und beim 4:3 zum Ligaauftakt gegen den WAC – fünf Tore. Davon zwar drei aus Elfmetern, aber die Treffsicherheit des 32-Jährigen ist so oder so durchaus beeindruckend.

Drehen lassen und gedreht werden

Ebenso beeindruckend ist die Moral der St.Pöltner. Wenn die Kühbauer-Truppe diese aufrechterhalten kann, wird man heuer mit dem Abstieg kaum etwas zu tun haben. Die 2:0-Führung wurde verspielt und der WAC konnte die Partie in ein 2:3 drehen. Aber Gartlers zweiter Treffer in der 88.Minute und Balic‘ goldenes Tor in der Nachspielzeit ließen die Partie erneut kippen. Die Erleichterung nach diesem wichtigen Kraftakt bei hochsommerlichen Temperaturen war jedem Verantwortlichen anzumerken.

Mehr Tore als alle anderen

Auch wenn Salzburg und Rapid die Chance hatten, ihre Erstrundengegner so richtig zu demolieren, gelangen den beiden Quotenfavoriten auf den Titel „nur“ drei Tore. Vier machte als einziges Team der Underdog aus der NV Arena.

Eine „Over“-Mannschaft?

Wer auf einen Auftaktsieg der St.Pöltner gegen den Wolfsberger SC setzte, erhielt bei tipp3 das 2,40-fache seines Einsatzes. Und bereits die erste Partie zeigte: Die St.Pöltner könnten künftig nicht nur aufgrund ihrer durchhausartigen Abwehr, sondern auch aufgrund der eigenen Offensivstärke eine „Over“-Mannschaft sein.

Hier die Meisterquoten von tipp3:

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen